Märkisch-Oderland
Bild: dpa/Patrick Pleul

Kommunalwahlen - Die Ergebnisse in Märkisch-Oderland

Paukenschlag in Märkisch-Oderland: Die AfD ist nach den Kommunalwahlen mit 17,7 Prozent stärkste Kraft im Kreistag geworden (2014: 5,7). Hauchknapp dahinter landete die Linke mit 17,6 Prozent - 2014 war sie mit 25,6 Prozent noch stärkste Kraft. Knapp hinter dem ungleichen Spitzenduo landeten die SPD mit 16,7 Prozent und die CDU mit 15,5 Prozent, die beide im Vergleich zur letzten Wahl rund sechs Prozent einbüßten. Stark schnitten auch in Märkisch-Oderland die Grünen ab. Sie konnten ihr Ergebnis von 2014 mehr als verdoppeln und landeten bei 11,2 Prozent. Mit großem Abstand folgen BVB/Freie Wähler (5,5 Prozent), FDP (5,4 Prozent) und Bauern (4,8 Prozent).

Außerdem wurden in den 45 Städten und Gemeinden des Landkreises die Stadtverordneten und Gemeindevertretungen gewählt, dazu 33 ehrenamtliche Bürgermeister sowie in den 124 Ortsteilen 64 Ortsvorsteher und 60 Ortsbeiräte.

Schrumpfende Orte im Osten

Das Märkisch-Oderland liegt im Osten Brandenburgs. Entstanden ist der Landkreis 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Bad Freienwalde, Seelow, Strausberg und Teilen des Kreises Fürstenwalde. Insgesamt erstreckt er sich von der Berliner Stadtgrenze im Westen bis zur Oder im Osten. Benachbart sind im Norden der Barnim, im Osten die Republik Polen, im Süden die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) und der Landkreis Oder-Spree und im Westen das Land Berlin.

Insgesamt leben im Landkreis Märkisch-Oderland rund 193.000 Menschen, nach der Wende waren es knapp 170.000. Doch während die Einwohnerzahl in den westlichen Gemeinden des Kreises, die zum Berliner Speckgürtel zählen, wie etwa Hoppegarten, kontinuierlich zunimmt, schrumpfen die Orte im östlichen, nur dünn besiedelten Teil, weiter, die Arbeitslosigkeit ist höher.

Vom Vorgarten Berlins zu den Mini-Alpen in der Märkischen Schweiz

Gerne wird das Märkisch-Oderland als Vorgarten Berlins bezeichnet. Doch eigentlich ist die Landschaft viel mehr als Beet und Obstbaum. Unmittelbar vor den Toren der Bundeshauptstadt beginnt das Strausberger Wald- und Seengebiet. Die Mini-Alpen der Märkischen Schweiz gehen über in die bewaldeten Höhen des Barnims als auch in die von Rinnen, Fließen und Seen durchzogene Lebuser Platte. Dieser Höhenzug öffnet sich dem Oderbruch, durch das ein scheinbar harmloses Oderflüsschen plätschert, das jedoch zu bestimmten Zeiten zum gewaltigen Strom anwachsen kann.

Der Kurort Bad Freienwalde ist der älteste im Kreis, Buckow ist wiederum der einzige Kneipp-Kurort Brandenburgs und zwei weitere Kurkliniken in Rüdersdorf und Dahlwitz-Hoppegarten haben sich voll der Gesundheit verschrieben. Daneben setzten viele Hotels, Pensionen und auf gesundheitstouristische und kulturtouristische Angebote. Auch entlang der Oder hat sich in den vergangenen Jahren der Tourismus gut entwickelt: Der Oder-Neiße-Radweg ist eine wichtige Schlagader, neue Jobs in Hotels und Gaststätten sind entstanden.

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7 Kommentare

  1. 7.

    Es wird immer den Andersdenkenden schwer fallen, Ergebnisse öffentlicher Meinungsbildung zu akzeptieren. Aber das ist Demokratie! Akzeptanz ist gefordert! Etwas daraus machen! Wer ständig nur seine eigene Meinung sieht und andere nur wegen anderer Auffassungen sogleich verunglimpft, ja sogar den Faschismushammer bedient, krakeelt, beleidigt und öffentlich an den Pranger stellt, kann kein Demokrat sein. Es ist vielmehr verachtenswert, die eigene Meinung ständig schulmeisternd über andere zu stellen und sich dann zu wundern, dass man öffentlich ins Abseits gerät. Bravo Hoppegarten! Ich sehe ein buntes Ergebnis! Und das ist gut so! Und jetzt wünsche ich mir, dass im Sinne der Bürgerinnen und Bürger die Gewählten vorurteilsfrei und gemeinsam ihrem Wählerauftrag gerecht werden, im Sinne der Ergebnisse handeln und vorantreiben und nicht kleinkariert blockieren, neiden und verbohrt auf Standpunkten beharren. Das ist Demokratie! Unbequem, vielfältig und gewollt!

  2. 6.

    LOL Hr. Klarname, erst mit der AfD werden wir wieder eine DDR 2.0 bekommen und solche verschleiernden Nicks wie ihrer werden dann auch nicht mehr möglich sein.

  3. 5.

    Der Wahlsieg der AFD macht Mut. Die Hetze aller sogenannte etablierten Parteien hat nicht gewirkt. zumindestens hier nicht. wir wollen hier keine DDR 2.0. Dafür werden wior weiter kämpfen. Und wer Grün wählt, sollte sich einen Holzroller kaufen und kerzen besorgen, weil Kraftstoff und Strom bald so teuer sein werden, dass es sich nur noch die Roths und Habecks werden leisten können.

  4. 4.

    Die Zahl der AFD Wähler ist nicth besorgniserregend.Sie machtz eher Mut.Denn trotz allgegenwärtiger Hetze gegen die AFD haben sich genug Wähler zusammengefunden, die der Lynchjustiz der Verlautarungsindustrie die Stirn boten.Es sind bestimmt viele Wähler dabei, die mit der AFD selber nciths anzufangen wissen, die aber gegen die einheitliche Hetzte der etablierten Parteien im Vebund mit der Verlautarungsindustrie entgegenwirken wollen.
    Die etabvlierten Parteien haben ,mit Ausnahme der Grünen, eine schallende Orhfeige bekommen für den undemokratischen Umgang mit der AFD, der Posten vorentahlten wurden. Denn das zeugte von undemokratischen Verhalten bei den etablierten Parteien, wofür es Punkteabzug in immenser Höhe gab.

  5. 3.

    @ZS es gibt nun mal viel Unsoziale Ungleichbehandlung im Landkreis MOL ! es schafft nicht jeder den an den Wohlstand anzuknüpfen ! Wenn Arbeit fehlt und die schlecht bezahlte Arbeit keinem weiter bringt !

  6. 1.

    Ein Armutszeugnis und gleichzeitig böses Erwachen. Ich hätte nicht gedacht das es so schlecht um die Menschen in meinem Landkreis steht, dass sie gezwungen sind blau gefärbte Marktschreier und Populisten wählen zu müssen. Ich Frage mich was uns fehlt und es nötig macht so viel Abneigung gegen Mensch, Natur und Fortschritt zu hegen um Faschismus wieder eine Stimme zu geben. Ich persönlich habe nicht viel aber mir geht es gut. Um meinen Lebensstandard zu verbessern bilde ich mich weiter und strenge mich an, anstatt anderen dafür die Schuld zu geben.

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