Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)) schaut am 25.09.2017 zu Beginn der CDU-Vorstandssitzung in der CDU-Zentrale im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin auf einen Blumenstrauß (Quelle: dpa/Michael Kappeler)
Video: Brandenburg aktuell | 25.09.2017 | Hanno Christ | Bild: dpa Michael Kappeler

Bundestagswahl - CDU in Berlin und Brandenburg trotz Verlusten vorn

Bei der Bundestagswahl verzeichnen Union und SPD deutliche Verluste. Die AfD wird drittstärkste Kraft - in Brandenburg ist sie sogar auf Platz 2. Die FDP zieht sicher in den Bundestag ein, auch in Berlin und Brandenburg schafft sie die Fünf-Prozent-Hürde.

- In Brandenburg wird AfD zweitstärkste Partei hinter CDU

- CDU holt in Brandenburg fast alle Direktmandate, in Potsdam gewinnt die SPD-Kandidatin

- In Berlin landet die Linke vor der SPD, die Grünen knapp vor der AfD

- Berlin: Jeweils vier Direktmandate für CDU und Linke, drei für SPD, ein Direktmandat für Grüne

- Computerpanne sorgt in Berlin für Verzögerungen bei Wahlergebnis

Deutliche Verluste für Union und SPD - FDP sicher im Bundestag

CDU und CSU sind trotz deutlicher Verluste erneut stärkste Kraft im Bundestag. Bei den Wahlen am Sonntag kamen sie laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 33 Prozent der abgegebenen Stimmen - nur 1949 hatte sie noch weniger. Die SPD erzielt nach weiteren Verlusten mit 20,5 Prozent sogar ihr historisch schlechtestes Ergebnis. 

Bundesweit drittstärkste Partei wird die AfD mit 12,6 Prozent. Die FDP schafft den Wiedereinzug in den Bundestag, sie erhält 10,7 Prozent. Die Linke kommt auf 9,2 Prozent, auf die Grünen entfallen 8,9 Prozent der Stimmen. 

Die anderen Parteien kommen zusammen auf 5,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei knapp 76 Prozent.

So hat Brandenburg gewählt

AfD in Cottbus stärkste Partei vor der CDU

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland machte nach dem guten Abschneiden seiner Partei eine Kampfansage an die künftige Bundesregierung. Sie "kann sich warm anziehen", sagte Gauland am Sonntag in Berlin. "Wir werden die Regierung vor uns hertreiben." Gauland nannte den Einzug in den Bundestag einen "großen Tag" in der Parteigeschichte der AfD. Der Berliner AfD-Partei- und Fraktionschef Georg Pazderski nannte das Ergebnis seiner Partei "ein politisches Erdbeben". 

In Brandenburg waren gegen Mitternacht alle Stimmen ausgezählt. Demnach ist hier die AfD sogar zweitstärkste Kraft hinter der CDU. Laut dem vorläufigen Ergebnis behauptet die CDU mit 26,7 Prozent der Zweitstimmen ihre Spitzenposition, büßt aber gegenüber der Wahl vor vier Jahren 8,1 Punkte ein. Die AfD kommt nach dem Zwischenstand des Wahlleiters auf 20,2 Prozent der Stimmen - ein Plus von 14,2 Prozent gegenüber 2013. Drittstärkste Partei wurde die SPD mit 17,6 Prozent knapp vor der Linken (17,2 Prozent). Die Grünen kommen laut vorläufigem Ergebnis in Brandenburg auf 5,0. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,7 Prozent.

Im Wahlkreis 64 Cottbus - Spree-Neiße wurde die AfD zum Wahlsieger noch vor der CDU: Hier stimmten 26,8 Prozent der Wähler für die Rechtspopulisten - vor vier Jahren lag die AfD hier noch bei 6,9 Prozent. Die CDU kam auf 24,1 Prozent, holte allerdings das Direktmandat. Klaus-Peter Schulze setzte sich mit 28,4 Prozent der Erststimmen vor der AfD-Kandidatin Marianne Spring-Räumschüssel (25,3 Prozent) durch.

Manja Schüle holt einziges SPD-Direktmandat in Brandenburg

Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, Dietlind Tiemann, hat für die CDU ein Direktmandat für den Bundestag gewonnen. Die 62-Jährige erhielt nach Auszählung aller Wahlbezirke in ihrem Wahlkreis 31,8 Prozent der Erststimmen. Im Wahlkreis 63 mit Frankfurt (Oder) lag CDU-Politiker Martin Patzelt mit 27,0 Prozent klar vor AfD-Spitzenkandidat Gauland mit 22,5 Prozent. 

Insgesamt konnte sich die CDU neun der zehn Direktmandate im Land Brandenburg sichern.

Das einzige Direktmandat für die SPD gewann Manja Schüle im Wahlkreis 61 (Potsdam - Potsdam Mittelmark - Teltow-Fläming II). Die Büroleiterin von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) trat zum ersten Mal als Direktkandidatin an. Wie der Landeswahlleiter nach Auszählung aller Wahlbezirke mitteilte, setzte sich die 41-Jährige mit 26,1 Prozent der Erststimmen gegen CDU-Kandidatin Saskia Ludwig durch, die 24,9 Prozent der Erststimmen holte. Ludwig ist in ihrer eigenen Partei wegen ihrer Nähe zur AfD umstritten. 

CDU auch in Berlin vorn - Linke bislang knapp vor SPD

Auch in Berlin siegte die CDU trotz Verlusten. Nach Auszählung aller 2.439 Wahlbezirke liegt sie der Landeswahlleiterin zufolge bei 22,7 Prozent. Vor vier Jahren waren es noch 28,5 Prozent. Die SPD rutscht laut dem Zwischenergebnis von 24,6 auf jetzt 17,9 Prozent. Damit lägen die Sozialdemokraten noch hinter der Linken mit 18,8 Prozent.

Die Grünen kommen in Berlin auf 12,6 Prozent und liegen damit vor der AfD, die 12,0 Prozent erreicht. Die FDP schafft auch in der Hauptstadt den Sprung in den Bundestag mit derzeit 8,9 Prozent. 

SPD gewinnt in Spandau ein Direktmandat hinzu

Die Berliner SPD wird wohl trotz herber Verluste bei den Zweitstimmen ihre beiden Direktmandate für den Bundestag verteidigen und zudem ein weiteres holen. 

Im Wahlkreis Mitte liegt die Berliner SPD-Spitzenkandidatin Eva Högl mit 23,5 Prozent der Erststimmen vor Linke-Kandidat Stephan Rauhut und dem früheren CDU-Innensenator Frank Henkel. Etwas knapper war das Rennen im Wahlkreis Neukölln. Nach Auszählung aller Wahlbezirke kann der SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu sein Direktmandat verteidigen. Mit 26,8 Prozent vor seiner CDU-Konkurrentin Christina Schwarzer mit 24,4 Prozent der Stimmen. 

Zusätzlich haben die Sozialdemokraten das Direktmandat in Spandau von der CDU gewonnen. Hier liegt der SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz nach Auszählung aller Erststimmen mit 32,1 Prozent in Führung vor dem CDU-Abgeordneten Kai Wegner mit 30,9 Prozent. 

So hat Berlin gewählt

Vier Direktmandate für die CDU im Westen der Stadt

Damit gewinnt die CDU in Berlin voraussichtlich vier Direktmandate. In Reinickendorf setzte sich souverän Frank Steffel durch. Mit 36,8 Prozent der Erststimmen hat der CDU-Politiker gut 13 Prozentpunkte Vorsprung vor Thorsten Karge von der SPD. Ex-Justizsenator Thomas Heilmann liegt in Steglitz-Zehlendorf mit 35,4 Prozent deutlich vorn. In Charlottenburg-Wilmersdorf setzte sich Klaus-Dieter Gröhler durch, in Tempelhof-Schöneberg Jan-Marco Luczak.

Linke holt im Osten Berlins vier Direktmandate

Im Osten der Hauptstadt gehen die Direktmandate in vier Wahlbezirken an die Linke. In Marzahn-Hellersdorf hat Petra Pau nach Auszählung aller Wahlbezirke mit 34,2 Prozent fast zwölf Punkte Vorsprung vor Kulturstaatsministerin Monika Grütters von der CDU (22,3 Prozent). In Treptow-Köpenick liegt Gregor Gysi mit 39,9 Prozent klar vorn.

In Lichtenberg hat die frühere Linken-Parteivorsitzende Gesine Lötzsch zum fünften Mal in Folge das Direktmandat geholt. Nach Auszählung aller Wahlbezirke lag sie mit 34,7 Prozent deutlich vor Martin Pätzold (CDU/19,7 Prozent). In Pankow lag Stefan Liebich mit 28,8 Prozent vor dem CDU-Kandidaten Gottfried Ludewig (19,6).

Grüne behalten Direktmandat in Friedrichshain-Kreuzberg

Serverprobleme: Berlin am langsamsten bei der Auszählung

Berlin ist bei der Auszählung der Bundestagswahl das langsamste aller Bundesländer gewesen. In der Nacht zu Montag waren gegen 2.30 Uhr noch sechs Berliner Wahlkreise nicht fertig ausgezählt - fertig war die Auszählung erst gegen 3:30 Uhr. Grund waren unter anderem Serverprobleme. "Leider ist in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr das Erfassungssystem, welches in den Bezirken genutzt wird, um die Ergebnisse aus den Wahllokalen einzugeben, ausgefallen", sagte die stellvertretende Landeswahlleiterin Ulrike Rockmann im rbb. Die Ergebnisse aus den Wahllokalen seien eingelaufen, hätten aber nicht weitergeleitet werden können. Auch später am Abend war das System "nicht voll belastbar", wie Rockmann erklärte. Deshalb könnten die Verzögerungen auch nicht aufgeholt werden.

Zudem kam zu einer Panne bei der Angabe der Ergebnisse für Direktwahlkreise in Berlin. Auf den Internetseiten des Bundeswahlleiters und der Landeswahlleiterin wurden unterschiedliche Ergebnisse angezeigt. So wurde für Charlottenburg-Wilmersdorf vom Bundeswahlleiter fälschlicherweise der SPD-Direktkandidat Tim Renner als Gewinner angegeben. Auch die Ergebnisse anderer Kandidaten wichen voneinander ab. 


In Berlin verzögerte sich die Übermittlung der Ergebnisse zwischenzeitlich. Grund war ein Serverproblem. "Leider ist in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr das Erfassungssystem, welches in den Bezirken genutzt wird, um die Ergebnisse aus den Wahllokalen einzugeben, ausgefallen", sagte die stellvertretende Landeswahlleiterin Ulrike Rockmann dem rbb. Die Ergebnisse aus den Wahllokalen seien eingelaufen, konnten aber nicht weitergeleitet werden.
In Berlin verzögerte sich die Übermittlung der Ergebnisse zwischenzeitlich. Grund war ein Serverproblem. "Leider ist in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr das Erfassungssystem, welches in den Bezirken genutzt wird, um die Ergebnisse aus den Wahllokalen einzugeben, ausgefallen", sagte die stellvertretende Landeswahlleiterin Ulrike Rockmann dem rbb. Die Ergebnisse aus den Wahllokalen seien eingelaufen, konnten aber nicht weitergeleitet werden.
In Berlin verzögerte sich die Übermittlung der Ergebnisse zwischenzeitlich. Grund war ein Serverproblem. "Leider ist in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr das Erfassungssystem, welches in den Bezirken genutzt wird, um die Ergebnisse aus den Wahllokalen einzugeben, ausgefallen", sagte die stellvertretende Landeswahlleiterin Ulrike Rockmann dem rbb. Die Ergebnisse aus den Wahllokalen seien eingelaufen, konnten aber nicht weitergeleitet werden.
In Berlin verzögerte sich die Übermittlung der Ergebnisse zwischenzeitlich. Grund war ein Serverproblem. "Leider ist in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr das Erfassungssystem, welches in den Bezirken genutzt wird, um die Ergebnisse aus den Wahllokalen einzugeben, ausgefallen", sagte die stellvertretende Landeswahlleiterin Ulrike Rockmann dem rbb. Die Ergebnisse aus den Wahllokalen seien eingelaufen, konnten aber nicht weitergeleitet werden.

Proteste vor AfD-Wahlparty

Parallel zum Erfolg der AfD bei der Bundestagswahl kam es am Sonntagabend in Berlin zu einer Demonstration vor der Wahlparty der Rechtspopulisten. Mehr als tausend Menschen versammelten sich vor einem Hochhaus nahe dem Alexanderplatz, wo die AfD-Anhänger in einem Club ihren Einzug in den Bundestag feierten. Die Demonstranten pfiffen und riefen Anti-AfD-Parolen. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vertreten. Straßenbahnen konnten zeitweise nicht mehr weiterfahren, weil zu viele Demonstranten auf der Kreuzung neben dem Alexanderplatz standen.

 

Sendung: Ihre Wahl  2017, 24.09.2017, 20:15 Uhr

Reaktionen aus Brandenburg

  • CDU

  • SPD

  • DIE LINKE

  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Reaktionen aus Berlin

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Kommentar

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20 Kommentare

  1. 20.

    Naja,sie versprechen halt nur,dass sie die Probleme angehen wollen,mehr aber meistens nicht. Es reicht aber wohl aus,um noch genügend Leuten Sand in die Augen zu streuen. Beispielhaft dafür waren die Wahlarenen mit Schulz und Merkel.

    Allerdings scheint auch die Gehirnwäsche der Medien und Politik über Jahrzehnte zum Tragen zu kommen. Anders ist nicht zu erklären,dass zwei Drittel aller Wähler glauben,die Forderungen der Linkspartei sind unrealistsch und nicht finanzierbar. Obwohl sie sogar eine der wenigen Parteien sind,die gerade ein Konzept für die Finanzierbarkeit vorlegen. Es ist einfach verrückt.

    https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/uvotealbum-949.html

  2. 19.

    "würde es denn auch reichen für die Jamaika Koalition, wenn die CSU nicht dabei wäre?"

    Warum denn nicht "Jamaika" ohne die sog. "Grünen"?

    Die Gemeinsamkeiten von -schwarz, blau, gelb- sind doch in vielen Teilen gegeben.
    Dem Wählerwillen entsprechend wäre dies eine stabile Mehrheit.

    Die 'Grünen' können über den Bundesrat ihren Einfluß gegen ein sichereres Deutschland weiterhin einbringen, um Kulturbereicherer wie Anis Amri vor der Abschiebung zu bewahren. Das hat doch auch sonst gut funktioniert.

  3. 18.

    Die Parteien CDU und CSU, die GRÜNEN, vor allem aber die Wahlgewinner FDP und AfD haben bei der gesetzlichen Rente nicht einmal etwas versprochen, sie setzen weiter auf private Vorsorge. Wir haben Millionen von Hartz4-Empfängern, immer mehr Aufstocker und Ein-Euro-Jobber, Teilzeitkräfte, Leiharbeiter und Arbeitsplätze mit Werkverträgen. Millionen Menschen arbeiten für unter 10 Euro in der Stunde. Mehrere hunderttausend Menschen tauchen in den Arbeitslosenstatistiken nicht auf.
    All diese Menschen erhalten spätestens 2030 von ihrem Nettolohn nur etwa 40 Prozent Rente als tatsächlichen Auszahlungsbetrag.
    Hier droht die millionenfache Altersarmut trotz riesigem billionenfachen Reichtum in dieser Republik.
    Viel zu viele Arbeitnehmer sind sich dessen offensichtlich nicht bewusst. CDU und CSU und vor allem aber FDP und AfD gehen darauf garnicht ein.

  4. 17.

    würde es denn auch reichen für die Jamaika Koalition, wenn die CSU nicht dabei wäre?
    Wieviel % fallen denn auf die CSU?

  5. 16.

    Im Deutsch-Türkischen zwischenstaatlichem Sozialversicherungsabkommen(gilt seit 30.4.1964) ist u.a. vereinbart, dass bei einem hier wohnhaft und gemeldeter türk.Staatsbürger seine in der Türkei lebende Familie, nicht nur Frau und Kinder auch deren Eltern und Geschwister, kostenlos in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mitversichert sind. Im Krankheitsfall erstattet der deut.Staat den türk. Krankenkassen die entstandenen Leistungen. Dabei bestimmt die Türkei wer zur “Familie“ gehört.
    Vergleichbare Abkommen gelten seit 12.10.1968 für die jug. Nachfolgestaaten Bosnien, Herzegowina, Serbien und Montenegro.

  6. 15.

    Sie haben natürlich Beweise für diese Aussage oder ist das nur der übliche rechtspopulistische Dummfug, mit denen sie wie üblich hier die Kommentarspalten zumüllen?

  7. 14.

    Danke schön für die Antwort.

    Es ist immer wieder schön, dass hier im Land auch Frauen [noch] wählen dürfen.
    Sogar in Dirndl und Tracht - passend zum Oktoberfest.
    Bayern gehört ja auch zu Deutschland, warum tritt dann die CSU bundesweit unter alternativen Namen an?

  8. 13.

    Das stimmt nur teilweise. Hier der Artikel von den Kollegen von Correctiv als Korrektur und Kontext:
    https://correctiv.org/echtjetzt/artikel/2017/09/18/deutsch-tuerkisches-sozialversicherungsabkommen/

  9. 12.

    Für mich ist das auch schwer nachzuvollziehen. Viele fallen wahrscheinlich immer wieder auf die Wahlversprechen rein und gleichen diese nicht mit den tatsächlich getätigten Schritten der Parteien ab. Im Wahlkampf sieht man an den (unkonkreten) Wahlversprechen der Parteien sehr genau,was die Bürger im Land umtreibt. Da gibt es dann auf einmal nur soziale Parteien zur Wahl. Nur umgesetzt wird dann nicht mehr ganz so viel..

  10. 11.

    Ich bin also doch nicht der einzige, der ihre Meinung vertritt was Demokratie eigentlich bedeutet. Je mehr man sie mit Füssen tritt, desto mehr kommen solche Ergebnisse heraus wie gestern bei der Bundestagswahl. Anstatt sich zusammen zu setzen, und sich zu Einigen, hauen sich alle die Köpfe ein, mit dem Resultat das alles nur noch schlimmer wird. Es ist doch wichtig das alle Meinungen respektiert werden und nicht nur abgetan werden und in die rechte Ecke geschoben werden.

  11. 10.

    Wir finden das gut. Wir gehen in 8 - 9 Jahren in Altersteilzeit bzw. Frührente. Wir verkaufen eine Eigentumswohnung und versilbern Aktiensfonds sowie 2 Lebensversicherungen. Dann reisen wir in Deutschland, Österreich, Schweiz, Norditalien und Spanien umher. Es ist angenehmer wenn dann spürbar weniger deutsche Rentner an Stränden, Seen, Flughäfen und Bahnhöfen sowie auf Autobahnen unterwegs sind.

  12. 8.

    Lieber Herr Paluch,

    mit ihren Sozialbeiträgen finanzieren Sie aber auch die kostenlose Krankenversicherung in Anatolien.
    Fragen Sie mal bei Ihrer Krankenkasse nach, wie hoch deren Anteil an den Kosten 2016 war.
    Die Zahlen in € als auch in prozentualen Beitragspunkten liegen vor, dürfen aber nur auf Anfrage genannt werden.

    Sie werden sich wundern.

  13. 7.

    Das Bild 2 (Kreuzberger Wahllokal) ist ja bezeichnend.

    Stammt das noch vom Erdogan-Referendum?

  14. 6.

    Es wurden zu 90 Prozent Parteien gewählt die eine drastische Senkung des Rentenniveaus beschlossen haben bzw. daran nichts ändern wollen. Die niedrige Bruttorente wird immer höher versteuert; es werden noch Krankenkassenbeiträge und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen.
    Die Arbeitnehmer zahlen zudem einen höheren Eigenanteil.
    Der Auszahlungsbetrag wird für Millionen Rentner zukünftig erschütternd niedrig sein.

    Der deutsche sozialversicherungspflichtige Arbeiternehmer und zukünftige Rentner hat mehr denn je gegen seine eigenen Interessen gewählt.
    Er hat vorsätzlich seine eigene Altersarmut gewählt!
    Ein Fest für Arbeitgeber.
    Unerklärlich!

  15. 5.

    Der Titel >> CDU in Berlin und Brandenburg trotz Verlusten vorn << ... erinnert mich ein wenig an eine Anekdote aus der "Kalter Krieg"-Zeit. ... Es gab damals ein Wettrennen zwischen Chruschtschow und Kennedy. Chruschtschow verlor. Tags darauf stand in der Prawda : Chruschtschow wurde Zweiter, Kennedy Vorletzter.

  16. 4.

    In der ARD/ZDF-Elefantenrunde: Frage sofort an Schulz: Warum nicht Rücktritt? Warum wurde Merkel, DIE Verliererin, nicht dasselbe gefragt!? Warten die deutschen Medien wieder auf den Trigger aus der New York Times oder des Guardians? Mit Jens Spahn steht doch schon ein ausgezeichneter Kandidat in Warteposition.

  17. 3.

    Solange Medien und alteingesessene Politik die AfD als Rechtspopulisten bezeichnen, sammelt die AfD nur noch mehr Stimmen. Viele Menschen hatten noch Skrupel die AfD zu wählen. Das wird sich ändern. Demokratie nur dann zu akzeptieren, wenn die Meinung konform ist zeigt, dass diese Leute kein Demokratieverständnis haben. Denn Demokratie heisst ja gerade die Meinung Andersdenkender zu akzeptieren. Nur weiter so.

  18. 2.

    Ein schwarzer Tag für Deutschland und die Demokratie.

    Zum ersten Mal ziehen rechtsradikale Nationalisten in ein gesamtdeutsches Parlament.

    Wenn man sich Wahlergebnisse ansieht haben viele Ostdeutsche 28 Jahre nach der Wende gezeigt nicht zu unserer Demokratie gehören zu wollen.

  19. 1.

    Warum nicht mal eine Minderheitsregierung? Das wäre wenigstens ansatzweise demokratisch, und die CDU müßte sich für jedes Vorhaben eine Mehrheit suchen. Und dann könnte sie sogar die AfD aus ihrer angekündigten Totalopposition herausholen und in die Pflicht nehmen. Denn ignorieren geht nach heute abend gar nicht mehr.

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