Eine Stimmkarte wird am 04.11.2017 während der Landesversammlung der Jungen Union in Erlangen hochgehalten (Quelle: Daniel Karmann/dpa)
Audio: Inforadio | 06.10.2018 | Interview mit Julian Brüning | Bild: dpa/Daniel Karmann

Junge Union in Brandenburg - JU-Chef schließt Koalitionsgespräche mit AfD nicht aus

Der Vorsitzende der Jungen Union Brandenburg, Julian Brüning, hat eine Zusammenarbeit von CDU und AfD nach der Landtagswahl im September 2019 in Brandenburg nicht ausgeschlossen. "Wir wollen gute Politik für Brandenburg machen", sagte Brüning am Samstag im rbb-Inforadio. "Der Respekt vor dem Wähler gebietet es aber, dass wir nach der Landtagswahl mit allen Parteien Gespräche führen." Die CDU müsse sich Gespräche "offen halten". Eine "konkrete Zusammenarbeit" sehe er derzeit allerdings noch nicht, sagte Brüning.

Brüning sagte weiter, die CDU bemühe sich, AfD-Wähler zurückzugewinnen: "Wir machen das als Junge Union ganz konkret, schon seit anderthalb Jahren. Wir haben verschiedene Heimatgespräche im ganzen Land durchgeführt und werden das auch [...] im Wahlkampf weiter durchführen. Wir wollen nah an den Bürgern sein, wir wollen die Themen weiter aufgreifen, wir wollen den Kontakt stärker ausbauen - das hat uns in den letzten Jahren gefehlt."

Auch Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben hatte schon angekündigt, nach der Landtagswahl im Herbst 2019 sollten auch die AfD und die Linkspartei zu Gesprächen eingeladen werden, sollte seine Partei die stärkste Kraft werden. Die Bundes-CDU hat bisher eine Kooperation mit der AfD klar ausgeschlossen.

Sendung: Inforadio, 06.10.2018, 8:40 Uhr

Kommentar

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16 Kommentare

  1. 16.

    Dann sollte die CDU ehrlicherweise gleich mit den Linken koalieren. Die AfD Brandenburg wurde von SED Altkadern gegründet. Sie und niemand anderes hievten einen Alexander Gauland in das Amt.

  2. 15.

    Es wäre nochmal ein gewaltiger Rechtsruck wenn diese rechtsextreme "Partei" auch noch koalitionsfähig wäre.

    Wenn man in der cDU das "christlich" noch ernst meinen würde dann wäre eine Koalition mit einer solchen "Partei" undenkbar.

    Das gleich gilt für die FDP, wenn man liberal nicht nur als neoliberal in der Wirtschaft versteht, das sind die beiden wirklich nicht weit auseinander.

  3. 14.

    Die Positionen von CDU und FDP einerseits sowie AfD andererseits sind ja nun wirklich nicht derart auseinander, dass eine Koalition unmöglich wären.

  4. 13.

    Sollten die christlichen Werte der CDU allen Ernstes AfD-kompatibel sein?

  5. 12.

    Ok, dann sind es zwei Parteien die für mich nicht wählbar sind...
    Keine Stimme für Parteien, die antisemitisch sind, Antisemitismus nur bei Moslems sehen und die Antisemiten in den eigenen Reihen ignorieren bzw. mit solchen Parteien koalieren wollen!

  6. 11.

    Theoretisch sind die Aussagen von Herrn Brüning zwar korrekt, aber nur weil gewählt wurde, muss man nicht mit allen Koalitionsgespräche führen. Dafür muss die gemeinsame Werte-Basis stimmen und genau hier fehlt mir ein klares Statement des Herrn Brüning. Demokratisches und moralisches Profil zeigen, Herr Brüning, sonst ist man nicht wählbar.

  7. 8.

    "Antodemokraten".
    das sollten sich mal vor allem jene Leute einer schwarzen Partei auf die Fahnen schreiben; unter ihrer Führung wurden die Europäischen Verträge gebrochen (jedes Land haftet für seine Schulden selbst), Maastricht, Dublin - III, Schengen, das Grundgesetz und zig andere ... bis hin zu den Versprechen, daß es eine Deutsche Einheit nur gäbe, wenn die NATO nicht nach Osten erweitert wird.
    Also wer hier von "Antidemokraten" spricht, der sollte mal ganz klar Ross und Reiter nennen welche Parteien hier WAS zu verantworten haben anstatt nur mal wieder dumpf gegen eine (gewählte und zugelassene) Partei zu jaulen.

  8. 7.

    Gerade dann wen man weiß was die NSDAP aus Deutschland gemacht hat dann fallen einem die Parallelen zur AfD auf.

    Dass der JU Mensch auch noch Brüning heißt wäre ein vorzüglicher Treppenwitz, wenn die Sache nicht so ernst wäre.

  9. 6.

    Ich kann der AfD nur abraten, es sei denn sie will, dass es ihr wie der SPD ergeht.

  10. 5.

    Befassen Sie sich doch Mal näher mit der NSDAP und dem, was sie aus Deutschland gemacht hat. Dann werden sie schnell die Absurdität ihres Vergleichs mit der AfD erkennen.

  11. 4.

    Das bürgerliche Lager hat ja damals auch durch eine Allianz mit der NSDAP Hitler zur Macht verholfen. Papen, Hindenburg und andere. Herr Brüning scheint sich vorsorglich schon mal auf die Seite der zuküftigen Machthaber zu schlagen. Politisches Kalkül. Eine Investition in seine eigene Zukunft.

  12. 3.

    AFD & "gute Politik für Brandenburg machen" schließt sich aus.
    Vielleicht sollte die JU erstmal das AFD Programm und deren erklärte Ziele lesen, bevor solche Äußerungen veröffentlicht werden.

  13. 2.

    Da ist sie -dei rechte Flanke der CDU. Die hat uns die AFD erst beschert mit ihrer Rechtsaußenpolitik und dem Grenzen -dicht Gefasel. Da werden Antidemokraten hoffähig gemcht.

  14. 1.

    Ohne Worte, kann man sich nicht ausdenken.

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