Bundestagswahl 2021 - Berliner Grüne machen Lisa Paus zu ihrer Spitzenkandidatin

Lisa Paus (Bündnis 90/ Die Grünen) spricht am 21.03.2021 beim Abschluss der Landesdelegiertenkonferenz im Merkur Hotel MOA. Sie führt die Berliner Bundestagsliste an.
Audio: Inforadio | 21.03.2021 | Jan Menzel | Bild: dpa/Annette Riedl

Mit Lisa Paus auf Listenplatz eins ziehen die Berliner Grünen in den Bundestagswahlkampf. Sehr klar sprachen sich die Delegierten für die langjährige Bundestagsabgeordnete als Spitzenkandidatin aus. Ebenfalls oben auf der Liste: Stefan Gelbhaar und Renate Künast.

Die Berliner Grünen ziehen mit Lisa Paus als Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf.

Bei der Landesdelegiertenversammlung der Partei am Sonntag entfielen 137 von 140 abgegebenen Stimmen auf die 52-Jährige. Paus hatte keine Gegenkandidaten, es gab drei Enthaltungen.

Gelbhaar auf Listenplatz zwei, dann Renate Künast

"Das ist ein Traumergebnis", sagte Paus am Sonntagvormittag beim Parteitag in der Hauptstadt. Sie sitzt seit 2009 im Bundestag und ist dort Obfrau und Mitglied im Finanzausschuss.

Auf Listenplatz zwei landete der Bundestagsabgeordnete Stefan Gelbhaar, auf dem dritten Platz steht die frühere Agrarministerin Renate Künast. Künast sitzt seit 2002 im Parlament und war bis 2013 langjährige Fraktionschefin im Bundestag. In ihrer Ansprache hatte sie sehr deutlich die Richtung des Wahlkampfes der Partei angezeigt, denn die Rede richtete sich in vielen Punkten klar gegen die Politik von CDU und CSU.

In Deutschland wird am 26. September ein neuer Bundestag gewählt. Bei der zurückliegenden Wahl 2017 hatten vier Berliner Grüne den Sprung in den Bundestag geschafft. Paus, Künast und Gelbhaar gelang das über die Landesliste und Canan Bayram holte das Direktmandat im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost. Hält der Umfrage-Höhenflug der Partei an, könnten es bei der nächsten Wahl deutlich mehr Abgeordnete werden.

Mutlu weist auf Diversität hin und unterliegt Laura Dornheim

Für Kritik hatte im Vorfeld der Wahl gesorgt, dass die Grünen mit einem wenig diversen, weißen Team antreten wollen. Beim Kampf um Listenplatz 6 legte dann auf der Konferenz der ehemalige Bundestagsabgeordneter aus Mitte, Özcan Mutlu, den Finger in die Wunde, als er die Delegierten daran erinnerte, dass die Grünen doch immer Diversität fordern und deshalb bei diesen Parteitag und bei dieser Listenaufstellung unter besonderer Beobachtung stehen.

Mutlu unterlag dann im Rennen um diesen Listenplatz Laura Dornheim, die sich selbst als Feministin charakterisiert und in ihrer politischen Arbeit auf das Digitale als Schwerpunktthema setzt.

Sendung: Inforadio, 21. 3. 2021, 16.20 Uhr

Mit Informationen von Jan Menzel

12 Kommentare

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  1. 12.

    Über Leute die man nicht kennt kann man doch im Netz informieren.

  2. 11.

    Für mich ist das Wahlbetrug wenn irgendwelche Wahlkreisfremdlinge vor der Wahl in Wahlkreisen postiert werden, die als sicher gelten um sie so in irgendwelche Land- oder Bundestage zu hieven, die sie sonst so in ihrem Wahlkreis (wenn sie überhaupt einen haben) nicht bekommen hätten.
    Das konterkariert den Sinn und Zweck von Wahlen.
    Soviel mal wieder zu demokratischen Parteien.

  3. 10.

    Jedes Volk verdient das was es wählt. Und wenn der Wähler das Martyrium einer rot,rot ,grünen Regierung auch noch braucht bitte ! Ich hätte es mir nicht träumen lassen das der real existierende Blödsinn noch einmal von faulen,dummen und sozial degenerierten Individuen installiert werden darf. Es läuft auf eine neue Form von Maoismus hinaus. Wer einen höheren IQ wie diese Rot-grünen Protagonisten hat ,was nicht schwer ist, ist Querdenker oder Nazi .Und wenn das nicht funktioniert dann wird sexuelle Abartigkeit oder Alkoholmissbrauch angedichtet.

  4. 9.

    Ohne Gegenkandidat nimmt man dit was man hat! Dit is ja einfach!

  5. 8.

    5 Millionen Arbeitslose - war das vor oder nach der Aussage unseres Wirtschaftsminister Altmaier: "Kein einziger Arbeitsplatz geht wegen Corona verloren."

  6. 7.

    Das ist jetzt fast zwei Jahrzehnte her. Die in dieser Zeit vier regierenden Parteien haben daran nicht nur nix geändert, sondern es teilweise verschlimmert.

  7. 5.

    Noch mal Grüne in der Bundesregierung werden nicht benötigt.
    - Senkung Spitzensteuersatz von 53 auf 42%
    - Senkung des Rentenniveaus
    - Einführung von HartzIV
    - Bundeswehr im Ausland
    - 5 Mio. Arbeitslose

  8. 4.

    Sehr traurig. Offenbar gibt es bei den Grünen in Berlin nur noch Migrant*innen aus anderen deutschen Bundesländern, denen sichere Listenplätze zugetraut werden. In meinem Kiez sind immer noch ca. 30% nicht wahlberechtigt :(

  9. 3.

    ich kenn die nicht, also negativ aufgefallen isse schon mal nicht... damit besser als all die anderen, die jetzt die regierung stellen... hm.... erfolgsrezept???

  10. 2.

    Habe gerade ein bißchen in der Eigendarstellung der Dame in https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/P/paus_lisa-522568 geblättert. In der Volkswirtschaft gearbeiteet hat die Diplom-Volkswirtin bisher nicht. Ausschließlich als Berufspolitikerin und dort adjunkten Tätigkeiten.

  11. 1.

    ..na mal gucken, was Renate diesmal raushaut!