Kühnert auf Listenplatz 3 - Müller soll Berliner SPD-Spitzenkandidat für Bundestagswahl werden

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin (Quelle: dpa/dpa/Christophe Gateau)
Audio: Inforadio | 12.04.2021 | Jan Menzel | Bild: dpa/Christophe Gateau

Intensiv hat sich die Berliner SPD darum bemüht, ihr Personal für die Bundestagswahl aufzustellen. Ein Ziel war es, eine Kampfkandidatur zwischen Müller und Kühnert zu vermeiden. Der ehemalige Juso-Chef soll für den dritten Platz der Landesliste kandidieren.

Der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller soll Spitzenkandidat der Berliner SPD bei der Bundestagswahl werden. Nach Informationen des rbb wird der ehemalige Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert für den dritten Platz auf der Landesliste kandidieren.

In den vergangenen Wochen haben sich auch die Kreisvorsitzenden der Berliner SPD intensiv darum bemüht, ein Personalpaket zu schnüren. Ein Ziel war dabei, eine Kampfkandidatur zwischen Müller und Kühnert zu vermeiden und mehrheitsfähige Vorschläge für die weiteren aussichtsreichen Listenplätze zu unterbreiten. Nach Informationen des rbb ist dieses Paket nun komplett.

Kampfkandidatur um Platz vier

Auf Platz zwei der Liste wird demnach die Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe kandidieren. Sie sitzt bereits seit 2013 im Bundestag. Für den vierten Listenplatz ist die ehemalige Juso-Landeschefin Annika Klose vorgesehen. Um diesen Platz hat es parteiintern Streit gegeben, weil auch die Bundestagskandidatin aus Treptow-Köpenick, Ana-Maria Trasnea, Interesse signalisiert hat. Trasnea bekräftigte gegenüber dem rbb, dass sie in jedem Fall antreten werde. Klose gilt jedoch im Duell dieser beiden jungen Frauen als besser vernetzt.

Um den fünften Listenplatz wird sich der Kreisvorsitzende aus Steglitz-Zehlendorf Ruppert Stüwe mit breiter Unterstützung bewerben. Möglicherweise werden aber auch der Pankower Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup und der Neuköllner Direktkandidat Hakan Demir in eine Kampfkandidatur gehen.

Auf SPD-Parteitag am 24. April soll Kandidatenliste bestimmt werden

Für Hakan Demir gibt es aber das Angebot, dass er sich mit guten Chancen um den siebten Platz auf der Liste bewerben kann. Dass auf Platz sechs mit Anja Ingenbleek eine Frau antritt, ist unstrittig. Ingenbleek ist Kreisvorsitzende in Lichtenberg.

Die Berliner SPD will ihre Kandidaten für die Bundestagswahl am 24. April bestimmen. Auf dem Parteitag soll auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey offiziell zur Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenauswahl gemacht werden.

Sendung: Inforadio, 12.04.2021, 10:20 Uhr

21 Kommentare

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  1. 21.

    Das ist wie überall, Leute werden immer nach oben gelobt, damit Sie im "alten" Job kein Schaden mehr anrichten können.

  2. 20.

    Geht im Moment nicht, in Brüssel sind alle Plätze belegt. Daher bleibt nur noch der aufgeblähte Bundestag mit seinen total überflüssigen Überhangmandaten.

  3. 19.

    Oh mein Gott, sorry, in der sozialistischen Hauptstadt Berlin, gibt es ja wenig. Im Ernst: Müller, der Untergang der SPD; Kühnert der Vereinigungsfritze, ähnlich wie 1946 mit den Ultralinken. Wann endlich begreift, die einst stolze Berlin SPD, dass diese beiden in Berlin für Chaos, Misswirtschaft und die schlechteste Landesregierung aller Landesregierung verantwortlich ist.

    Es wird Zeit für einen echten Wechsel in unserer Hauptstadt, in der SPD. Die Umklammerung durch Linke und Grüne, erdrückt die SPD. Schade. Man wird erst dann munter, wenn am Sarg der SPD steht.

  4. 18.

    Da kommt doch der Slogan "DIE PARTEI hat immer Recht" gleich ganz anders rüber ;-).

  5. 17.

    Darf ich deine Litanei fortzsetzen? Eher rhetorisch gemeint.

    ... Verherrlichung der Nazizeit, Angriffe auf Andersdenkende, Tritte für Anderslebende, Abschaffung der Pressefreiheit,
    "Bio-Krauts" first, Morddrohungen ggü. Gegner, ...

    ... ist auch keine Alternative - oder?

  6. 16.

    Herr Müller soll Spitzenkandidat für den Bundestag werden, bloß nicht ! Vor der Pandemie hörte man nichts von ihm, vollkommen blass und unbekannt. In der Pandemie reagierte er immer erst wenn es zu spät war. Aber wen kann man denn überhaupt wählen? Es gibt doch keine Partei mehr die es ehrlich meint und ist. Alle denken nur noch an ihr Geld. Das schnellste was passiert bei Entscheidungen ist ihre Diätenerhöhung !

  7. 15.

    Und ich dachte immer, die mit Ihrer Politik gescheitert sind nach Brüssel abgeschoben werden! Jetzt gehen sie schon in den Bundestag! Das war mal anders!

  8. 14.

    Ganz genau Thorben, seitdem RRG regiert herrscht in Berlin Kriegszustand! Die Antifa diktiert dem Senat die Politik!! Kein normaler Mensch traut sich mehr aus dem Haus!!! Apokalypse allenthalben!!!!

  9. 13.

    Man kann ja nun zu dem Abgebildeten stehen, wie man will, ich kann nur hoffen, dass nicht nur er sich widerspenstig gegenüber den ge-planten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes des Bundes zeigt. Während über alles Mögliche in der Tagespolitik und/oder Foren dis-kutiert wurde, scheint entgangen zu sein, dass sich Wissenschaftler der Aerosolforschung und ein Jurist zu dem, was uns bevorsteht, heute bzw. schon gestern äußerten, Nein zu sagen zu diesen Änderungen, die auf Betreiben der Bundeskanzlerin und letztlich CDU-Partei kommen sollen. Und -es sind immer 2 Seiten, der mündige Bürger sollte zeigen, dass er solchen Dingen, wie dem Virus selbst und damit über unserLeben die Handlung zu überlassen, sondern selbst da etwas entgegen setzen. Leider und das ist wirklich schade, hat rb24 das nicht hier nicht berichtet: Hier der Link:
    https://www.berliner-zeitung.de/news/richter-zu-infektionsschutzgesetz-nichtachtung-der-justiz-und-dauerlockdown-li.151817

  10. 12.

    Niemand, der irgendetwas zu Corona entschieden hat ist noch wählbar und obwohl ich kein CDU Wähler bin ist Merkel da die einzige Ausnahme (tritt aber nicht mehr an) und leider auch Söder. Das sind die einzigen beiden, die, soviele Unannhemlichkeiten das auch mit sich brachte, verantwortlich eher das Problem Corona im Auge hatten und nicht ihre Posten und die ihrer Parteifreunde und Listenplätze im Superwahljahr.
    Es verschlägt mir die Sprache wenn ich nur daran denke wie unreif, egoistisch, unqualifiziert, selbstherrlich und rücksichtslos die Parteivertreter quer durch die Bank sich als Verantwortliche Verhalten. Das ist schlicht ein NoGo.
    Man sollte so einem Kindergarten nicht die Verantwortung zusprechen.

  11. 11.

    Noch ist er OB von Berlin. Die Zahlen steigen , die Ampeln sind Dunkelrot und er schweigt?

    Was soll das? Wo ist er ? Warum sagt er nichts ? Warum macht er nichts ?
    Und er will Spitzenkandidat werden ?

  12. 10.

    Sollte Müller unter den ersten 15 auf der Liste stehen dann wird das der Untergang der Berliner SPD sein.
    Für mich ist die SPD mit Müller unwählbar.

  13. 9.

    Wer iegendeinen Part des amtierenden Senates wählt, der wählt wieder RRG und ein weiter so. Besetzte Häuser und Lokalitäten, brennende Autos, Straßenschlachten, Angriffe mit Steinen und Sprengkörpern auf Polizei, Bedrohung von Verwaltern - Anwälten - Richtern, Terroranschläge auf ÖPNV, Lebensgefahr für Nachbarn von linken Projekten, vergraulen von Investoren und Wirtschaft, Zerstörung der Infrastruktur, Schulden galaktischen Ausmaßes bis zur Zahlungsunfähigkeit...

  14. 8.

    "Die Berliner SPD will ihre Kandidaten für die Bundestagswahl am 24. April bestimmen..." Wozu denn noch, wenn die Reihung schon jetzt bei rbb24 nachgelesen werden kann ? Da freuen sich bestimmt alle SPD-Mitgliedernden dass ihnen im Hinterzimmer schon die ganze Denkarbeit abgenommen wurde.
    Mit dieser Kandidatenliste kastr... ähm konzentriert sich die SPD auf ihre Kernkompetenzen, welche dann ja... eigentlich wo liegen ? Müller lockt doch nun wahrlich nur noch die Hardcore-SPD-Wähler hinterm Ofen hervor...
    Gut ist auch die Einleitung des Artikels : "Intensiv hat sich die Berliner SPD BEÜHT... " Welch passendes Arbeitszeugnis...

  15. 7.

    Tja, deshalb Ana-Maria Trasnea auf Platz vier. Alles andere wäre sehr, sehr traurig.

  16. 6.

    Anders machte man das bei der SED seinerzeit auch nicht...
    Nur jetzt nennt man diese Art der Postenschieberei und persönlicher Abhängigkeiten "demokratisch".

  17. 5.

    Auf den sicheren ersten 7 Listenplätzen niemand aus dem Osten bzw. mit Ostbiographie. (Die beiden Kandidaten aus den Ostbezirken haben eine NRW Sozialisation) Nicht mal ein Alibi-Ossi, wenigstens konsequent .

  18. 4.

    Immerhin hat es Müller bislang zusammen mit den Bürgern geschafft, dass die Berliner Corona-Zahlen nicht völlig explodieren.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass er im Bundestag unideologisch auch mal für Berliner Belange streiten würde.
    Trotzdem halte ich die Berliner Politik in anderen Bereichen größtenteils für eine Katastrophe.

  19. 3.

    Wenn ich das Titelfoto sehe, denke ich: was für ein Visionär, mit Ideen für die Zukunft. Das sagt das Foto aus. Die Körpersprache, die abgebildete Spannkraft, symbolisieren unsere Zukunft, wenn solche Männer die Geschicke des Landes führen.
    Müller ist und bleibt der Verlierer, nur noch mit der Installierung der Doktorarbeitkopiererin in Berlin zu topen.
    Wenn soetwas gewinnt, dann haben wir nichts anderes verdient.

  20. 2.

    Ohne Worte

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