Umfrage und Polittalk - Wähler in Deutschland verspüren starke Wechselstimmung

Menschen in Berlin (Quelle: dpa/Ben Kriemann)
dpa-Symbolbild/Ben Kriemann
Bild: dpa-Symbolbild/Ben Kriemann

Nahezu zwei Drittel der Menschen in Deutschland wünschen sich einen umfassenden Regierungswechsel. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Am Montagabend diskutierten darüber Annalena Baerbock und Olaf Scholz in einer rbb-Sendung.

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ist für einen politischen Wechsel im Land. Das geht aus einer repräsentativen Befragung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung für rbb und Süddeutsche Zeitung hervor.

In der Umfrage, die vom Allensbach-Institut durchgeführt wurde, erklärten 61,5 Prozent der Befragten, es wäre gut, wenn die Bundesregierung in Berlin wechseln würde. Das sind so viele wie seit 30 Jahren nicht mehr.

67,2 Prozent sprachen sich für eine deutlich andere Politik in vielen Bereichen aus. An erster Stelle wurden dabei der Umwelt- und Klimaschutz sowie die Flüchtlings- und Integrationspolitik genannt; gefolgt von Rente, Bildung und Bekämpfung der Corona-Pandemie. Befragt wurden 1.028 Frauen und Männer ab 16 Jahren aus allen Bundesländern.

Baerbock und Scholz diskutieren im rbb-Fernsehen

Um die politische Stimmung im Land ging es auch am Montagabend in der rbb-Fernsehsendung "Polittalk aus der Hauptstadt - Wer schafft's ins Kanzleramt?". Dabei trafen die Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock und ihr SPD-Konkurrent Olaf Scholz erstmals seit ihrer Benennung als Kanzlerkandidaten ihrer Parteien in einem Talk aufeinander.

Nahezu zwei Drittel der Menschen in Deutschland wünschen sich einen umfassenden Regierungswechsel. (Quelle: rbb24/Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bertelsmann Stiftung )

Mehrheit wünscht sich für viele Bereiche einen Neustart

In der Umfrage gaben knapp zwei Drittel (61,5 Prozent) der Befragten an, dass sie sich in vielen Bereichen eine anderen Politik wünschten als die der bisherigen Bundesregierung. Lediglich 14 Prozent der Befragten setzten auf eine Fortsetzung der Politik der aktuellen Regierung.

Rund die Hälfte der Befragten (51 bis 54 Prozent) wünschen sich dabei einen politischen Neustart in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Flüchtlingspolitik und Integration, Bildung, Bekämpfung der Corona-Pandemie und Wohnen.

Sendung: rbb-Fernsehen, 17.05.2021, 21:00 Uhr

64 Kommentare

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  1. 64.

    Ich weiss nicht, ob sie sich das vorstellen können, aber sie könnte auch was im Köpfchen haben - und es würde auch reichen, wenn der Muff der letzten Jahrzehnte aus dem hohen Haus gepustet wird. Ein "Aha"-L Effekt wäre doch was Gutes.

  2. 63.

    "Es rettet uns kein höh'res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun!"

    Oder wenn ihnen Texte von Karat lieber sind: "Uns hilft kein Gott, unsere Welt zu erhalten" :-D

    Karat : Der blaue Planet

  3. 61.

    Gott behüte mich vor den Grünen !!!

  4. 60.

    Ihre dummen Angriffe können nicht darüber hinwegtäuschen dass Sie keinerlei Argumente besitzen. Sie können sich ja noch einmal melden wenn Sie über welche verfügen, bis dahin würde ich Sie bitten Ihre dummen Angriffe einzustellen.

    Die Nettiquette wird hier eher nach Gutdünken durchgesetzt. Wie beschrieb es letztens jemand so treffend? Beim RBB zeigt man sich rechtsoffen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

  5. 59.

    Diese Dame wird keinen frischen Wind unter die Talare bringen. Und was macht Sie so sicher das sie nicht unter Politikverkrustung leidet. Sie ist bestimmt nicht durch Nettigkeiten so hoch gekommen .

  6. 58.

    Mal vorsichtig zwischengefragt: Sind Mitglieder einer Partei keine "Bürger aus dem Volke"? Die Unterscheidung in "Volksgenossen" (VG) und "Parteigenossen" (PG) sollte seit 1945 endgültig überwunden sein. Ebenso wie die dümmliche Diffamierung von angeblichen "Altparteien" durch die Wut- und Hutbürger vom rechten Rand.

  7. 57.

    Gut, dass sie die OECD Studie ansprechen: Demnach sind ein gewichtiger Faktor in Deutschland: die Sozialabgaben. Nun sind genau diese jedoch gedeckelt ... wer mehr als die Beitragsbemessungsgrenze verdient, zahlt prozentual einfach immer weniger seines Einkommens hierfür. Was dann eigentlich ganz gut in die Reihe der von mir gegebenen Beispiele passt.

    Wer hier einfach alle Menschen in einen Topf wirft und einen Durchschnitt bildet, verschweigt bewusst, dass sich ein leistungsstarker Teil der Bevölkerung nicht ganz sich leistungswillig zeigt.

  8. 56.

    Welcher Politiker hat denn bisher vor einem Wahlkrampf konkrete Ansagen gemacht, gar versprochen. Im letzteren Fall hat man sich eben versprochen. Das gilt, so glaube ich, unabhängig von irgendwelchen "Parteifarben".
    Frau Bearbock könnte ich mir als Kanzlerin gut vorstellen. Der fehlt was ... nämlich diese Politikverkrustung ... und wenn in diesem Land eine "Altherrenriege" vor etwas Bammel hat, ist es frischer Wind. Mal wieder richtig durchlüften den Laden. Sie wissen schon, das Ding mit dem Muff und den Talaren.

  9. 55.

    Wenn Sie sagen: "Und solchen Dillettanten wollen sie wichtige Entscheidungen überlassen?" - dann vermute ich Sie schließen von sich auf andere? Oder worauf Füssener ihe Kommentare fachlich, die Sie hier immer so zum Besten geben?

  10. 54.

    Gut erkannt, der Bürger aus PM hat immer nur das eine Thema, wobei er der Community immer noch die Antwort schuldig ist, auf welchem Erfahrungsschatz seine Fachexpertise beruht.

  11. 53.

    Leider der falsche Weg- Fakt ist:
    Die höchsten Steuern und Abgaben: Deutschland ist Weltmeister!

    Eine neue Studie der OECD, die jährlich die Steuer- und Abgabenlast unter ihren Mitgliedstaaten vergleicht, zeigt allerdings: Deutschland ist bei Steuern und Abgaben schon jetzt Weltmeister.

    Als in Frankreich die Wohlhabenden dann reihenweise ins Ausland umgezogen sind, hatte die französische Regierung begriffen, dass noch mehr Umverteilung dem Staat insgesamt mehr schadet als nützt.

  12. 52.

    Schauen wir, in welche Richtung "Umverteilung" in den letzten Jahren ablief... Spitzensteuersatz gesenkt, Vermögenssteuer nicht erhoben, Abgeltungssteuer anstelle persönlichem Steuersatz auf Kapitalgewinne ... man kann verstehen, warum es einem "Normalverdiener" wenig Spass macht, Geld zu verdienen ... hat er doch davon in der Regel wenig. Und was hat die Linkspartei mit diesen geänderten Rahmenbedingungen zu tun hat .... nichts.

    Zeit, dass sich etwas ändert.

  13. 51.

    Das war ja eine spannende Diskussion zwischen einem Bedeutungslosen und einer Studiengängebeschönigin. Ich vermisste die Kobolde und den Hinweis auf die Speicherung von Strom im Netz.
    Na ja, für das rauschende Beklatschen fungiert ja als Erklärbär der Bürger aus PM.

  14. 50.

    Mal ehrlich 16 Jährige gefragt die stehen doch noch unter dem Pantoffeln der Lehrer die wissen doch eigentlich nichts von Politik außer was man ihnen mit Gewalt und fehlerhaft in der Schule eintrichtert. Ehrlich gesagt es wird Zeit das die Deutschen mal nachdenken, was in Ihrer Scheindemokratie in den letzten 70 Jahren so ablief. Bisher sind doch alle Partein durch das Raster der Wähler gefallen. Das es er zu vermuten ist, dass so wie in vielen anderen EU Länder die Wahlbeteiligung ( 39%) im Keller sein könnte.

  15. 49.

    Ich sprach von links - und rechtsextremen Ansichten, was haben die Anliegen der Mieter damit zu tun?
    Konstruieren Sie hier eine Unterstellung, damit Sie Gelegenheit bekommen einen auswendig gelernten Satz wieder mal an die Leser zu bringen.

  16. 48.

    Sie beten beide hier das Parteiprogramm der rechtsextremen AfD herunter. Wenn ich mir deren Wählerschaft ansehe, dann bin ich heilfroh dass wir keine "direkte Demokratie" haben, so wie sich das die Rechtsextremen vorstellen.

  17. 47.

    Not und Elend

  18. 46.

    Bin auch dafür. Linke und SPD endlich raus. Alles teurer machen und verbieten Partei weg. Das kann man auch mit Anreizen regeln.
    Frage mich warum sind da nur Baerbock und Scholz denen die Moderatoren nette Vorlagen zum antworten vorlegen. Was soll uns denn das unterschwellig vermitteln?

  19. 45.

    "Aber keine Angst, diese Veränderung wird es nicht geben, weil es viel zu viele Bedenkenträger gibt, die Angst vor Volkes Stimme haben. Die Gesellschaft gemeinsam gestalten, das wäre dann doch wohl für den ein oder anderen zu viel."
    Genauso ist es!
    Wir schaffen es im 21. Jahrh. ja noch nicht einmal darüber zu DISKUTIEREN uns z.B. dem Schweizer System der Volksabst. Schritt für Schritt anzupassen, den Bundespräs. vom Volk wählen zu lassen, die Amtszeiten von Ministerpräs. und Bundeskanzler zeitlich zu begrenzen usw. usw.!
    Es gäbe viele Möglichkeiten auf mehr Bürgerbeteiligung aber auch ich befürchte das so etwas leider nicht gewollt ist.

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