Collage rbb24: Tim Renner von der SPD (links) und Klaus Dieter Gröhler von der CDU (rechts) treten im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf gegeneinander an (Quelle: Imago/ Stefan Zeitz)
Bild: Imago/ Stefan Zeitz

Charlottenburg-Wilmersdorf - Renner macht das Rennen doch nicht

Es war erstaunlich knapp, aber am Ende hat es für Tim Renner, Ex-Kulturstaatssekretär in Berlin, nicht gereicht: Er geht nicht für die SPD in den Bundestag. Den Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf verteidgte CDU-Konkurrent Klaus-Dieter Gröhler.

Tim Renner, Ex-Kulturstaatssekretär in Berlin und Kulturmanager, zieht nicht für die SPD in den Bundestag ein. Im Wahlkreis 80, Charlottenburg-Wilmersdorf, konnte er zwar als Direktkandidat 27,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen - ein Achtungserfolg des jugendlich wirkenden 52-Jährigen. Es siegte aber der CDU-Kandidat Klaus-Dieter Gröhler, langjähriger Bezirksstadtrat und Vize-Bezirksbürgermeister, der den Wahlkreis schon 2013 holte. Gröhler bekam 30,2 Prozent.

Da Renner auf der SPD-Landesliste nur auf Platz 6 steht und die Sozialdemokraten starke Verluste verzeichnen, bekommt er auch auf diesem Weg keinen Sitz im Parlament.

Auch Gröhler musste den Wahlkreis direkt gewinnen, um ein Mandat zu bekommen. Da er keinen aussichtsreichen Listenplatz bei der Landes-CDU hatte, wäre seine politische Karriere im Bundestag beendet gewesen, hätte er nicht direkt gesiegt.

Lisa Paus, Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, landete mit 13,6 Prozent auf Platz 3 im Wahlkreis.

Grafik: Ergebnis der Zweitstimmen in Charlottenburg-Wilmersdorf (Quelle: Infratest dimap)

Große Parteien verlieren, FDP und AfD legen zu

CDU und SPD im Wahlkreis mussten bei den Zweitstimmen beide herbe Verluste hinnehmen (s. Grafik).

Auffällig dagegen die FDP: Sie legte im Bezirk legte bei den Zweitstimmen ganze 8 Prozentpunkte zu und holte 14,9 Prozent. Auch FDP-Direktkandidat Christoph Meyer schnitt mit 9,2 Prozent nicht schlecht ab.

Zulegen konnte bei den Zweitstimmen auch die AfD: plus 3,1 Prozentpunkte. AfD-Direktkandidat Nicolaus Fest, lange Journalist im Springer-Verlag und Sohn des Zeithistorikers Joachim Fest, kam als Direktkandidat auf 7,6 Prozent.

Die Linke legte leicht zu (Zweitstimmen) und holte mit Direktkandidatin Friederike Benda immerhin 9,4 Prozent.

 

Sendung: Ihre Wahl  2017, 24.09.2017, 20:15 Uhr

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