Bundestagskandidatin Manja Schüle und Spitzenkandidat der SPD, Martin Schulz am 09.08.2017 in Potsdam/Golm (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Bild: dpa-Zentralbild

Manja Schüle holt einziges Direktmandat in Brandenburg - Nur Potsdam geht an die SPD

Zehn Wahlkreise hat Brandenburg - neun von ihnen holten bei der Bundestagswahl die Direktkandidaten der CDU. Die SPD siegte nur in der Hauptstadt Potsdam und dem Umland, wo sich Manja Schüle gegen CDU-Rechtsaußen Saskia Ludwig durchsetzte.

Manja Schüle hat im Brandenburger Wahlkreis 61 (Potsdam - Potsdam Mittelmark - Teltow-Fläming II) das Direktmandat für die SPD gewonnen. Wie der Landeswahlleiter nach Auszählung aller Wahlbezirke mitteilte, setzte sich die 41-Jährige mit 26,1 Prozent der Erststimmen gegen CDU-Kandidatin Saskia Ludwig durch, die 24,9 Prozent der Erststimmen holte. Die Büroleiterin von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) trat zum ersten Mal als Direktkandidatin an.

2013 siegte Katherina Reiche ganz knapp

Ludwig ist in ihrer eigenen Partei wegen ihrer Nähe zur AfD umstritten. Die 49-Jährige wird mit einem wenig aussichtsreichen Platz 8 auf der CDU-Landesliste der CDU voraussichtlich nicht in den Bundestag einziehen, sondern Landtagsabgeordnete bleiben.

Bei der vorherigen Bundestagswahl war der Wahlkreis ganz knapp an die CDU-Politikerin Katherina Reiche gegangen – sie siegte 2013 mit nur 0,4 Prozentpunkten Vorsprung vor der SPD-Kandidatin Andrea Wicklein. Reiche gab später ihr Mandat ab und wechselte zum Verband kommunaler Unternehmen.

Grafik: Ergebnisse für Potsdam-Mittelmark II und Teltow-Fläming II (Quelle: Infratest dimap)

Elf Direktkandidaten - einer für Trennungsväter

In dem Wahlkreis, der neben der Landeshauptstadt noch sieben Gemeinden aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark sowie die Stadt Ludwigsfelde umfasst, waren bei dieser Wahl ganze elf Direktkandidaten angetreten. Darunter waren Norbert Müller von den Linken (16,5 Prozent), René Springer von der AfD (12,3) sowie die beiden Brandenburger Spitzenkandidatinnen von Grünen und FDP: Annalena Baerbock (8,0) und Linda Teuteberg (7,5). Die Kandidatin der satirischen "Partei", Bettina Franke, erzielte immerhin 2,4 Prozent.

Einzelkandidat Edmund Müller, Maschinenbau-Ingenieur aus Werder, hatte mit dem Slogan "Gerechtigkeit für Trennungsväter und Justizreformen" für sich geworben. Dafür bekam er 0,2 Prozent der Stimmen. 2013 war Müller für eine "feminismusfreie direkte Demokratie und Justizreformen" eingetreten und hatte genau 500 Stimmen bekommen – 0,3 Prozent.

Sendung: Ihre Wahl  2017, 24.09.2017, 20:15 Uhr

 

So hat Brandenburg gewählt

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