Dennis Hohloch (AfD), Foto: Dennis Hohloch
Audio: Antenne Brandenburg | O-Ton Dennis Hohloch | Bild: Dennis Hohloch

Sein Programm | Dennis Hohloch, AfD - Dennis Hohloch ist der jüngste Oberbürgermeister-Kandidat

Hätte er Zeit gehabt, wäre er in Chemnitz mitmarschiert, sagte er in einem Wahlkampf-Interview. Früher bei der SPD, ist Dennis Hohloch heute Vorsitzender der Jungen Alternative Brandenburg. Er ist mit 29 Jahren der jüngste der Potsdamer OB-Kandidaten.

80 Prozent aller Potsdamer Straßen sind sanierungsbedürftig – Schluss mit der Verteufelung des Autos!

Wahlkampfslogan von Dennis Hohloch, AfD

Der jüngste der sechs Oberbürgermeister-Kandidaten ist Geschichts- und Geografie-Lehrer an einer Spandauer Schule. Der 29-Jährige ist gebürtiger Potsdamer und wohnt in der Waldstadt. Seine Lebensgefährtin engagiert sich ebenfalls in der AfD, unterstützt seinen Wahlkampf.

Politisches Engagement

Hohloch ist Vorsitzender der Jungen Alternative in Brandenburg und Stadtverordneter für die AfD in Potsdam. Bis 2013 war er in der SPD. Flüchtlingspolitik und Migration sind nach seiner Aussage keine Schwerpunktthemen für ihn. Allerdings ist er der Meinung, die Stadtspitze habe die Integration Geflüchteter in Potsdam schöngeredet. Hohloch setzt sich für mehr Transparenz in der Verwaltung und bei städtischen Unternehmen ein, "um Bürgerbeteiligung einfach und schnell zu ermöglichen."

Eine Straßenbahn ist am 21.03.2017 in Potsdam (Brandenburg) unterwegs, im Hintergrund ist die Nikolaikirche zu sehen (Quelle: dpa/Hirschberger)
Bild: dpa/Hirschberger

Sein Ziel: mehr Straßen sanieren

Hohloch ist für ein ausgewogenes Verkehrskonzept, das auch das Auto mit einbezieht. Eine autofreie Innenstadt hält er für ideologische Politik und realitätsfremd. Er setzt sich daher für eine autofreundlichere Stadt, mehr Investitionen in das bestehende Straßennetz und für einen dritten Havelübergang ein. Um Staus und längere Fahrtwege zu vermeiden, fordert Hohloch, verkehrberuhigte Straßen für den Durchgangsverkehr wieder zu öffnen. Außerdem will er den öffentlichen Nahverkehr stärker fördern und das Radwegekonzept ausbauen. Im Falle seiner Wahl möchte Hohloch mit den Umlandgemeinden einen Runden Tisch zum Thema städteübergreifender Verkehr und Wohnen einrichten.

Wohnungsbau in der Potsdamer Speicherstadt (Quelle: Imago/Koserowsky)
Bild: Imago/

Sein Ziel: Wohnungsbau für alle sozialen Schichten

Die Forderung nach massivem sozialem Wohnungsbau übertüncht laut Hohloch die Fehler aus der Vergangenheit. Er sei für Konzepte, die eine gute soziale Mischung gewährleisten – damit eine Gemeinschaft "quer durch alle sozialen Schichten in einem Quartier" leben könne. Hohloch wünscht sich dafür einen Modellversuch nach dem Vorbild München: ein Drittel Sozialwohnungen, ein Drittel konzeptioneller Mietwohnungsbau für mittlere Einkommen und ein Drittel für den freien Wohnungsbau mit Eigentumswohnungen und Mietwohnungen – je nach Ambitionen des Bauherren. Bei Ausschreibungen von öffentlichen Flächen sollte nach Vorstellung von Hohloch generell auf das Höchstgebotsverfahren verzichtet und nach dem Verkehrswert verkauft werden. Der AfD-Politiker lehnt ein teures Kreativzentrum in der Innenstadt ab.

Grundschülerinnen in Potsdam auf ihrem Weg zur Schule (Quelle: dpa/Hirschberger)
Bild: dpa/Hirschberger)

Sein Ziel: längere Kita-Betreuung finanzieren

Hohloch spricht sich für die beitragsfreie dritte Betreuungsstufe in den Potsdamer Kitas – für eine Betreuungszeit von bis zu zehn statt 7,5 Stunden pro Tag und Kind – aus, wenn sie finanziell gedeckt ist. Denn für ihn sei die Kitabetreuung "eine Grundlage für die Arbeitsfähigkeit von Eltern".

Infos im Netz

Alle Kandidatinnen und Kandidaten

  • Janny Armbruster will "Potsdam vereinen"

  • Lutz Boede will sich "hartnäckig und transparent" engagieren

  • Mike Schubert will "Stadtentwicklung mit Augenmaß"

  • Martina Trauth will "Bürger stärker einbeziehen"

  • Götz Friederich will "Wirtschaft zur Chefsache machen"

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.09.2018, 14.00 Uhr

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