Ein elfjähriges Mädchen steckt ihren Wahlzettel bei der U18-Europawahl in eine Wahlurne.
Video: Brandenburg aktuell | 17.05.2019 | Franziska Tenner | Bild: dpa/Patrick Pleul

Erste Hochrechnung Berlin und Brandenburg - Grüne liegen bei U18-Europawahl deutlich vorne

Kinder und Jugendliche haben am Freitag ihr eigenes, fiktives Europaparlament gewählt. Nach ersten Hochrechnungen liegen Bündnis 90/Die Grünen in Berlin und Brandenburg deutlich vorne. Während die Grünen in Berlin mit großem Abstand vorne liegen (31,3 Prozent), erreichen sie in Brandenburg nur etwa 16,2 Prozent und werden dicht gefolgt von der AfD (13,8 Prozent).

240 Wahllokale in Berlin

Allein in Berlin öffneten rund 240 Wahllokale in Schulen und Jugendeinrichtungen. Bis 18 Uhr konnten die jungen WählerInnen ihre Stimmen abgeben. Auf den Stimmzetteln sind dieselben Parteien aufgelistet wie bei der regulären Europawahl am 26. Mai.

Bereits im Vorfeld der Wahl fanden an vielen Schulen Projekte und Veranstaltungen rund um die Themen Europa, Demokratie und Politik statt. "Ich freue mich über das große Engagement vieler junger Menschen, beispielsweise im Rahmen der Fridays for Future-Proteste, für eine gerechtere Welt und faire Klimapolitik", sagte Klaus Lederer, Berlins Senator für Kultur und Europa. "Es ist Jugendlichen eben nicht egal, was in der Politik geschieht." Auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) rief zur Teilnahme an der U18-Wahl auf. Europa betreffe alle, gerade auch die Jugend, so Scheeres.

Endergebnis spätestens Montag

In Frankfurt (Oder) lud die Europa-Universität Viadrina am Freitag ebenso wie vier weitere Wahllokale in der Stadt Kinder und Jugendliche zur U18-Europawahl.

Insgesamt hatten über 1.000 Wahllokale für die U18-Wahl in ganz Deutschland geöffnet, doppelt so viele wie vor der Europawahl 2014. Das Endergebnis soll spätestens am Montag vorliegen. Organisiert wird die Wahl auf Landesebene von der Stiftung SPI - Drehscheibe Kinder und Jugendpolitik.

 

Sendung: Inforadio, 17.05.2019, 18:24 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Netiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

5 Kommentare

  1. 5.

    Wenn Rechte: Wahlrecht ab 16, Führerschein ab 16, dann auch Pflichten, um auch für die Folgen seiner Handlungen "geradezustehen": Erwachsenenstrafrecht, Versicherungspflichten, Elternhaftung statt Allgemeinhaftung usw.

  2. 4.

    Brandburg als einziges Bundesland noch mit erträglichem Wahlergebnis. Vor dem allgemeinen Wahlergebnis kann einem nur das kalte Grauen kommen. Über 60% für Grüne, SPD, Linke. Ohje...

  3. 2.

    Wenn die “Sonstigen” zusammen stärker sind als die stärkste Partei muss man sie doch ein bisschen weiter aufschlüsseln @rbb. Es gibt doch keine 5% Hürde, Parteien mit einem halben Prozent der Stimmen haben auch noch eine Chance auf einen Sitz.

  4. 1.

    Peinlich Brandenburg. So ein schönes Land und dann auch schon so viel brauner Mist in Kinderköpfen. Einfach nur armselig. Fckafd

Das könnte Sie auch interessieren