Blick auf eine Förderbrücke im Tagebau Jänschwalde (Bild: dpa/Pleul)
Video: Brandenburg aktuell | 13.06.2019 | Phillip Manske | Bild: ZB

BrandenburgTrend Juni 2019 - Mehrheit der Brandenburger ist für Förderung der Lausitz

Millarden sollen in die Lausitz fließen, damit dort Perspektiven geschaffen werden - für die Zeit nach der Braunkohle. Das befürworten die meisten Brandenburger, wie der aktuelle BrandenburgTrend zeigt. Ein Teil würde allerdings gern auch andere profitieren lassen.

Die besondere Unterstützung der Lausitzer Bergbauregion für die Zeit nach dem Kohleausstieg findet bei einer Mehrheit der Brandenburger Rückhalt. 75 Prozent finden die besondere Förderung der Lausitz gegenüber den anderen Regionen angemessen. Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des rbb-Fernsehmagazins Brandenburg aktuell und Antenne Brandenburg.

Vor allem Anhänger der SPD (87 Prozent) und der Linken (81 Prozent) halten die Lausitz-Förderung für angemessen. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) kritisiert dagegen, die Förderung konzentriere sich zu sehr auf die Lausitz.

Gut zehn Milliarden Euro für Brandenburgs Braunkohlerevier

In Deutschland soll die Kohleverstromung bis 2038 beendet werden und die Lausitzer Braunkohleregion für die Gestaltung des Strukturwandels Gelder vom Bund und vom Land Brandenburg erhalten. Der Bund plant, bis dahin für die Weiterentwicklung des brandenburgsichen Braunkohlereviers gut zehn Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Das Geld soll vor allem in neue Infrastruktur und erneuerbare Energien fließen.

AfD in der Umfrage stärkste Kraft

Die Umfrage ergab auch, dass die AfD derzeit in der Wählergunst in Brandenburg vorn liegt. Mit 21 Prozent ist sie demnach stärkste Kraft, erst auf Platz zwei folgt die regierende SPD mit 18 Prozent. Ihr Koalitionspartner, die Linke, käme auf 14 Prozent. 

Stärkster Gewinner der jüngsten Erhebung sind Bündnis90/Die Grünen, die mit 17 Prozent jetzt gleichauf mit der CDU liegen. Die FDP liegt bei konstant 5 Prozent und könnte wieder in den Landtag einziehen. Die Vereinigten Bürgerbewegungen BVB/Freie Wähler kämen auf 4 Prozent.  

Bei den wichtigsten politischen Problemen, die nach Ansicht der Brandenburger vordringlich gelöst werden müssen, liegen dem BrandenburgTrend zufolge Infrastruktur und Verkehr ganz vorn. An zweiter Stelle rangieren Fragen von Bildung, Schule und Ausbildung. Das Thema Umweltschutz und Klimawandel liegt auf Top 3 der politischen Agenda.

Für die Umfrage wurden vom 3. bis 6. Juni 1.000 Wahlberechtigte in Brandenburg repräsentativ befragt.

BrandenburgTrend sieht erstmals AfD vorn

Sendung: Brandenburg aktuell, 13.06.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Die Erfahrung nach 30 Jahren "vergeigter" Großprojekte zeigt: Auf keinen Fall darf man zulassen, das die SPD solche gigantischen Summen unkontrolliert gönnerhaft umverteilen darf. Sie können es einfach nicht. Ebenso wenig die Grünen, Forderungen/Versprechungen ohne Lösungen, nicht eine Einzige. In Talkshows populistische Phrasen daherreden (dem Kumpel soll vor Ort erklärt werden, das er das große Ganze sehen muss), kommt einen stark von früher bekannt vor. Noch haben wir Berlin/Brandenburger die Wahl, ob wir weiter zu den belächelten Letzten gehören wollen oder nicht.

  2. 1.

    Windkraft kostet so ungefähr 1500 Euro pro Kilowatt. Man könnte also für 10 Milliarden etwa 6.6 Gigawatt an Windkraft bauen. Kosten für Solarenergie sehen ähnlich aus.

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