Mike Schubert (SPD), Foto: Mike Schubert
Audio: Antenne Brandenburg | O-Ton Mike Schubert | Bild: Mike Schubert

Sein Programm | Mike Schubert, SPD - Mike Schubert will "Stadtentwicklung mit Augenmaß"

Mit seinem Zukunftsprogramm setzt Mike Schubert im Wahlkampf auf eine behutsame Stadtentwicklung. Der Parteigenosse von Noch-Oberbürgermeister Jann Jakobs will auf dessem Erreichten aufbauen und sich wieder mehr um die Wohngebiete kümmern.

Der gebürtige Schwedter Mike Schubert kam im Alter von zwei Jahren nach Potsdam. Der gelernte Einzelhandelskaufmann hat Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften studiert. Er ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von zehn und sieben Jahren. Die Familie lebt in Golm.

Entschieden für Potsdam

Wahlkampf-Slogan von Mike Schubert, SPD

Politisches Engagement

Schubert arbeitet als Beigeordneter für Soziales, Gesundheit, Jugend und Ordnung für die Stadt Potsdam. In die SPD ist er 1995 eingetreten. Als Oberbürgermeister will er auf die Arbeit seiner SPD-Vorgänger aufbauen und Fehler korrigieren. Nach eigener Aussage ist ihm Dialog wichtig – "gemeinsam mit den Akteuren und nicht über ihre Köpfe hinweg".

Eine Straßenbahn ist am 21.03.2017 in Potsdam (Brandenburg) unterwegs, im Hintergrund ist die Nikolaikirche zu sehen (Quelle: dpa/Hirschberger)
Bild: dpa/Hirschberger

Sein Ziel: ein Verkehrskonzept mit Potsdam-Mittelmark

Den öffentlichen Nahverkehr möchte Schubert ausbauen, um den Verkehr in der Stadt zu vermindern. Schon bei der Planung von Stadtteilen sollten kurze Wege – etwa zu Kita oder Schule – eingeplant werden, so Schubert. Mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg will er im Falle seiner Wahl über die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets verhandeln. Das Tram- und Bahnnetz sollte nach seiner Vorstellung in die Ortsteile erweitert und ein weiterer Schienenstrang nach Berlin geprüft werden. Mit Brandenburg an der Havel und den Gemeinden in Potsdam-Mittelmark will Schubert ein gemeinsames Regionalverkehrskonzept entwickeln. Radwege möchte er ausbauen und die Sicherheit erhöhen.

Wohnungsbau in der Potsdamer Speicherstadt (Quelle: Imago/Koserowsky)
Bild: Imago/

Sein Ziel: mehr sozialer Wohnungsbau

Die Quote für sozialen Wohnungsbau will Schubert bei allen Neubauprojekten für private und kommunale Unternehmen von 20 auf 30 Prozent erhöhen. Außerdem sollen städtische Flächen nicht mehr ohne Bedingungen verkauft werden. Stattdessen sollen Genossenschaften und das städtische Immobilienunternehmen Pro Potsdam nach Vorstellung von Schubert Vorrang bei der Vergabe von Wohnflächen haben. An ihre Grundstücke angrenzende städtische Rand- und Splitterflächen sollen zudem kostenlos auf sie übertragen werden können, sofern sie für sozialen Wohnungsbau genutzt werden. Zudem möchte Schubert die Mietpreisbremse verstärken: So solle das städtische Unternehmen Pro Potsdam nur noch acht statt elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieter umlegen dürfen.

Grundschülerinnen in Potsdam auf ihrem Weg zur Schule (Quelle: dpa/Hirschberger)
Bild: dpa/Hirschberger)

Sein Ziel: mehr städtische Kitas

Ausreichend Kita- und Schulplätze soll es aus Sicht Schuberts in Wohnortnähe geben – auch eigene städtische Kitas. Das Jugendamt will er neu ausrichten und auf die wachsende Bevölkerung einstellen. Die Fachbereiche Jugendhilfe und Schule will er zur besseren Abstimmung zusammenlegen. Mit Hilfe eines Kita-Portals sollen Kita-Plätze schneller und transparenter vermittelt werden. Die Bauzeiten für Schulen möchte Schubert verkürzen. Dabei will der SPD-Politiker auf Typen-Bauweise statt auf Container setzen.

Infos im netz

Alle Kandidatinnen und Kandidaten

  • Janny Armbruster will "Potsdam vereinen"

  • Lutz Boede will sich "hartnäckig und transparent" engagieren

  • Martina Trauth will "Bürger stärker einbeziehen"

  • Dennis Hohloch ist der jüngste Oberbürgermeister-Kandidat

  • Götz Friederich will "Wirtschaft zur Chefsache machen"

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