Collage: links Benjamin Raschke (Bild: dpa/Christoph Soeder), rechts - Ursula Nonnemacher (Bild: dpa/Britta Pedersen)
Video: Brandenburg aktuell | 15.02.2019 | Studiogast Ursula Nonnemacher | Bild: dpa/Benjamin Raschke/Brtta Pedersen

Für die Landtagswahl in Brandenburg - Nonnemacher und Raschke sind das Spitzenduo der Grünen

Brandenburgs Grüne haben sich entschieden: Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke treten als Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl an. Die Themen der Grünen seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sagt Nonnemacher angesichts jüngster Umfragewerte.

Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke treten für die Grünen als Spitzenduo bei der Brandenburger Landtagswahl am 1. September an. Das hat der Landesverband der Grünen in Brandenburg am Freitag bekannt gegeben.

Der rbb-Abendschau sagte Nonnemacher am Freitag, die Themen der Grünen seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen, auch in Brandenburg, wie etwa die Agrar- oder Energiewende. Von Schülern höre sie etwa 'Ihr verbaut uns unsere Zukunft', schilderte Nonnemacher und fragte: "Warum werden noch Dörfer abgebaggert", schließlich habe Deutschland den Einstieg in den Kohleausstieg beschlossen. Auch das Thema Verkehrswende sei hoch aktuell. In Brandenburg würden sich die Grünen für mehr öffentlichen Nahverkehr und die Förderung von Radverkehr und Buslinien einsetzen.

Mit Blick auf die Landtagswahl sagte Nonnemacher, sie könne sich jede Rolle innerhalb der Regierung für die Grünen vorstellen. "Wenn uns die Wähler die Oppositionsrolle zuweisen, nehmen wir sie an, aber wir verweigern uns auch nicht." Und sie ergänzte: "Wir wollen grüne Inhalte durchsetzen" - das wäre mit allen Partnern denkbar, nur nicht mit der AfD.

Skepsis gegenüber Koalition mit SPD

Wichtige Themen bleiben laut Nonnemacher die Energie-, Verkehrs- und Agrarwende. Persönlich lägen ihr die Pflege und Gesundheitsversorgung am Herzen. Zu einer möglichen Koalitionsbildung nach der Wahl wollte sie sich nicht äußern. "Darüber entscheidet der Parteitag", sagte die Fraktionsvorsitzende.

Zu einer möglichen Regierungsbeteiligung sagte Raschke, eine Koalition mit der SPD würde keine Begeisterungsstürme hervorrufen. Diese Partei stehe für eine Politik, die die Grünen ablehnten, wie etwa die Massentiertierhaltung.

Ein neues Format der Wahl

Bei der Wahl durch die Parteibasis erhielt Landtagsfraktionschefin Nonnemacher für den ersten Platz der Landesliste 79 Prozent, teilten die Grünen am Freitag in Potsdam mit. Für Platz zwei gaben 61,6 Prozent dem Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke ihre Stimme.

Die Entscheidung fiel in einer Urwahl. Vom 14. Januar bis zum 12. Februar hatte die Parteibasis Zeit, sich für die Spitzenkandidaten zu entscheiden, die sich in mehreren Urwahlforen den Fragen der Mitglieder gestellt hatten. An der Wahl hatten sich nach Parteiangaben 1.392 der 1.435 Mitglieder beteiligt.

Die Urwahl sei ein neues Format und eine Herausforderung gewesen, sagte Nonnemacher in der rbb-Abendschau. Zunächst habe es Zurückhaltung gegeben, dann aber hätten mehrere Kreisverbände und die Grünen-Jugend die Urwahl beantragt. Schließlich sei es ein großer Erfolg gewesen, da so viele Mitglieder mobilisiert werden konnten, sagte Nonnemacher.

Neueste Umfragen: Grüne bei zehn Prozent

Die Grünen sehen sich in Brandenburg im Aufwind. Themen wie Plastik und Pestizide seien inzwischen überall angekommen, meint der neue Spitzenkandidat Raschke. Außerdem nähmen Viele die Grünen als Gegenpol zur AfD wahr.

Laut neuesten Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Insa haben die Grünen auf etwa zehn Prozent zuglegt. CDU und SPD teilen sich demnach Platz eins. Beide kommen auf 21 Prozent und liegen damit knapp vor der AfD, die in der Umfrage auf 19 Prozent kommt. 

Sendung: Brandenburg aktuell, 15.02.2019, 19:30 Uhr

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16 Kommentare

  1. 16.

    Und wer geht dann noch arbeiten ?? weil ein E- Auto kann sich der normale Bürger nicht leisten, alle 5 bis 6 Monate eine neue Umweltschädigende Batterie für über 300.- Euro ??Strom Preise die man sich bei 1200.- netto im Monat auch nicht mehr leisten kann nur weil die Atom Kraft Werke abgeschaltet werden und wir den teuren Strom aus Belgien & Holland kaufen von Atom Kraft Werken ????, Nein Danke man kann auch übertreiben, Deutschland alleine kann die Welt nicht retten & es ist auch kein Dach über Deutschland

  2. 15.

    Also meine Stimme haben die Grünen - das Konzept überzeugt:
    Agrarwende: Maiskulturen für den Biosprit
    Verkehrswende: Dieselfahrzeuge stillegen, umsteigen auf E-Mobilität
    Klimawende: Stromerzeugung runterfahren zur Rettung des Klimas
    Ein Gesamtkonzept mit zueinander passenden Bausteinen: Produktion von Bio-Sprit, den keiner braucht, E-Mobilität, die nicht fährt, weil kein Strom da ist.

  3. 14.

    Ich würde mich freuen wenn die grünen das Wahlergebnis ihrer Parteifreunde aus MV bei der letzten Landtagswahl erreichen würden.

  4. 13.

    Hartz IV war Schröder... Und es war die einzig gute Reform, die die SPD hinbekommen hat. Rente besteuern ist auch gerecht, weil Pensionen schon immer besteuert wurden, Ökosteuer ist wirklich Unsinn, weil da eine Steuer auf eine andere Steuer erhoben wird. Doppelte Staatsbürgerschaft ist nicht nur bei Grün akzeptiert. Mir egal, auch wenn ich sie ablehne. Insgesamt sind die Grünen für mich zwiespältig. Aber Spinner sind es nicht.

  5. 12.

    Nach dem "Paritätsgesetz" nun das noch. Für Brandenburg gibt es Hoffnung...auf 4,9% Grüne

  6. 11.

    Wegen Wählern wie Ihnen müssen die Menschen sich beim Arbeitsamt melden & jeden Euro 2 x umdrehen,, schämen Sie sich solche Spinner zu wählen !! die waren schon mal an der Regierung ,alles vergessen, Hartz 4, Rentenbesteuerung, Öko Steuer, doppelte Staatsbürgerschaft, u.a. alles Errungenschaften dieser Grünen

  7. 10.

    Die Grünen können hier. In Brandenburg aufstellen was sie wollen, gegen die BLAUEN haben sie keine Chance, und das ist gut so.

  8. 9.

    Es war einmal, einst traten die Grünen für Umweltschutz ein. Nun sind sie führend in Vernichtung von Kulturlandschaft u. Artenvielfalt. Soweit das Auge reicht, energieeffiziente Raps- u. Maisfelder, Wald soll durch Vögel schreddernde Windräder ersetzt werden. Die Lebensqualität der Brandenburger wird weitestgehend gemindert. Wer will denn in so einer verschandelten Landschaft noch Urlaub machen? Tourismus ade!!! Es gibt nicht nur den Hambacher Forst, sondern auch die Schorfheide. Die Brandenburger sollten sich genau überlegen diese Partei zu wählen. Es gibt bessere ALTERNATIVEN!

  9. 8.

    Das sind ja wahrlich zwei absolute "Spitzenkräfte". Mit den Zweien sind die Grünen ganz, ganz weit vorne. Da wird der Sprung über die 10% möglich.
    Gott schütze Brandenburg.

  10. 7.

    der öffentliche Verkehr wird ein Schwerpunkt der grünen Kampagne! Soll vor allem um mehr Bus und Bahn und mehr Unterstützung für den Radverkehr gehen

  11. 6.

    Bitte für den öffentlichen Nahverkehr einsetzen, so wie es früher schon gewesen ist!

  12. 5.

    Schlimmer geht es nicht.

  13. 3.

    Werde ich zu 100 % wählen. Als Linke-Stammwähler eine schwere Entscheidung. Aber bei diesem katastrophalen Manöver von Rot-rot beim Thema Kohleausstieg (Bremsen, blockieren, bremsen) geht es nicht anders.

  14. 1.

    ...leider 6% zu viel....

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