AfD Parteitag am 02.02.2019 in Rangsdorf (Quelle: rbb/ Lenz)
Video: Brandenburg aktuell | 02.02.2019 | Hanno Christ & Interview mit Andreas Kalbitz | Bild: rbb/ Lenz

Parteitag in Rangsdorf - Brandenburger AfD vervollständigt Kandidaten-Liste

Die Brandenburger AfD hat ihre Kandidatenliste für die Landtagswahl vervollständigt. Bei einem Parteitag in Rangsdorf wurden die Bewerber für die Plätze 28 bis 40 auf der Landesliste gewählt. Sie haben aber keine realistische Chance, in den Landag einzuziehen.

Bei einem ersten Wahl-Parteitag Anfang Januar hatten nur 28 der mehr als 80 Kandidaten die erforderliche Mehrheit bekommen.

Wahl- und Auszählmarathon über mehrere Stunden

Bei dem vorherigen Parteitag hatte sich die Wahl der Kandidaten über mehr als 20 Stunden hingezogen. Als Spitzenkandidat konnte sich Landesparteichef Andreas Kalbitz nur knapp gegen den Vorsitzenden des rechtsgerichteten Vereins "Zukunft Heimat", Christoph Berndt, durchsetzen. Berndt tritt auf Platz zwei der Landesliste an.

Von den derzeit neun AfD-Landtagabgeordneten schafften es Anfang Januar nur fünf auf die Liste.

Kalbitz hat auf dem Parteitag am Samstag eine mögliche Beobachtung seiner Partei durch den Verfassungsschutz als "Absurdität" bezeichnet. Aus seiner Sicht werde der Verfassungsschutz in Deutschland als politisches Instumentarium missbraucht. Kalbitz schwor seine Partei auf einen geschlossenen Wahlkampf ein, mit dem Ziel, am 1. September stärkste Kraft zu werden. Die AfD sei die einzige konservative Opposition im Land, so Kalbitz.

200 bei Kundgebung gegen Rechts

Ein breites Bündnis hatte zur Protestkundgebung aufgerufen. Rund 200 Personen zogen nach rbb-Informationen vor das Veranstaltungshotel, darunter auch SPD-Generalsekretär Erik Stohn. Die AfD sei der Wolf im Schafspelz, die Partei wolle grundsätzliche Werte im Land verschieben, sagte Stohn.

Kalbitz hatte der SPD deshalb vorgeworfen, gemeinsame Sache mit Linksextremisten zu machen. Auch Politiker der Grünen hatten vorab ihre Teilnahme an der Kundgebung angekündigt.

Die AfD liegt laut Umfragen derzeit gleich auf mit der SPD bei gut 20 Prozent der Wählerzustimmung. Das erklärte Ziel der AfD ist es, bei der Landtagswahl im September stärkste Kraft zu werden.

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15 Kommentare

  1. 15.

    Danke, mein Reden. Aber wenn es nur so wäre! Leider gibt es da ja noch HDJ Zeltlagerfans und Vorsitzende von rechtsextremen Gruppierungen, die sich mit dem Begriff Heimatverein schmücken/tarnen.

  2. 14.

    Die Brandenburger AfD ist doch eh nur ein permanent in sich zerstrittener Haufen abgehalfterter Politiker aus CDU und FDP u.a. Parteien. So was ist nicht wählbar.

  3. 13.

    Haben wir doch in Brandenburg seit Jahrzehnten! Es gibt Gegenden in Brandenburg, da sollte man nicht mit der falschen Bekleidung, Frisur oder gar der "falschen" Hautfarbe hinfahren.

    Eine der Gegenden ist z.B. dort wo die rechtsextreme AfD besonders stark ist, welch ein Zufall!

  4. 12.

    Mit ihren Ansichten würde Sie auch niemand in Brandenburg vermissen. Alles Gute der AFD und optimale Wahlerfolge .

  5. 10.

    Wenn es so käme würde ich Brandenburg meiden. Und ich würde Gebiete meiden, in denen die AfD mehr als 20 % der abgebenden Wählerstimmen erhalten hat. Ich gehe nur dorthin, wo ich entspannt sein kann und wo es den Leute ähnlich ergeht. Spannungsgebiete meide ich.

  6. 9.

    Ja, ja. AfD und CDU. Viele Funktionäre der Einen kommen ja aus der Anderen. Dass dieser rechtsradikale Verein sich „Alternative“ nennt ist Realsatire.

  7. 8.

    Es wäre Klasse wenn In Brandenburg eine AFD/CDU Koalition die Mehrheit bekäme und gegen den unsäglich R2G Trend Berlins vernünftige Politik für die (einheimischen) Bürger macht.

  8. 6.

    Bürgerlich-konservativ mit durchaus irritierenden Abwegen in der rhetorischen Argumentation.

  9. 5.

    Die AfD in Brandenburg ist rechtsextrem. Von Neonazis, Rechtsextremen, Zeltlagerbesuchern und rechten Heimatvereinen ist alles dabei.

  10. 4.

    In den letzten fünf Jahren gab es recht viel konservatives Profil.
    - Man hat die Landesfinanzen angemahnt und die Umstrukturierung der Umschuldung begleitet.
    - Man hat ein Gender-Rede gehalten, die weltweit für Aussehen sorgt.
    - Man hat die Ministerin für Medikamentenskandale vom Amt befreit.
    - Man hat mit der Dieselkampagne" Kein Diesel ist illegal" über die Willkür Werte und nicht regelkonformen Messstationen informiert.
    - man hat sich für eine Ideologiefreie Schule eingesetzt, trotz Gegenruf einer SPD Abgeordneten
    - Man hat eine Aussprache über das Plakat" We love Volkstod - Bleiberecht für alle" am Fraktionsbus der Linken in Frankfurt gemacht.

  11. 3.

    Die AfD in Brandenburg ist bürgerlich-konservativ. Von Polizisten, Lehrern, Arbeitern und Akademikern ist alles dabei.

  12. 2.

    Auch wenn es Vielen ggf. als nebensächlich erscheint, so hat doch schon neulich jemand auf nachfolgenden Umstand hingewiesen, der jetzt wieder auftaucht:

    Welchen Sinn hat eine Leinwand und ein Projektor, wenn er die Wirklichkeit kleiner abbildet als die menschlichen Augen sie sehen? Mir erscheint das geradezu grotesk und ist m. E. geradezu ein Sinnbild dafür, wie der Umgang mit einem Vorfindlichen bei der AfD ist - abseits ihrer sonstigen politischen "Agenda".

  13. 1.

    Bei der brandenburgischen AfD hat man fast den Eindruck, sie setze mehr auf Schwäche der Konkurrenz denn auf eigene Stärke. Der Umstand, die einzige konservative Opposition zu sein, ist ohne eine klar erkennbare konservativ-bürgerliche Auffüllung und Vermarktung auch nicht viel wert.

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