Bundestagswahl - Brandenburger Grüne ziehen mit Baerbock in den Wahlkampf

Archivbild: Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Grünen Bundesvorstands. (Quelle: dpa/M. Kappeler)
Video: Brandenburg Aktuell | 17.04.2021 | Hanno Christ | Bild: dpa/M. Kappeler

Die Brandenburger Grünen haben Bundesparteichefin Annalena Baerbock auch in ihrem Land zur Spitzkandidatin gemacht. Die 40-Jährige wurde mit nur einer Gegenstimme auf Platz eins der Landesliste gewählt. In ihrem Wahlkreis trifft sie auf namhafte Gegner der Parteikonkurrenz.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock tritt als Bundestags-Spitzenkandidatin ihrer Partei in Brandenburg an.

Die 40-Jährige wurde am Samstag beim Landesparteitag auf Platz eins der Landesliste gewählt. Sie bekam 106 Stimmen und nur eine Gegenstimme, wie ein Parteisprecher mitteilte. Zwei Delegierte enthielten sich. Als Direktkandidatin tritt sie zudem im Potsdamer Wahlkreis 61 gegen SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz an.

Baerbock mit großer Anerkennung für die Leistungen in der Pandemie

In ihrer Bewerbungsrede hatte Baerbock betont, in der Corona-Pandemie sei eine neue Politik in Deutschland nötig. "Wichtig für unser Land ist starker Zusammenhalt und soziale Daseinsvorsorge." Baerbock verwies auf den großen Einsatz der Pflegekräfte in den Krankenhäusern: "So wie die Menschen in der Pandemie über sich hinauswachsen, muss auch die Politik über sich hinauswachsen."

Entscheidung über Kanzlerkandidatur am Montag

Am Montag wollen die Grünen bekannt geben, ob sie Baerbock oder Co-Chef Robert Habeck ins Rennen um die Kanzlerschaft schickt. Bei der Landesdeligiertenkonferenz rief die Brandenburger Grünen-Chefin Julia Schmidt die Partei vorab zum Zusammenhalt auf: "Natürlich haben wir zwei, die es können", sagte Schmidt am Samstag. "Liebe Annalena, lieber Robert, egal wie die Entscheidung ausgeht - wir stehen hinter Euch!"

Schmidt ging in ihrer Rede hart mit dem Koalitionspartner SPD in Brandenburg ins Gericht. Die rot-schwarz-grüne Kenia-Koalition in Brandenburg sei 2019 mit großer Gemeinsamkeit gestartet, sagte sie. "Nun hat die SPD den Schalter Richtung Wahlkampf umgelegt", kritisierte Schmidt. "Seit Wochen werden die Angriffe immer härter." Sie forderte die SPD unter Ministerpräsident Dietmar Woidke auf, wieder zur Gemeinsamkeit zurückzukehren, um die Corona-Pandemie gemeinsam erfolgreich zu bekämpfen.

Sendung: Inforadio, 17.04.2021, 17:00 Uhr

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36 Kommentare

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  1. 36.

    Ich kann Ihre Auffassung nicht teilen, denn Ahnung vom Wirtschaftsleben sollte man schon haben, wenn man die richtigen Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Entwicklung treffen will. Dies gilt genauso für die Bereiche Bildungs- und Sozialpolitik und Gesundheitspolitik. Wie notwendig dies in der gesundheitspolitik ist, hat Frau Nonnemacher gerda demonstriert oder besser nicht gezeigt. Bei der Sozialpolitik muss ich bei Entscheidungen schon die Lebensumstände der Bevölkerung und nicht nur der Akademiker kennen. In der Verteidigungspolitik sollte ich wissen wie die Truppe tickt. Allein mit der der Kompromissfähigkeit komme ich daicht weit. Wie die Kompromisse wirken haben wir die letzten Jahre erlebt, da wäre sehr oft klare Führung ohne Komromisse nötiger gewesen.
    Ein Parlamentarier oder Politiker, die aus dem normalen Leben kommt und keine Karriere Schule, Hörsaal, Plenarsaal hat, ist mir lieben, denn der kennt die Umstände der Leute über die er Entscheidungen treffen mus.

  2. 35.

    Sie sagen es selbst, Berufspolitiker. Was ist daran so schwer zu verstehen? Politikwissenschaften prädestiniert geradezu für diesen Job. Und praktische Erfahrungen in der freien Wirtschaft muss niemand haben. Politik ist gänzlich anders. Da geht es auch um Kompromissfähigkeit. Man muss auch mit dem politischem Gegner umgehen können usw. ... Also ein Manager aus der freien Wirtschaft könnte da komplett scheitern. Abgesehen davon sind die Grünen nunmal eher akademisch ausgerichtet. Schauen Sie sich die Mitglieder an.

  3. 34.

    Studienabbrecher haben sie in Hülle und Fülle und dazu noch Berufspolitiker, die noch nie in der freien Wirtschaft ihr Geld verdienen mussten.
    Mit einem Politik-, Soziologie- oder Philosophiestudium kommt man in der freien Wirtschaft nicht ganz an die Spitze, anders als in der Politik!

  4. 33.

    Also ich kann nicht sagen, dass mir Baerbock total unsympathisch wäre, aber das Programm der Grünen ist für mich absolut inakzeptabel.
    Egal ob bei Asyl, Russland, USA, innere Sicherheit, Wohnungsbau, Schule, Soziales, Wirtschaft, Justiz, Militäreinsätze usw. sind sie für mich völlig indiskutabel.
    Ebenso fällt es mir schwer, mir Baerbock auf internationaler Bühne vorzustellen.
    Dazu so wirre Meinungen von links wie Atomkraftwerke in Deutschland aus- und im Iran anschalten.
    Und die Doppelmoral bei sämtlichen Themen vieler Grünen-Wähler geht mir auch auf den Sack (selbst Vielfliegen + Anderen Verbrennungsmotor verbieten)

  5. 32.

    Die CDU tut gerade alles das Ihr Wunsch in Erfüllung geht.....grins.
    Der Muff der letzten 16 Jahre muss weg, wird er ob mit oder ohne CDU.

  6. 30.

    Hoffentlich ziehen die Grünen nicht ins Kanzleramt. Das würde eine Katastrophe werden. Deutschland hat schon zu viele Ökos.

  7. 29.

    Oder Spendenbarbie- wenn ihr im Parlament widersprochen wird, rennt sie bestimmt schmollend raus. So wie im Interviews.

  8. 28.

    Seltsamerweise haben die Grünen die meisten Studierten Politiker und die meisten Wähler mit Hochschulabschluss. Nur die Alternative für De**n verbreitet die Lüge dass es anders ist.

  9. 26.

    Wenn ich hier so die Kommentare lese (mal abgesehen von einem, da zu schlicht für mich) dann wundere ich mich, wie die gut 20% aus diversen Umfragen zustande kommen. Aber es ist ja bekannt, schon 2017 gab es nach der Umfrage-Euphorie nur magere 8,9% für die GRÜNEN mit denen man sich einbildete, die Lausitz platt zu machen. Zum Glück ist das (noch)nicht passiert, Dank FDP. Mir graust es persönlich sehr, denke ich da an medienpräsente GRÜNE. Wie "erfolgreich" GRÜN in Brandenburg ist, wurde hier auch schon erwähnt. Nur der Wähler hat es tatsächich in der Hand, durch ein wohlüberlegtes Kreuz auf dem Wahlzettel, Bedenkliches zu verhindern. Als EX-DDRler habe ich persönlich eine Phobie gegen Bevormundung ,Gängelei und eine Verbotspolitik. RRG in Berlin reicht eigentlich, finde ich.

  10. 23.

    Baerbock oder Habeck ins Kanzleramt ......Gott steh uns bei !
    Dann können wir uns warm anziehen !

  11. 21.

    Annalena ist die richtige Frau als Kanzlerin. Solche Menschen sind uns allen ein Vorbild.

  12. 20.

    Mit Freiwilligkeit und Einsicht hat es ja die letzten vierzig Jahre auch besonders gut geklappt.

  13. 19.

    Super formuliert, mehr gibt es nicht zu sagen. Dann gehen wir ins nächste Desaster.

  14. 18.

    Herrlich die Grünen Basher hier....da scheinen die doch einiges richtig zu machen.
    Zugegeben, Frau Nonnemacher hat bisher nicht geglänzt.

  15. 17.

    "Wir brauchen endlich ideologiefreie Realpolitiker die sich der Probleme annehmen"

    Sind nicht in Sicht. Die Konservativen haben die letzten Jahrzehnte die Probleme ignoriert und sind der neoliberalen Ideologie verfallen, der auch die "Liberalen" anhängen. Bei den Rechten steht die Ideologie über alles und mangelt es an Inhalten. Und die Linken haben auch keine "ideologiefreien Realpolitiker".

    Aber vielleicht ist auch die Wählerschaft das Problem. Das von Ihnen erwähnte Hamsterrad, das dazu führt, dass man nach unten tritt und nach oben buckelt.