Dahme-Spreewald
Bild: dpa/Lisa Ducret

Kommunalwahlen - Die Ergebnisse in Dahme-Spreewald

In Dahme-Spreewahl bleibt die SPD stärkste Kraft im Kreistag. Mit 20,2 Prozent der Stimmen verloren sie im Vergleich zu 2014 allerdings fast sieben Prozentpunkte. Vor CDU und Linke schiebt sich die AfD, die mit 17,1 Prozent ihr Ergebnis von vor fünf Jahren mehr als verdoppeln können. CDU und Linke verloren deutlich und landeten bei 15,2 und 12,5 Prozent der Stimmen. Die Grünen schnitten mit 11,1 Prozent im Vergleich zu 5,6 Prozent im Jahr 2014 ebenfalls gut ab. Außerdem erreichten die FDP 5,3 Prozent, die Bauern 5,2 Prozent und die BVB/Freien Wähler 3,5 Prozent.

Neben der Wahl des Kreistages fanden am 26. Mai in den 37 Städten und Gemeinden des Landkreises zudem Stadtverordneten- und Gemeindevertreterwahlen statt. In Wildau wurde zudem der neue hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Übernehmen wird das Amt die SPD-Kandidatin Angela Homuth. Laut dem vorläufigen Endergebnis setzte sich Homuth in einer Stichwahl mit 57 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Matthias Mnich von der Linken durch, der auf 43 Prozent kam.

Gewählt wurden auch 24 ehrenamtliche Bürgermeister sowie in insgesamt 133 Ortsteilen 17 Ortsvorsteher und 116 Ortsbeiräte.

Von Berlin bis in den Spreewald

Der Landkreis Dahme-Spreewald liegt im Südosten Brandenburgs und umfasst das Dahme-Seengebiet, die Niederlausitz sowie den Spreewald. Im Norden grenzt der Landkreis an das Land Berlin und gehört zum Speckgürtel der Bundeshauptstadt. In diesem Teil ist der Landkreis eher industriell geprägt. Politisch von Bedeutung ist hier vor allem der neue Flughafen Berlin-Brandenburg. Insgesamt ist das Gebiet des Landkreises zu 42,2 Prozent bewaldet und besteht zu 35,6 Prozent aus landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Während sich andere märkische Regionen zusehends entvölkern, ist die Einwohnerzahl im Landkreis Dahme-Spreewald seit der Wende fast kontinuierlich angestiegen. Aktuell leben gut 167.000 Menschen hier, nach der Wende waren es gut 140.000. Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,9 (Stand März 2019) deutlich unter dem Brandenburger Schnitt von 6,1 Prozent und ist die geringste im Land.

Spreewald-Tourismus boomt

Der Süden des Kreises erfreut sich eines gut laufenden Fremdenverkehrs. Vor allem der Spreewald mit seinen Fließen und Kanälen zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an - insbesondere Wasserfreunde, Wanderer und Radler. Die Bilanz für 2018: fast zwei Millionen Übernachtungen und Platz zwei im Ranking der beliebtesten Brandenburger Reiseziele.

Der Spreewald wurde gleich nach der Wende von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt - davon profitieren der Landkreis und seine Bürger. Sorge bereiten nur die Schadstoffe, die aus dem Lausitzer Braunkohlerevier in das Naturschutzgebiet gelangen und das Spreewasser rostrot färben.

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