Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller am 26.08.2017 im Abendschau-Interview. (Quelle: rbb/Abendschau)
Video: Abendschau | 26.08.2017 | Michael Müller im Interview | Bild: rbb/Abendschau

Flughafen Tegel - Müller: Volksentscheid kann man nicht ignorieren

Sollten die Berliner beim Volksentscheid über den Flughafen Tegel für dessen Weiterbetrieb stimmen, wird Berlin die Möglichkeiten für die Offenhaltung juristisch prüfen lassen. Das kündigte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag im rbb an.

"Man kann es nicht ignorieren, wenn viele Menschen sagen, sie wollen, dass die Politik eine Sache überprüft", sagte Müller in der Abendschau. Auf der anderen Seite könne man Gerichtsentscheidungen nicht einfach beiseite drücken. Jedem müsse aber klar sein, was eine erneute juristische Prüfung bedeute, mahnte der Regierende Bürgermeister: "Erneute Klagen der Anwohner, der Airlines, von beiden Seiten. Und auch jahrelange Unsicherheit für die 300.000 Menschen, die rund um Tegel wohnen."

Einen Monat vor der Bundestagswahl lobte Müller die Arbeit der Bundes-SPD, erklärte aber auch, dass die Situation als Juniorpartner schwierig sei. Für die Wahl am 24. September peilt Müller ein besseres Ergebnis als 2013 an, damals kam die Berliner SPD auf 24,6 Prozent. "Das ist nicht einfach diesmal, wir sehen, wie das politische Umfeld ist", so Müller. Die SPD habe aber gute Chancen, ihre Direktkandidaten durchzubekommen.

Kommentar

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17 Kommentare

  1. 17.

    Entweder man ist für eine Notwendigkeit des Fliegens, oder dagegen.
    Sie sind dagegen, ich bin dafür.
    Sie wollen den Flughafen weg haben, ich will ihn erhalten.
    Die Flughäufigkeit am Tage kommt vom Nachtflugverbot. Wann sollen denn die sonst jahrzehntelang getätigten Flüge statt finden?
    Wenn sie täglich leiden, wieso schreiben hier nicht ~300.000 Leute aus der Schneise ihr Leid.
    Also hier in den Kommentaren leiden scheinbar immer die selben in der Schneise.
    Viele leiden wahrscheinlich das ihre Immobilie nun absolut nicht steigt solange TXL da ist.
    Und dieser ganze Umweltpseudobegründungsmist der bald noch lauter ist wie die Flugzeuge - keinem Tourist oder Bundesbürger kann man BER zumuten, ohne jegliche logische Anbindung an Berlin. WIR sind Hauptstatt und nicht die Alm.

  2. 15.

    Ich empfehle allen Tegel Befürwortern ein Wochenende in der HoKa II.

  3. 14.

    Herr Müller, seit Jahren und in unterschiedlichen Positionen mitverantwortlich, beklagt plötzlich "jahrelange Unsicherheit für die 300.000 Menschen, die rund um Tegel wohnen". Und niemand lacht.

  4. 13.

    Soll, nein MUSS man das jetzt so interpretieren: "Niemand hat die Absicht den BER in Betrieb zu nehmen." inclusive "Niemand hat die Absicht Tegel zu schließen"?
    Liebe Mitbürger, initiiert einen Volksentscheid "Wiedereröffnung Tempelhof!", der befindet sich gleich bei euch um die Ecke.

  5. 12.

    die ganzen Tegel Befürworter sollten sich doch mal eine Frage stellen:

    würde ich auch für die Offenhaltung von Tegel stimmen, wenn die Möglichkeit bestünde, dass die Flugrouten mal zur Abwechslung Nord-Süd verlaufen?
    Wäre mal zu prüfen, ob eine Klage dahingehend erfolg haben könnte. Ich find die Idee spannend.

  6. 11.

    Der Vergleich 1960-1990 mit heute was Tegel betrifft hinkt hinten und vorne. Das Flugaufkommen ist dermaßen gestiegen
    Das ist auf der Airport Seite nachzulesen. Die geht zurück bis 2002. Da gab es im Juli 19.000 ! Flugbewegungen, d.h. jede Seite des Flughafens hat damals 8000 Flüge in einem Monat ertragen müssen.
    Im Jahr 2017 waren es im Juli fast 26.000 ! Teilen sie das mal durch 31 Tage !
    http://www.berlin-airport.de/de/presse/presseinformationen/verkehrsstatistik/index.php?vs_month=7&vs_year=2017

    Vielleicht können sie auch rechnen und bekommen dann die prozentuale Steigerung heraus.
    Ich habe damals gegen Tempelhof gestimmt, obwohl ich da nicht in der Einflugschneise wohnte. Ich habe an die Menschen dort gedacht, die Umwelt und die Gefahr. Und es stört heute niemanden mehr, dass dort keine Flugzeuge mehr landen können.
    Aber Desinteresse an Mitmenschen, fehlendes Mitgefühl und dann noch Ignoranz, dass ist es warum Menschen mit ja stimmen. Hauptsache ich und der Weg ist kurz

  7. 10.

    Ich finde es immer wieder verblüffend mit welch Intellekt so manch Kommentar losgetreten wird.
    Ihnen u.allen anderen Bewohnern wünsche ich Erfolg bei Ihrem Vorhaben u.hoffentlich bald Erholsame RUHE.

  8. 9.

    Politik ist ein dreckiges Geschäft und niemand lügt so, wie nach der Jagd und vor den Wahlen. Das ist ein Spruch, der sich immer wieder bewahrheitet.

  9. 8.

    Recht haben Sie u.auch ich war bei Freunden ü.Wochenende eingeladen a.d.Einflugschneise.Es war unerträglich.Eine Unterhaltung zu führen war kaum möglich.Wir mußten an einem schönen Sommertag i.Haus gehen.Außerdem finde i.diese ganze Debatte ob Tegel offenbleibt o.nicht langsam grottenschlecht u.maßlos überzogen.Der Flughafen wird geschlossen werden das wird auch sicherlich die Volksabstimmung belegen.Wer billig Fliegt muß auch in Kauf nehmen etwas weiter raus zu fahren um an sein Ziel zu gelangen.
    Und lassen wir d."üblichen Verdächtigen"ruhig wieder ihren Senf dazu geben.

  10. 7.

    Welch unglaubliche Ignoranz Sie an den Tag legen.. Asbest, Contergan und Dieselabgase haben lange Zeit auch Niemanden gestört, aber sofern ein gesundheitsbezogenes Problem als real identifiziert wurde, ist es fahrlässig und bisweilen auch gesetzeswidrig, dieses zu ignorieren. Das ist bei Tegel genauso, und viele Anwohner wie ich werden mit Sicherheit auch den Rechtsweg einschreiten, sofern die Lärmbelästigung bestehen bleiben sollte.

  11. 6.

    Genau, oder lasst uns jetzt sofort das Zeitalter der E-Flugzeuge einläuten.
    In den 60er-90ern hat niemand gejault, weder über Tegel noch Tempelhof noch Schönefeld, und man ist gemütlich in den Urlaub oder sonst wohin zu jeder Tageszeit geflogen. Und es war eben so.
    Sie haben echt Pech im Leben... Viele Grüße aus Spandau.

  12. 5.

    Und deshalb gilt immer wieder:"Glaube die Hälfte und teile durch drei."
    Wir wählen und dann schaun wir mal.
    Wir geben damit eben nicht unsere Stimme ab,sondern werden sie wieder bzw. weiter erheben,wenn erforderlich
    Wahlkampfzeit ist "Münchhausenzeit".

  13. 4.

    Kleine Korrektur, der letzte Flug geht immer um 1 Uhr, daß ist der Postflug und dann geht es ab 6 Uhr wieder los.

  14. 3.

    Erst hieß es, der Volksentscheid wird auf keinen Fall respektiert werden, jetzt auf einmal diese 180 Grad Wendung?
    Wer diesen Senat nochmal wählt, hat den Schuß echt nicht gehört, ich dachte die Zeit der Wendehälse sei vorbei.

  15. 2.

    Juhu der Nächste der umfällt. Auf niemanden kann man sich noch verlassen.
    Ich hoffe, dass die Bürger in Berlin begreifen, dass dies alles doch nur gemacht wird , um Stimmen zu bekommen, allen voran die FDP.
    Warum sieht keiner die Menschen, die unter einer pro Tegel Entscheidung zu leiden haben, die armen Menschen in der Einflugschneise. Ist es wichtiger Politikern eins auszuwischen als an seine Mitmenschen zu denken.
    Wer von diesen ganzen Politikern lebt in der Einflugschneise, dass würde mich mal interessieren.
    Warum entscheiden Charlottenburger oder Frohnauer über die Gesundheit von 300.000 Menschen. Niemand der nicht in der Einflugschneise lebt, weiß was das bedeutet.
    Freitag Abend (vor 2 Tagen) zu Besuch bei einer Freundin in Spandau abends: alle 2 Minuten donnerte eine Maschine über uns, unterhalten kaum möglich, erholen am WE kaum möglich, Dreck und Lärm bis 24.00 Uhr und ab 6 Uhr morgens wieder 365 (Nachtflugverbot wird nie eingehalten ) Es war ein Albtraum

  16. 1.

    Es ist Wahlzeit und da ändert auch er sein Gewissen auf Stimmenfang. Die, die sich auf ihn verlassen haben sind ihm egal. So sind nun Mal Politiker.

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