SPD-Chefin Andrea Nahles und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (Bild: imago/F. Boillot)
Video: Abendschau, 28.05.2019, Florian Eckardt | Bild: imago/F. Boillot

Wahl-Nachlese in der Region - Woidke stützt Nahles - Wegner kritisiert CDU

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat der Partei- und Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles den Rücken gestärkt. Nach dem für die SPD desaströsen Europawahlergebnis will sich Nahles in der Fraktion vorzeitig zur Neuwahl stellen. "Andrea Nahles ist die Bundesvorsitzende, ich habe sie mit gewählt, und sie genießt mein vollstes Vertrauen, und das wird sie sicherlich auch bleiben", sagte Woidke am Dienstag dem Sender n-tv.

Woidke hofft auf Ruhe im eigenen Wahlkampf

Personaldebatten hätten Parteien noch nie genützt. "Ich hoffe sehr, dass diese Personaldebatten nicht weitergeführt werden, sondern dass wir in Ruhe hier in Brandenburg den Landtagswahlkampf führen können", sagte Woidke.

In Brandenburg wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Wie im Bund brach die SPD in der Mark regelrecht ein und landete mit 17,2 Prozent hinter der AfD und der CDU nur noch auf dem dritten Platz. Auch auf Bundesebene erreichte die SPD mit 15,8 Prozent nach der Union und den Grünen nur noch Platz drei. Seit der Einheit hat die SPD kontinuierlich in Brandenburg die Regierung angeführt.

Wegner sieht Lücken bei Klima und Digitalisierung

Auch bei einem anderen Verlierer der Europawahl finden derzeit Diskussionen über Themen und Außendarstellung statt. Deutschlandweit hat die CDU/CSU 6,4 Prozentpunkte verloren und kommt auf 28,9 Prozent. In Berlin hat die CDU fast fünf Prozentpunkte verloren, selbst die Hochburg Steglitz-Zehlendorf im Südwesten wählte dieses Mal mehrheitlich die Grünen. 

Kritik an der Bundespartei kommt nun von CDU-Landeschef Kai Wegner. Man habe in Berlin über Klimaschutz diskutiert. "Unsere Kandidatin Hildegard Bentele hat das immer wieder angesprochen - auch das Thema Digitalisierung, was auch ein wichtiges Thema war in diesem Wahlkampf. Aber wir haben nicht mehr den Wechsel bekommen auf Bundesebene, dieses Thema für uns zu entdecken und die richtigen Antworten zu geben."

Auch an der Kommunikation übt Wegner Kritik: "Wir versuchen oftmals cool zu sein, wirken dann aber doch eher peinlich. Wir müssen Köpfe und Überschriften präsentieren und an der Darstellung der CDU arbeiten, auf Landesebene wie auf Bundesebene."

Sendung: Abendschau, 28.05.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Mit einem politischen "Comeback" von Heinz Buschkowsky an herausragender Stelle würde die SPD sicherlich sehr punkten.

  2. 2.

    Woidke stützt und schützt Nahles und Nahles lobt Woidke für seine hervorragenden Leistungen im Land Brandenburg. Dieses Geschwätz bringt für niemanden etwas und in Brandenburg verändert sich nichts.

  3. 1.

    "Woidke stützt Nahles" - Diese Partei kann schon eine Last sein.

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