BerlinTrend - Die Grünen verlieren, bleiben aber stärkste Kraft

BerlinTrend: Sonntagsfrage (Quelle: rbb/infratest dimap)
Video: Abendschau | 24.02.2021 | Gabriele von Moltke | Bild: rbb/infratest dimap

Wenn am Sonntag gewählt werden würde, hätte ein rot-rot-grünes Bündnis die Mehrheit. Das zeigt der aktuelle BerlinTrend. Auffällig ist aber, dass viele Berlinerinnen und Berliner die Spitzenkandidatin der Grünen, Bettina Jarasch, gar nicht kennen.

Wenn am nächsten Sonntag in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt würde, hätte die rot-rot-grüne Koalition weiterhin eine Mehrheit. Das geht aus dem BerlinTrend von infratest dimap im Auftrag der rbb-Abendschau und der "Berliner Morgenpost" hervor.

Jarasch und Wegner bei Wählern unbeliebt

Mit 23 Prozent bleiben die Grünen auch in der neuesten Umfrage stärkste Kraft, büßen allerdings drei Prozentpunkte ein. Genauso viele Prozentpunkte hinzu gewinnt dagegen die SPD, die nun als drittstärkste Kraft auf 18 Prozent kommt. Unverändert bleiben die Werte für fast alle anderen Parteien: Die CDU liegt mit 22 Prozent weiter an zweiter Stelle, die Linke bleibt bei 15, die FDP bei sechs Prozent. Die AfD verliert um einen Prozentpunkt und kommt jetzt auf neun Prozent.

Anders als noch beim Berlin-Trend im September, hätte ein grün-schwarzes Bündnis keine Mehrheit. Grüne, SPD und Linke könnten ihr Regierungsbündnis dagegen fortsetzen. Die Regierende Bürgermeisterin würden allerdings in diesem Fall die Grünen stellen.

Deren Spitzenkandidatin Bettina Jarasch schneidet bei der Frage nach der Zufriedenheit mit dem politischen Personal allerdings schlecht ab: Nur zehn Prozent der Befragten zeigen sich zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Arbeit, mehrheitlich gibt es unzufriedene Rückmeldungen (14 Prozent). Allerdings ist sie, ebenso wie CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner, der mit nur geringfügig besser wegkommt (13 Prozent sind mit ihm zufrieden oder sehr zufrieden), vielen Berlinerinnen und Berlinern unbekannt.

Corona-Management verliert an Zustimmung

SPD-Spitzenkandidatin Giffey steht mit einem Zufriedenheitswert von 46 Prozent deutlich an erster Stelle der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Nur der Regierende Bürgermeister Michael Müller, ebenfalls SPD, liegt mit 51 Prozent noch darüber. Mit dem Spitzenkandidaten der Linken, Klaus Lederer, zeigen sich 32 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

Das Corona-Management des rot-rot-grünen Senats verliert in der Umfrage deutlich an Zustimmung. Mehrheitlich zeigen sich die Befragten weniger (37 Prozent) oder gar nicht zufrieden (19 Prozent) mit der Arbeit der Landesregierung. Im September waren noch 65 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

Sendung: Abendschau, 24.02.2021, 19:30 Uhr

BerlinTrend: So würden die Parteien abschneiden, wenn jetzt gewählt würde

94 Kommentare

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  1. 94.

    Ich verstehe nicht, warum nach so vielen Skandalen noch so viele AfD wählen. cDU+fDP sichern Maximalprofite für Großkapital und Reiche, Autolobby und Abgasschwindelmafia. Bitte nicht cDU/fdP/afD! Ich wünsche mir, daß der Vorsprung von GRR bis zur Wahl noch zunimmt. Schön wäre es, wenn Grün+Links ohne 3. Partner regieren kann. Aber wichtig ist, sie bekommen noch eine weitere Legislaturperiode, um ihre Wahlverprechen umzusetzen: besserer ÖPNV, mehr Busspuren, mehr Straßenbahnen, mehr S-Bahnen, richtige Radwege, mehr preiswerte Wohnungen usw. Leider sehen viele die Linke als die exSED, die sie aber vom Charakter und Parteiprogramm nicht ist. Die Meinungen gegen RRG verstehe ich nicht. Mich stört nur, daß sie ihr Programm konsequenter umsetzen müßten und zu wenig erreichten. Sie haben aber im Gegensatz zu den anderen Parteien die richtigen Ziele und die richtige Richtung, müssen nur mehr liefern.

  2. 93.

    Was für eine Verdrehung der Tatsachen! Giffey ist gegen RRG. Seit RRG geht es endlich wieder aufwärts in Berlin. Kriminelle werden härter bekämpft, Mieten wurden ein wenig gerechter und was sie als "wirtschaftlich denkende" haben Berlin erst in die Notlage gebracht aus der wir uns quälden langsam herausarbeiten. Ihre Abzocker können gerne weiterziehen!

    Und was sie Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen angeht, da kommt Seehofer nicht aus dem Knick.

  3. 92.

    Hä?
    Nur Verkäufer pp. sind schaffende? Die Studierten sind Raffer? Wohl kaum.

  4. 91.

    Also.. alles was die Giffey verspricht endet doch wieder in RRG Koalitionszwängen. Wer eine dieser rotgrünen Parteien wählt der wählt auch wieder RRG. Wieder Jahre im Chaos und Krieg gegen viele Berliner und die Wirtschaft/Arbeitsplätze und noch weniger Mietwohnungen. Um 60% sind die Angebote an Mietwohnungen wegen RRG zurück gegangen BVerfG Urteil noch offen. Egl wie dieses ausfällt, Mieter sind die gelackmeierten dank RRG. Noch weniger Mietwohnungen oder noch höhere Mieten.
    Viel Spaß mit eurer Wahl in den Verfall. Dann ziehen wieder mehr wirtschaftlich denkende in die Stadt und wir haben vielleicht bei der übernächsten Wahl Glück, dass die endlich weg kommen.

  5. 90.

    Naja, 'ne halbe Wahrheit ist auch verkehrt. Aber frau kanns ja mal raushauen.
    War da nicht was im Vorfeld zu S21 mit einer Volksabstimmung? Wie ist die nochmal ausgegangen?
    https://taz.de/Gruene-Dilemma-um-Stuttgart-21/!5122112/

  6. 89.

    "Jeder muss für sich selber herausfinden, was "seinem Portemonnaie" gut tut. Bei den Schaffenden ist es meistens die liberale Fraktion."

    Sie meinen wohl eher die Raffenden, statt die Schaffenden, Die Schaffenden sind nämlich die Verkäufer, Polizisten, Lieferanten, Pflegepersonal und ... und ... und...

    Für die machen ihre "Liberalen" keine Politik, die machen Politik für Rechtsanwälte, Hausbesitzer und eben Raffende.

    Zwar fand der größte Raubzug der Bundesrepublik unter eine sPD/Grüne Regierung statt aber Schröder brauchte die FDP und cDU/cSU, die die Maßnahmen nochmals verschärften.

    Und die Agenda 2010 Verbrecher sind weiterhin am Ruder. Bei der sPD findet man die im Seeheimer Kreis. Und nu raten sie mal wo man Giffey verorten kann? Genau, bei den Seeheimern.

    Fazit, für Schaffende gibt es unter den antretenden Parteien nicht viel Auswahl, genau genommen gar keine.

  7. 88.

    "Also meiner Meinung nach hat eine ganz andere Person das Gesundheitswesen an die Wand gefahren! Ulla Schmidt SPD. "

    Merken sie ihren Widerspruch selbst oder soll man ihnen helfen? Die unsoziale Mehrbelastung, bes. für Geringverdiener und Transferempfänger, steht außer Frage aber das Gesundheitsssytem an die Wand gefahren haben Rösler und Bahr.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_R%C3%B6sler#Kritik_an_der_Gesundheitsreform_2011

    Und Bahr? Der ist seit 2014 ist Manager bei der Allianz Private Krankenversicherung. So ein Zufall aber auch! Und als Dankeschön sitzt er heute im Vorstand.

    "Bahr gilt als „Vater“ der staatlich geförderten Pflegezusatzversicherung, auch „Pflege-Bahr“ genannt. Einer der größten Anbieter der Pflege-Bahr-Policen ist die Allianz. Ursprünglich sollte Bahr bereits nach einigen Monaten in den Vorstand aufrücken, doch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) intervenierte und bestand auf eine längere „Einarbeitungszeit“."

  8. 87.

    Gut, mit der Stadt kennt sich omnipräsente Grienebacke nicht aus, dafür mit Betrug, nicht nur im familiären Umfeld.
    Ein Grund mehr ein "weiter so" zu verhindern.
    Ob sich nun die Konstellation von unglaubwürdig werdender SPD, den SED-Linken und der Verbots-Bevormundungs- und Vorschriftenpartei Grüne ändert, bleibt es eben das Gleiche, was wir bisher hatten: Stillstand, Unfähigkeit, Selbstherrlichkeit, Selbstverliebtheit, ein Senat mit unsinnigen Ankündigungen.

  9. 86.

    Jeder muss für sich selber herausfinden, was "seinem Portemonnaie" gut tut. Bei den Schaffenden ist es meistens die liberale Fraktion. Vermutlich bei Ihnen auch.

  10. 85.

    "Und sie hat auch in Neukölln gezeigt, dass sie anpackt. " So? Womit denn? Unter ihrer Ägide fand eine beispiellose Terrorserie statt und Erfolge kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Nennen sie uns doch welche!

    "Und sie wäre ein Bollwerk gegen linksgrüne Träumereien."

    Von daher weht also der Wind. Wenn sie meinen. Jedenfalls ist Giffey kein "Bollwerk" gegen braune Umtriebe, s.o. Und wer von "linksgrün" faselt zeigt deutlich wo er steht.

  11. 84.

    Ihr Geschwafel lässt sich nur so erklären, dass sie ein Anhänger der rechtsextremen AfD sind, also schwafeln sie bitte nicht von " uns Demokraten". Anhänger der rechtsextremen AfD sind keine.

  12. 83.

    Ausgerechnet SIE geben eine klare Wahlempfehlung für die Grünen und Linken ab und stellen sich gegen die FDP und cDU?

    Zeichen und Wunder!

  13. 82.

    Die beste Nachricht ist doch dass die AfD nur 9% hat. Bitte immer weiter unter 5.

  14. 81.

    Bin fürSchwarz-Rot Hauptsache die Grünren werden endlich abgewählt , bevor wir wieder in der Steinzeit leben .

  15. 80.

    Reicht leider immer noch für RRG. Die haben doch Berlin wirklich nur geschadet. Wir Brandenburger sind zwar nicht viel besser dran, aber wenigstens sind die Linken raus. Hoffentlich schaffen das die Berliner auch.

  16. 79.

    Giffey fände ich jedenfalls tauglicher als alle anderen Kandidaten.
    Und sie hat auch in Neukölln gezeigt, dass sie anpackt.
    Und sie wäre ein Bollwerk gegen linksgrüne Träumereien.
    Dazu passt sie auch besser zu Berlin.

  17. 78.

    Ihrer Meinung möchte ich mich anschließen. Beweis für den "Einheitsbrei" sind ja die Prozente.... (der Umfragen). Jede Partei so um die 15 - 20%. Da funktioneren Zweierbündnisse leider nicht mehr. Mit derart fatalen Folgen, dass der eigentliche Wahlsieger mit bspw. 40% durch 3x 20% nicht zum Zuge kommt. Und es ist auch richtig: Keine(r) hat mehr den Mut, seine politischen Ziele klar zu benennen, aus Angst, ein social media bashing könnte hereinbrechen. Von daher: nur noch Mainstream Gefasel mit oben genannten Folgen in Verbindung mit zunehmender Wahlbeteiligungsabstinenz durch den Souverän.
    By the way: weiß jemand, ob es im Land Brandenburg noch eine FDP gibt? (man hört / liest null komma nix von denen)

  18. 77.

    Jetzt muss nur jeder wissen, wen Sie meinen. Unter der letzten Regierung - SPD/CDU - ging es meinem Portemonnaie nicht besser. Wobei den größten Einfluß auf mein Portemonnaie wohl die Bundespolitik hat - und da regierte die letzten Jahrzehnte in der Regel CDU/CSU zusammen mit FDP oder SPD.

    Also wenn mein Portemonnaie wählen könnte / dürfte, dann schon mal nicht die CDU und nicht die SPD.

  19. 76.

    Fakten sind keine Vorurteile! Lesen hilft :)
    https://www.stern.de/politik/deutschland/-fdp-und-cdu-kassieren-seit-2000-millionen-von-der-autolobby-7618892.html
    https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/bundestag-beschliesst-fristverlaengerung-zur-umsetzung-des-verbotes-der-betaeubungslosen-ferkelkastration

  20. 75.

    Jeder muss selbst wissen, wieviel im das eigene Portemonnaie wert ist. Wem das nicht so wichtig ist, wählt eher die Umverteiler, Anweiser, Forderer, Nehmenden. Wem es wichtig ist, der wählt eher die Schaffenden, Haushaltenden.

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