Brandenburgs neue Minister: Michael Stübgen, Susanne Hoffman, Guido Beermann (Quelle: dpa)
Video: Brandenburg Aktuell | 14.11.2019 | Andreas König | Bild: dpa

Beermann, Hoffmann, Stübgen - Künftige CDU-Minister in Brandenburg offiziell vorgestellt

Die Namen kursierten schon länger, nun macht es die CDU offiziell: Michael Stübgen soll neuer Innenminister von Brandenburg werden, Susanne Hoffmann Justizministerin und Guido Beermann soll künftig das Ressort für Infrastruktur leiten.

Brandenburgs kommissarischer CDU-Chef Michael Stübgen hat am Donnerstag die Landtagsfraktion über die Besetzung der Ministerposten in einer künftigen rot-schwarz-grünen Landesregierung informiert.

Der bisherige Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Guido Beermann wird nach dem Willen der Partei neuer Infrastrukturminister. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Genilke, wird Staatssekretär.

Susanne Hoffmann, die erst seit kurzem Generalstaatsanwältin ist, soll das Justizministerin übernehmen. Ihre designierte Staatssekretärin Christiane Leiwesmeyer war bislang Referatsleiterin im Justizministerium. Michael Stübgen soll wie erwartet neuer Brandenburger Innenminister werden. Der ehemalige Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt soll dessen Staatssekretär werden.

Stübgen will auch offiziell Parteichef werden

Professionalität, Erfahrung und Brandenburg-Kenntnis seien Voraussetzung gewesen für jede Besetzung, so Stübgen. Ziel sei es, sofort mit der Arbeit beginnen zu können. Am Samstag will sich Stübgen auf einem Parteitag offiziell zum Parteichef wählen lassen. Neuer Generalsekretär soll der bisherige Landesgeschäftsführer Gordon Hoffmann werden.

Der CDU-Landesparteitag muss am Samstag über die Annahme des Koalitionsvertrags mit SPD und Grünen entscheiden. In einer nicht bindenden Mitgliederbefragungen hatten sich 86 Parteimitglieder bereits für den Vertrag ausgesprochen. Auf dem Parteitag stellt sich Stübgen auch zur Wahl als neuer Landeschef.

Neue Minister und Staatssekretäre

  • Michael Stübgen (Innenminister)

  • Susanne Hoffmann (Justizministerin)

  • Guido Beermann (Infrastrukturminister)

  • Klaus Kandt (Staatssekretär Inneres)

  • Christiane Leiwesmeyer (Staatssekretärin Justiz)

  • Rainer Genilke (Staatssekretär Infrastruktur)

  • Uwe Schüler (Staatssekretär Kommunales)

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.11.2019, 10 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Nur einer der zukünftigen Verantwortlichen hat sich als Kandidat in den Landtagswahlkampf eingebracht. Man bekommt als CDU-Wähler also nicht im Ansatz das, was man gewählt hat. Hätte man diese Kandidaten früher gekannt, dann hätte eventuell der eine oder andere seine Stimme der CDU gegeben oder eben auch nicht.
    Dem Grundgedanken einer Wahl wird dadurch in meinen Augen wenig entsprochen. Ob man mit diesem Verfahren das Engagement für die Demokratie und auch in einer Partei befördert, darf durchaus bezweifelt werden. Das Vorurteil, dass die Brandenburger CDU keine qualifizierten/geeigneten Kandidaten hat, wird damit mehr als entsprochen. Schade eigentlich!

  2. 2.

    Ach herjeee! Der Staatsekretär aus Andi Scheuers Ministerium wird Infrastrukturminister.

  3. 1.

    Bei der vorliegenden Namens-Liste kann man nur hoffen, dass die CDU-Fraktion Herrn Stübgen stoppt. Denn zum einen haben zwei Drittel der designierten CDU-Minister eine Westbiografie, obwohl uns die CDU vor der Wahl eine stärkere Förderung von Ostdeutschen in Spitzenamtern der Verwaltung versprochen hatte. Das entsprechende Personal mit ostdeutscher Biografie gibt es mit Sicherheit jedenfalls 30 Jahre nach dem Mauerfall. Zum anderen ist unerträglich, wie Herr Stübgen die extrem gut besoldete Staatssekretärs-Ebene zu Gunsten seines persönlichen Umfeldes aufblählt. Unfassbar und unverantwortlich. Wenn Herr Stübgen den Herrn Schüler unbedingt als persönlichen Vertrauten hätte behalten wollen, dann könnte Herr Stübgen diesen doch statusgleich als persönlichen Referenten in das Innenministerium mitnehmen, oder?

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