Bundestagswahl - Scholz soll Spitzenkandidat der SPD in Brandenburg werden

Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, kommt zur Verleihung des M100 Media Award. Quelle: Soeren Stache/dpa
Bild: Soeren Stache/dpa

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz soll nach dem Willen des SPD-Landesvorstandes Spitzenkandidat seiner Partei in Brandenburg werden. Das teilte das Gremium am Samstag nach einer Klausur mit. Dabei wurde die Liste mit dem Vorschlag der zehn nominierten Bewerberinnen und Bewerber für die Bundestagswahl 2021 vorgelegt. Sie soll von einer Delegiertenversammlung am 2. Mai abschließend beraten und beschlossen werden.

Für die Liste sind sechs Frauen und vier Männer nominiert. Der kommissarische Generalsekretär der Brandenburger SPD, David Kolesnyk, betonte die Ausgewogenheit der vorgeschlagenen Kandidaten. Unter ihnen seien eine Richterin, ein IT-Spezialist, eine Wissenschaftsmanagerin, eine Lehrerin und ein Kfz-Betriebswirt. Der Vorschlag sei auch ein Signal der Geschlossenheit, sagte Kolesnyk.

"Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten können Wahlen gewinnen, wenn sie zusammenstehen und mit Personal antreten, dem die Menschen vertrauen. Wir wollen die Wahl gewinnen", sagte der SPD-Landeschef, Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Sendung: Inforadio, 27.03.2021, 18 Uhr

26 Kommentare

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  1. 26.

    Wahlkreisfremde Leute kurz vor der Wahl in Wahlkreise zu stecken wo vermutlich gewonnen wird, damit genau diese vorgesehene Posten ergattern und die angestammten zu verdrängen finde ich nicht gerade als demokratische, freie Wahl. Im Gegenteil, ich empfinde das als Wahlbetrug. Es sollen die machen, die dort Zuhause und verankert sind und jahrelang die Arbeit getan haben.
    Soll er doch in Bayern in München antreten.

  2. 25.

    Die bittere Wahrheit ist : Krankenpfleger, Reinigungskraft etc. sollten im Parlament vertreten sein, aber haben real keine Chance, weil die sich den Wahlkampf gar nicht leisten können. Da gehen selbst bei bescheidener Wahlkampfführung mal locker 20000 Euro drauf und der Landesverband unterstützt nur mit guten Ratschlägen, hält aber im Erfolgsfall gern die Hand auf...

  3. 24.

    Gestehe ganz ehrlich, die eheliche Bindung Scholz / Ernst ist mir entgangen. Mußte erst bei wikipedia nachsehen. Eher eine Wohnungswirtschaftlerin als pädagogisch-human ausgebildet. 2 Importminister aus dem Westen, das wußten auch andere nicht. Das kann zum Knieschuss werden. Begründen muss ich ja das wohl nicht.

  4. 23.

    Wieder ein Grund mehr, die SPD nicht zu wählen! Brauchen wir nun auch noch den Herrn Scholz in Brandenburg? Sind wir Brandenburger mit Frau Ernst, die Ehefrau des Kandidaten, als "Bildungsministerin" nicht schon genug gestraft? Wenn man in der alten Heimat keinen Blumentopf mehr gewinnen kann, probiert man es halt im Osten. Da gibt es ja genug Genossen, die "unfähig" sind. Auch in diesem Fall gilt der Grundsatz: "Machterhalt und -ausbau geht vor Qualität und persönlicher Eignung!" Nochmals Herzlichen Dank Brandenburger SPD!

  5. 22.

    Kann ich mir auch nicht vorstellen; wer sollte das überhaupt sein ? Als Finanzminister meint die SPD hätte Olaf Scholz ein Sonderbonus ? Oh oh. Ist Minister Scholz inzwischen Brandenburger, gar Potsdamer geworden ? MP Marcus Söder aus Bayern schätzt die Situation der CDU / CSU ziemlich objektiv ein. Die SPD kann das nicht ? Es sieht nicht gut aus in unserem Land; bin nun mal Anhänger der alten Parteienlandschaft mit den bekannten 3 Parteien. Der jetzt viel zu große Bundestag ist kein Gewinn für die Bürger. Warum hat man die Chance nicht genutzt und den Bürgern bewiesen wie erfolgreich man gemeinsam Corona bekämpft(e). Politiker; so viele Bürger sind enttäuscht, geben sich aber nicht der Gleichgültigkeit hin. Vertrauen heißt Verpflichtung; Deutschland ist es wert.

  6. 21.

    Und, nicht zu vergessen, Scholze ist einer der Hauptakteure des gigantischen EU Verschuldungsprogramms, zu weiten Teilen zu lasten von Deutschland, welches gottseidank erstmal vom Bundesverfassungsgericht blockiert wurde.

  7. 20.

    "Was kommt : Viel Versprechen, wenig praktisch umsetzbares."
    Das war doch schon immer so!
    Wenn die Versprechen in der Legislaturperiode nicht umgesetzt werden sind die Schudigen: das Geld, der Koalitionspartner, die EU usw.
    Aber beim nächsten Wahlversprechen klappt es dann ganz bestimmt..... ;-)

  8. 19.

    Boah, da nehmen die Sozen den größten Schnacker, den sie kriegen konnten. Ist schon klar, dass der Direktkanditat nicht sicher ist, weil Frau Baerbock die größte Schnackerin ist, die nun die Brandenburger Grünen auftreiben konnten.
    Was kommt : Viel Versprechen, wenig praktisch umsetzbares.

  9. 18.

    Derzeit bemüht sich Genosse Scholz darum, als Finanzminister zum "Schuldenkönig" zu werden. Seine eigene Partei wollte ihn nicht als Vorsitzenden haben - und dann aber Kanzler? Beschämend das Versagen der BaFin im Wirecard-Skandal; verantwortlicher Minister: Genosse Scholz. In Hamburg das merkwürdige Verhalten gegenüber der Warburg Bank im Cum-Ex-Skandal (Verzicht auf Abermillionen Steuerrückzahlung); verantwortlicher Bürgermeister damals: Genosse Scholz.

    Also, einen tolleren Kandidaten konnte die SPD nicht aufstellen.

  10. 17.

    Wo kommt Scholz her?.... erinnert so ein wenig an Listenwahl.. gab das nicht schon?

  11. 16.

    Herr Scholz wäre erst mal gut beraten bei BaFin, Wirecard und der Warburg Bank für Aufklärung zu sorgen. Mit einem ewigen Lächeln trägt er nicht zur Aufklärung bei. Und die arbeitenden Menschen werden von der SPD wohl schon lange nicht mehr erreicht. Herr Woidke spricht von Vertrauen und Wahlen gewinnen? Durch diesen "Vorschlag" zeigt die SPD einmal mehr, dass es nur noch um Geküngel und nicht um Inhalte geht. Und leider genießt die SPD schon lange nicht mehr mein Vertrauen und das wird durch einen Herrn Scholz nicht besser.

  12. 15.

    Warum stellt die SPD nicht mal einen Handwerker, eine Reinigungskraft, Krankenpfleger, Busfahrer, Lagerarbeiter usw. an vorderster Front auf?
    Die SPD wird noch weiter abstürzen.
    Im ZDF-Politbarometer bereits bei 15%.
    Es sei denn, sie kommt noch auf die Idee, die neue Lockdown-Partei zu werden.

  13. 14.

    Welche Leistungen zeichnen den Berufspolitiker Scholz aus, um von den Brandenburgern gewählt zu werden? Momentan fällt mir da wenig ein. Der SPD-Mann leistet keine überzeugende Aufklärung in den Finanzaffären, die in seine Zuständigkeit fallen. Er gibt Erinnerungslücken vor bei der Aufklärung des Cum-Ex Skandals, es gibt nur das "Schulzomat" Geschwurbel, keine überzeugende Aufklärung in den Finanzaffären, die in seine Zuständigkeit fallen. So jemand weiß, warum in der Causa Warburg die Hansestadt auf 47 Millionen Euro verzichtet hat.
    Auch der Bilanzbetrug des Dax-Konzerns Wirecard, bei dem Tausende Anleger ihr Geld verloren, fällt auch in seine Amtszeit.
    Aus seiner Amtszeit als Bürgermeister von Hamburg bleiben nur zwei Scholz-Flops in Erinnerung: Die Olympia-Bewerbung und der G-20-Gipfel.

  14. 13.

    Kann mir vielleicht mal jemand erklären, weswegen Olaf Scholz sich in Brandenburg als Spitzenkandidat für den Bundestag aufstellen lässt? Lebt er in Brandenburg, ist er mit Brandenburg in irgendeiner Art & Weise verbunden, die mir fern liegt? Setzt er sich in besonderem Maße für unsere Region ein? Ich verstehe nicht, wieso ein ehemaliger Hamburger OB & amtierender Finanzminister sich hier aufstellen lässt?

  15. 12.

    Eine Partei aus der Mitte will die SPD sein? Den Minister Scholz außen vorgelassen, führt der RBB hier fünf weitere Kandidaten auf, von denen jeder einen Universitätsabschluss hat und somit von der ausgeübten Stellenbeschreibung WIEDER nur zur Richtung "Chefetage" gehört und KEIN "normaler" Arbeiter ist, wo sich die SPD immer noch versucht auf die Fahnen zu schreiben, dass sie ja für die Arbeiter und Angestellten, für die normalen Berufstätigen die Partei als Ansprechpartner wäre... tja... zwischen Theorie und Praxis, zwischen Realität und Wirklichkeit liegen mal wieder Welten bei den weltfremden SPD-Obrigen...
    Man kann nur hoffen, dass jene Wenigen die überhaupt wählen gehen, genau überlegen, WAS oder WEM sie da ihr Kreuz aus lauter Verzweiflung geben wollen...

  16. 11.

    Warum nicht Kandidat in Sachsen oder Thüringen? Weil er da keinen sicheren Posten hat! Ich dachte das sind freie demokratische Wahlen. Stattdessen werden die Leute in die Wahlkreise implantiert, wo die Partei viele Stimmen erwartet. Damit genau die ausgesuchten später einen hohen Posten bekommen.

  17. 10.

    Ich finde immer lustig, wie man bei solchen Prozessen dann von „demokratisch“ spricht. Erst werden die Kandidaten im kleinen Kreise im Hinterzimmer bestimmt (man nennt es dann sinnig vorgeschlagen) und läßt sie sich dann abnicken (heißt dann beraten und beschließen).

    Zumindest ist klar, wo mein Kreuz nicht landet.

    Aber erst einmal abwarten, ob es die SPD schafft, Scholz wirkliche Verantwortungen bei Cum-Ex und Wirecard unter den Tisch halten kann.

    Immerhin kann die SPD dank käuflicher Abgeordneter der Union erst einmal ablenken.

  18. 9.

    Hat Herr Woidke nicht im Oktober 2020 bei der Einheitsfeier noch gefordert, das mehr Ostdeutsche endlich nach 30 Jahren deutsche Einheit in Führungspositionen kommen sollen? Scheint ja bei der SPD-Brandenburg wohl nicht der Fall zu sein! War wohl wieder einmal die typischen Sonntagsreden eines Politikers!

  19. 8.

    Nee nicht in Brandenburg. Er kann sich mit seiner Frau gerne in Hamburg wählen lassen. Mir reicht es schon das Frau Baerbock hier auf Stimmenfang geht.

  20. 7.

    Scheint ein strategischer Plan zu sein: erst wird Ehefrau Britta vorgeschickt und mit einem Ministerjob versorgt (Armutszeugnis für die Woidke-SPD, keinen fähigen Bildungspolitiker aus Brandenburg zu nominieren und sich die Unfähigkeit aus dem Norden zu holen!), dann wird der gemeinsame Wohnsitz in Potsdam klargemacht und die Kandidatur für das Direktmandat. Nun also Spitzenkandidat, d.h. die Absicherung, falls das mit dem Direktmandat nicht klappt...
    Scholz mache ich da weniger einen Vorwurf, sondern der Brandenburgische SPD, die scheinbar nicht in der Lage ist, einen mit der Region verwurzelten Kandidaten aufzustellen, der weiß, "wo der Schuh drückt"! Sich dann aber immer gerne als "Brandenburgpartei" gerieren...
    Es geht um Partei-und Personalproporz, und um nichts anderes!

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