Janny Armbruster (Bündnis 90/Die Grünen), Foto: Karoline Wolf
Audio: Antenne Brandenburg | O-Ton Janny Armbruster | Bild: Karoline Wolf

Ihr Programm | Janny Armbruster, Grüne - Janny Armbruster will "Potsdam vereinen"

Vor 20 Jahren hat sie Berlin den Rücken gekehrt und ist seitdem Potsdamerin. Janny Armbruster von den Grünen sagt: "Die Stadt gehört uns allen". Sie will Konflikte zwischen Alt- und Neubürgern, Abgehängten und Wohlhabenden aus dem Weg räumen.

Janny Armbruster stammt aus Berlin und wohnt seit fast 20 Jahren in Potsdam. Die 55-Jährige bezeichnet sich selbst als "leidenschaftliche Potsdamerin". Im Osten geboren und aufgewachsen, arbeitet Armbruster seit mehr als 30 Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit – seit 1998 für die Universität Potsdam. Dort setzt sie sich nach eigenen Angaben für Potsdam als Wissenschaftsstadt ein.

Mein Programm heißt Potsdam.

Wahlkampf-Slogan von Janny Armbruster, Grüne

Politisches Engagement

Seit 2014 ist Armbruster Mitglied in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung. Sie möchte, dass die Stadt ein friedvoller Ort ist, "tolerant, weltoffen und sozial gerecht". Sie wolle Potsdam "aus alten Grabenkämpfen herausführen, die zwischen Alt- und Neubürgern oder Abgehängten und Wohlhabenden" vielfach zu spüren seien. Die Stadt gehöre allen, so Armbruster. Auch Klima- und Naturschutz gehören für sie zum Programm.

Eine Straßenbahn ist am 21.03.2017 in Potsdam (Brandenburg) unterwegs, im Hintergrund ist die Nikolaikirche zu sehen (Quelle: dpa/Hirschberger)
Bild: dpa/Hirschberger

Ihr Ziel: mehr Radwege und Tempo-30-Zonen

Die Grünen-Politikerin will Potsdam durch weniger Verkehr attraktiver machen und sich für eine autofreie Innenstadt einsetzen. Damit die Potsdamer umweltfreundlicher unterwegs sein können, möchte sie etwa das Radwegenetz und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen – vor allem im Norden und den Ortsteilen. Außerdem plant Armbruster, im Falle ihrer Wahl weitere Tempo-30-Zonen einzurichten sowie ein Bürgerticket einzuführen, das gleichzeitig für Parks und den ÖPNV gelten soll. In einem Zwischenschritt sollen nach Vorstellung von Armbruster ein Schülerticket und ein Jobticket für Rathausangestellte eingeführt werden. Für Pendler wünscht sie sich eine intelligente Kombination verschiedener Verkehrsmittel im Nahverkehr.

Wohnungsbau in der Potsdamer Speicherstadt (Quelle: Imago/Koserowsky)
Bild: Imago/

Ihr Ziel: ganzheitliche Stadtentwicklung

Nachdem Potsdam sich jahrelang mit der Stadtmitte beschäftigt habe, müsse der Fokus jetzt mehr auf den Kiezen liegen, meint die Kommunalpolitikerin. Lebendige und sozial durchmischte Stadtteile sind Armbrusters Ziel. Dabei sollten die Charaktere der unterschiedlichen Stadtteile bewahrt und gleichzeitig neu und alt miteinander verbunden werden. Die Stadtentwicklung will Armbruster ganzheitlich angehen: Stadträume müssten für vielfältige und erschwingliche Wohnformen, hochwertige und umweltschonende Arbeitsplätze, für Bildung und für soziale und kulturelle Einrichtungen integriert entwickelt werden.

Grundschülerinnen in Potsdam auf ihrem Weg zur Schule (Quelle: dpa/Hirschberger)
Bild: dpa/Hirschberger)

Ihr Ziel: mehr Wissenschaft und Forschung

Der bereits beschlossene Entwicklungsplan mit neuen Schulen und Kitas ist laut Armbruster der richtige Weg – auch wenn er ihrer Meinung nach früher hätte kommen müssen. Mit dem Bau neuer Schulen und Kitas allein ist es nach Ansicht von Armbruster nicht getan: Sie will, dass sich Schulleiter und Lehrer an modernen pädagogischen Konzepten orientieren und auch in Kitas hohe Qualitätsstandards gelten. Die Wissenschaftsstadt Potsdam solle weiter wachsen. Wissenschaft und Forschung sind ihrer Ansicht nach ein Faktor in der Stadtentwicklung, damit Wirtschaft und Stadt "auf vielfältige Weise profitieren".

Infos im Netz

Alle Kandidatinnen und Kandidaten

  • Martina Trauth will "Bürger stärker einbeziehen"

  • Lutz Boede will sich "hartnäckig und transparent" engagieren

  • Mike Schubert will "Stadtentwicklung mit Augenmaß"

  • Dennis Hohloch ist der jüngste Oberbürgermeister-Kandidat

  • Götz Friederich will "Wirtschaft zur Chefsache machen"

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.09.2018, 14.00 Uhr

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