Norbert Denef fordert: "Gefängnisse abschaffen!" (Quelle: rbb/Laura Kingston)
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Bild: rbb/Laura Kingston

#träumweiter - Radikale Ideen auf dem Prüfstand - Norberts Traum: Gefängnisse abschaffen

Lange Verfahren, immense Kosten, 65% Rückfallquote -  Gefängnisse tun wenig dafür, Straffällige wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Die Insassen kämen schlimmer raus, als sie reingegangen sind, sagen Kritiker. Und fordern: Alle Türen auf. 

Daniel L.* saß über sechs Jahre in einem deutschen Gefängnis. Mit 23 Jahren wurde er verurteilt. Weil er Drogen konsumiert und damit gedealt hat. "Das trifft dich wie ein Schlag", sagt er. Heute ist er vor allem eins – resigniert. Als er nach vier Jahren im Gefängnis eine alte Bekannte sieht, sagt sie: "Jetzt hast du hoffentlich was gelernt". Und so wie Daniels Bekannte denken viele Deutsche. Aber hat er das wirklich?

"Das ist doch die Gerechtigkeitsvorstellung der Gesellschaft. Du gehst in den Knast, sitzt deine Strafe ab und fertig", sagt Daniel. Schon in der Haft setzt er sich für seine Resozialisierung ein, möchte seine Sucht in den Griff kriegen. Er bittet die Haftanstalt um eine Therapie, um regelmäßige Urinkontrollen. Alles, was er bekommt, sind Absagen und Verweise auf lange Bewerbungsverfahren. "Du willst draußen wieder klarkommen. Bemühst dich, füllst Anträge aus und nichts passiert. Da arbeitet keiner auf deine Wiedereingliederung hin. Und falls du rückfällig wirst, will keiner Schuld sein."

Tortendiagramm: Rückfallquote nach einer Haftstrafe (Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 2006)
Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 2016Bild: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 2006

 

Daniel ist kein Einzelfall. Für ihn ist klar: "Das ganze System ist ein einziges Blendwerk. Den Leuten draußen wird vermittelt: Der Staat kümmert sich. Aber hinter den Kulissen läuft das anders. Da sind viele, die wollen, dass alles so bleibt, wie es ist."  Von flächendeckenden Resozialisierungsprogrammen keine Spur. Die Rückfallquote bei Straftätern, die eine Freiheitsstrafe verbüßt haben: 65 Prozent. Wiederholungstaten durch Knast verhindern? Fehlanzeige.

Nicht nur deshalb fordert Norbert Denef: Alle Gefängnisse abschaffen. Der Vorsitzende des Opferverbandes netzwerk b sagt: "Alle, die wir dort reinschicken, kommen viel schlimmer wieder raus, als sie reingegangen sind." Laut Denef erfüllen Gefängnisse nicht nur ihren Zweck nicht – sie tragen dazu bei, dass sich vieles verschlimmert: "Gewalt führt zu neuer Gewalt. Wir müssen diese Spirale durchbrechen."

Norbert Denef und sein Reifen gegen die Knastpolitik

Norbert Denef kämpft gegen Gefängnisse (Quelle: rbb/ Laura Kingston)
bb/ Laura Kingston

 

Ab morgen: Hofgang für immer!

 

Wie wäre es eigentlich, das ganze Strafvollzugssystem auf einmal abzuschaffen? Die Idee: Alle Türen auf. Intensivtäter und psychisch Erkrankte werden in alternativen Projekten untergebracht. Projekte, in denen sie ihre Zeit sinnvoll nutzen können und passende Therapieangebote erhalten. All die Insassen, die wegen Kleindelikten sitzen, werden entlassen und zum zeitweiligen Dienst an der Gesellschaft verpflichtet.

Anwältin Lisa Grüter leitet den Arbeitskreis für kritischen Strafvollzug und sagt: "Ich denke etwa an gemeinnützige Arbeit und die Einbeziehung von Menschen in stützende Strukturen. Für die wenigen Fälle, in denen Menschen für die Allgemeinheit wirklich gefährlich sind, müssen alternative Formen geschaffen werden."

Und diese alternativen Formen gibt es schon. Pilotprojekte wie das norwegische Inselgefängnis "Bastoy" zeigen: Es geht auch anders! Hier leben knapp 100 Strafgefangene in offenen Wohneinheiten zusammen und kümmern sich gemeinsam um die Organisation und Erhaltung der Insel. Sie bauen Gemüse an, reparieren Zäune und kochen ihr eigenes Essen. Das liberale Konzept des Gefängnisses beinhaltet kaum Sicherheitsvorkehrungen. Die „Haft“ wird von den Insassen als Privileg empfunden. Und sie übernehmen Verantwortung für dieses Privileg. Wer jeden Tag in einer Gemeinschaft arbeiten und seinen Tagesablauf gestalten kann, wird aktiv auf das Leben außerhalb eines Gefängnisses vorbereitet.

Blick durch den Zaun der JVA Moabit (Quelle: rbb/Laura Kingston)
Die Pforte der JVA Moabit. Die meisten Insassen der Anstalt sitzen in Untersuchungshaft. Bild: rbb/Laura Kingston

Deutschland, deine Knäste

In Deutschland ist eine Haftstrafe nach wie vor eher reine Verwahrung als Resozialisierungshilfe.  Insgesamt befinden sich derzeit ca. 57.000 Menschen im geschlossenen Vollzug. Was heißt das genau? Die Hafträume der Insassen werden verriegelt und täglich nur für einen kurzen Zeitraum geöffnet. Knapp ein Drittel der landesweit Verhafteten verbringt zunächst drei bis sechs Monate in Untersuchungshaft.

Dort sind die Bedingungen besonders hart. Eine Stunde „Hofzeit“ haben die Insassen täglich. Die restlichen 23 Stunden bleiben sie in ihren Zellen eingesperrt. Viel Zeit zum Nachdenken, aber auch viel Zeit für Frustration und Nichtstun.

Warum wir Menschen einsperren

Eine Haftstrafe soll in Deutschland auch immer einen gesellschaftlichen Zweck erfüllen. Fehlverhalten, das die Allgemeinheit gefährdet, soll bestraft werden. Straftäter, die gewalttätig ins Leben anderer eingreifen, sollen verwahrt werden. Rainer Wendt, der Vorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft, sagt: "Auch wenn der moderne Strafvollzug den Gedanken der Resozialisierung in den Vordergrund rückt – der Schutzgedanke der Bevölkerung darf bei gefährlichen Straftätern nicht aus den Augen verloren werden."

Doch vor wie vielen Straftätern in deutschen Gefängnissen müssen wir wirklich geschützt werden? Die Öffentlichkeit bleibt in ihrem Urteil über Straftäter und deren Gefährlichkeit oft sehr undifferenziert, sagt der Vollzugshelfer Stefan Seefelder:  "Ich halte es für hochgradig gefährlich, dem öffentlichen Rachegedanken nachzugeben. Die Unwissenheit der Öffentlichkeit über die Haftbedingungen führt zu dem Wunsch nach härteren Strafen."

Der Knast als Kriminalitätsspirale

Seefelder ist sich sicher: So, wie es ist, kann es nicht weitergehen. Er arbeitet ehrenamtlich als Vollzugshelfer in der JVA Tegel. "Das System ist stark überlastet", sagt er. "Was ich da sehe, ist eher die reine Verwaltung einer großen Menschenmenge." Für den Resozialisierungsgedanken sei wegen Personalmangel und fehlender Ressourcen überhaupt kein Platz. Nur knapp 3% der therapiebedürftigen Gewaltstraftäter bekomme tatsächlich einen Therapieplatz. Der Rest bleibe einfach unter Verschluss.

Dazu komme die Aufteilung der Insassen in Haftgruppen nach Delikten: "Das heißt: Da sitzen dann die Gewaltstraftäter mit anderen Gewaltstraftätern zusammen und prahlen im schlimmsten Fall mit ihren Taten." Wer wegen terroristischer Aktivitäten aufgefallen oder frisch aus Syrien zurückgekehrt ist, kommt auf einen Gang mit allen anderen Islamisten. "Wie soll man denn da noch eine Radikalisierung verhindern?", fragt Seefelder. Diese Tatsachen lassen für Anwältin Lisa Grüter zurzeit nur einen Schluss zu: "Der Strafvollzug ist ein System, das Menschen gedemütigt und verbittert entlässt."

Vergitterte Fenster in der JVA Moabit (Quelle: rbb/Laura Kingston)
JVA Moabit. Die Anstalt bietet Platz für 917 Gefangene. Derzeit eingeschlossen: 958. Das macht eine Belegung von 104%Bild: rbb/Laura Kingston

Ob Insasse, Vollzugshelfer oder Opfer einer Straftat – die Zweifel an der Freiheitsstrafe generell und den deutschen Gefängnissen im Besonderen sind groß. Letztlich gibt es viele Stimmen im Gefängnis-Umfeld, die fordern: Schafft die Gefängnisse ab! Zumindest so, wie sie jetzt sind. Denn der Schutz der Gesellschaft und ein humanerer Strafvollzug sind keinesfalls ein Gegensatz. Sie gehen Hand in Hand.

Das sagen die Parteien

  • "Zu einer funktionierenden Justiz gehört ein funktionierender Strafvollzug. Dieser ist auch ein
    Garant für die Innere Sicherheit." Der Stafvollzug solle modern und sicher sein und vor allem dem Schutz der Bevölkerung dienen. - CDU-Berlin

  • In ihrem Wahlprogramm befassen sich die Sozialdemokraten mit dem Thema nicht explizit. Sie befürworten aber eine größere Polizeipräsenz auf den Straßen, sowie eine bessere personelle und technische Ausstattung der Justiz. Insgesamt soll der Staat „handlungsfähiger“ werden. Die Anfrage der träumweiter-Redaktion hat die SPD nicht beantwortet.

  • Konstantin Kuhle, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen ist der Meinung, dass ein harter Strafvollzug ein Land nicht sicherer macht. Bei Straftaten ohne unmittelbare Opfer sollte man deswegen mehr auf Hausarest und hohe Geldstrafen zurückgreifen: "Auch die strafrechtliche Verfolgung des Konsums von Cannabis halten wir für falsch, da sie Ressourcen verschlingt." Für die Haft selber wünscht sich die FDP ein Modell, was auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ausgerichtet ist: "Während der Haftzeit sollte der Fokus auf der Resozialisierung des Sträflings und weniger auf der Bestrafung liegen." 

  • "Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit und Schwere der Schuld machen insbesondere bei Kapitalverbrechen Freiheitsentzug unverzichtbar", sagen die Grünen auf Anfrage. Dennoch gehöre zu einer wirksamen Kriminalpolitik auch die Suche nach intelligenten Alternativen zur Haft: "Die Ersatzfreiheitsstrafe für Menschen, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können, blockiert teure Haftressourcen und ist durch z.B. soziale Arbeit ('Schwitzen statt Sitzen' zu ersetzen."

  • "Eine Gesellschaft ganz ohne Knäste ist eine schöne Utopie, die so aber wahrscheinlich kaum zu erreichen ist [...] Schon jetzt ist aber ein weitergehender Abbau des Gefängnissystems nötig und möglich, in dem in vielen Fällen auf die Verhängung von Freiheitsstrafen bei Nicht-Gewaltdelikten verzichtet oder ein offener Vollzug angeordnet wird", sagt die Linke auf Anfrage. Die Linke setze sich für einen menschenwürdigen Strafvollzug ein, der die Resozialisierung in den Mittelpunkt stellt. Sie ist gegen einen reinen Verwahrvollzug.

  • Die AfD hält es für unrealistisch Gefängnisse abzuschaffen: "Es wird immer gute und böse Menschen geben. Die Bösen müssen gegebenenfalls bestraft und die Guten geschützt werden."  Es brauche sogar härtere Strafen, da Gefängnisse abschrecken müssten, heißt es von Seiten der Berliner AfD.

Beitrag von Mirjam Banz

Kommentar

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24 Kommentare

  1. 24.

    Was soll man denn im Gefängnis "lernen"?
    Obwohl, das Gefängnis wird auch "Berufsschule für Kriminelle" genannt...
    Man "lernt" Kriminell(er) zu werden...

    Der Pöbel (85% oder mehr) glauben auch Depressionen etc. sind "Charakterschwäche".
    Ich glaube wenn Ich ein Gespräch mit solchen Menschen führen würde, Ich könnte solche Menschen in eine miese Stimmung bringen.
    Man muss sie nur auf ihre Arbeit, und das sie sie nur fürs Geld machen ansprechen.
    Fragen "Würden Sie wenn sie zu 30Mio kommen kündigen?". Nein? Also haben sie eine miese Arbeit.
    Menschen wie "Ladenschwengel" betrachten oft wohl auch "Filialleiter" als "Karriere", traurig...
    Man bezeichnet deren Eltern auch als "Asoziale" und begründet das damit, dass Eltern die nicht asozial sind, ALLES dafür tun (auch sehr günstig wohnen, nie Urlaub etc. um viel Geld in Nachhilfe etc. zu investieren, bei zwei Normalverdienern sogar €1000 bis €1500 pro Monat), dass ihr Kind Bestnoten bekommt, und studiert...

  2. 23.

    Sie sollten Beiträge, die ironisch und/ oder provozierend gemeint sind, als solche kennzeichnen. Sie laufen sonst Gefahr nicht ernst genommen zu werden.

  3. 22.

    Meine Probleme hatte ich eigentlich eineindeutig geschildert. Außerdem bedeutet Alter nicht gleichzeit Weisheit.

  4. 21.

    Zuerst mal zu Ihrer Information geht es i.diesem Bericht um "Träumereien."Nicht mehr u.nicht weniger.Im Rechtschreiben hatte i.immer sehr gute Schulnoten.Was ist also Ihr Problem? Weisheiten werden nicht mit Löffeln gegessen sondern sammeln sich wenn überhaupt erst im Lebensalter.Zudem gestehe i.mir auch offen Fehler ein was viele hier sich nicht zutrauen.Im Gegenteil!

  5. 20.

    Ich würde bei ganz wenigen Menschen davon sprechen, dass sie unveränderbar nicht gesellschaftsfähig wären u. durchgängig - ohne jeglichen Anlass - eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Alles andere ist abhängig von den Umständen.

    Gemeinhin wird aber das Gefängnis im Sinne von Rache und Vergeltung begriffen und das kommt hier ja in einigen Beiträgen ziemlich klar zum Ausdruck: DIE festgefügte Gruppe der Täter und DIE festgefügte Gruppe derer, die sich nichts zuschulden haben kommen lassen und für alle Zeiten gegenüber solchen Taten gewappnet wären.

    Mit Verlaub: Die eifernste Ton, der zu hören ist, versinnbildicht nur das Spiegelbild.

    Sicherungsverwahrung, an der ich kein Weg vorbei führen sehe bei der recht kl. genannten Gruppe ist ein unabdingbarer Notbehelf. Alles weitere Wegsperren von Menschen verschlimmert deren Verhalten nur, als dass es etwas löst. Mörder sind in aller Regel Einmaltäter, der Mord entstanden aus einer ganz spez., nicht wiederholbaren Sit.

  6. 19.

    Hallo Lotte, ich habe jetzt (fast) alle Kommentare von Ihnen kommentarlos über mich ergehen lassen. Nun kann ich aber doch nicht mehr an mich halten. Was bilden Sie sich eigentlich ein?! Zu jedem Thema haben Sie etwas zu sagen. Das an sich soll nicht das Problem sein. Sie halten Ihre eigenen Kommetare aber für den Stein aller Weisen und können nur schwer andere Meinungen zulassen. Es gibt ein deutsches Sprichwort: "Die Weisheit mit Löffeln fressen". SIE scheinen jedoch im Meer der Weisheit gebadet zu haben, dass allerdings recht verschmutzt gewesen zu sein scheint. Dazu schreiben Sie in einem so fürchtlerlich schlechtem Deutsch, dass einem das Grausen kommt. Ich bitte Sie inständig, sich zu mäßigen und in sich zu gehen. Jeder Mensch hat in einer Demokratie das Recht auf eine eigene Meinung, die man nicht gut finden muss, diskutieren kann, aber nicht abwerten sollte. So. Das soll es zu diesem Thema gewesen sein. Ich wünsche Ihnen noch eine gute Zeit.

  7. 17.

    Nur absitzen bedeutet ja keine Strafe, sie sollen sich gefälligst nützlich machen und selber für ihren Knast-Aufenthalt bezahlen. Das Zuchthaus bietet ihnen ihre "Hotelkosten" zu decken.

  8. 16.

    meines Wissens nach kann eine gerichtlich festgelegte Geldstrafe oder Schadenersatz nicht in einer Privatinsolvenz geregelt werden.....kann es tatsächlich verjähren? ja, sicher. leider.

  9. 13.

    Sie sprechen mir aus den Herzen. Nur würde ich noch etwas hinzufügen wollen. Jeder Straftäter: ob nun ein Grafitisprayer oder Autobrandstifter etc. sollte den entstandenen Schaden bis zum letzten Cent zurückzahlen müssen. Keine verjährung, Privatinsolvenz oder der Gleichen dürfen Sie in Anspruch nehmen. Ich glaube, unter dem Gesichtspunkt würde sich so Mancher überlegen, ob er Hand an fremdes Eigentum legt!!

  10. 12.

    Es gibt ein deutsches Sprichwort, das da lautet: "Strafe muss sein!"
    Also halten wir uns daran.

  11. 11.

    bin für Wiedereinführung des Zuchthauses, Haft UND schwere Arbeit. Anders ist dem gesellschaftlichen Abschaum nicht beizukommen, meinetwegen Fußfesseln für Ersttäter.

  12. 10.

    Wenn von Resozialisierung gesprochen wird, dann nur, weil die Täter sich bisher nicht sozialisiert haben.
    Ist das Staatsversagen?
    Oder ist es so wie bei der Integration von Flüchtlingen? Die müssen sich auch nicht integrieren sondern wir sollen die Fremdkörper integrieren.

    Täter können wir nicht abschieben (auch nicht auf Inseln), sondern sie müssen von der restlichen Gesellschaft separiert werden, um nicht der Anarchie Vorschub zu leisten.
    Oder der Staat übernimmt für die Taten der Täter Staatshaftung und ersetzt den Opfern alle Schäden mittels Geld.
    Oder die Opfer werden mit Selbstjustiz antworten.

    Geldstrafe oder Zeitstrafe sind immer noch humaner als Scharia.
    Obwohl die Scharia auch keine Straftaten verhindert.

    Am besten die Täter bedenken vor der Tat deren Folgen.
    Die Rückfallqoute der Täter zeigt, dass die kriminelle Energie höher ist. Damit schließt sich der Kreis für die meisten wieder.

  13. 9.

    Irrsinn.
    Absoluter Irrsinn.

    Wer schützt dann die Normalbürger vor denen die aufgrund ihrer Verhaltensweisen und Sozialisation für die Gemeinschaft eine ständige Gefahr darstellen?

    Wie kann überhaupt irgendjemand auf einen derartig abartigen Gedanken kommen?

    Täterschutz vor Opferschutz. ....

  14. 8.

    Herr Krüger, was wäre denn Ihr Gegenvorschlag? Wie wollen Sie die Allgemeinheit vor Leuten schützen, die für ein Leben in der Gemeinschaft nicht geeignet sind? Ich finde es ja auch absurd, dass in Tegel unheimlich viele notorische Schwarzfahrer einsitzen. Aber es gibt eben auch viele Leute, die neue schwere Straftaten verüben werden, wenn sie in die Freiheit entlassen werden. Wie müsste sich denn die Mehrheitsgesellschaft verändern, wenn wir keine Knäste mehr haben? Der Normalbürger, der sich an die Regeln hält, ist doch schon heute am Ende seiner Möglichkeiten. Bewaffnen darf man sich nicht, was ja an sich auch richtig so ist. Der Zaun rund um das Grundstück darf nicht höher als zwei Meter sein. Ob das dann noch reicht, weiß ich nicht. Ich möchte, dass die Leute auch weiterhin ohne zu große Angst mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können. Dafür ist es erforderlich, Gewalttäter weiterhin aus unserer Gesellschaft langfristig zu entfernen.

  15. 7.

    Wieso hat doch geklappt!
    Sie reagierten dementsprechend darauf.Im ü.habe auch i.Träume.Gefängnisse Abschaffen halte i.f.genau so irrwitzig.

  16. 6.

    Es ist schlichtweg eine Frage des Menschenbildes.

    Jahrhundertelang herrschte die Zweiteilung eines ausgemachten "Gut" und "Böse" und viele Menschen finden ihren Nektar immer noch darin. Das ist recht einfach, sich selber auf der besseren Seite zu wissen und herablassend auf andere zu schauen, die den Kurve nicht bekommen haben. Wie ich finde: Recht fantasielos und arrogant obendrein.

    Dann gibt es das Menschenbild, dass Menschen befähigt sind, gut miteinander auszukommen und die vielfältigsten Umstände dafür verantwortlich sind, weshalb sie genau dieses nicht vermögen: Situativ oder ggf. zeitüberdauernd. Immer hat das auch mit der gesellschaftlichen Befähigung zur Entscheidung zu tun und zwar dergestalt, dass die eigene Entscheidung Konsequenzen für andere hat. Einem Großteil bleibt das verborgen. Das sind, mit Verlaub, tendenziell die Lesenden der Blätter mit den großen Buchstaben.

    Mir riecht Gefängnis zu sehr nach Vergeltung, als dass ich darin einen positven Sinn sähe.

  17. 5.

    @ Lotte
    >So ganz von der Hand abzuweisen ist dieser Gedanke nicht.Ich persöhnlich gehe noch einen Schritt weiter und gebe mal weiter was i.mal gehört habe: gebt sämtliche"Drogen" frei auf der Welt und wir haben ein RIESIGES PROBLEM weniger.<

    .
    Also die Zigarette für den 12 Jährigen und den Alkopop für die 10 Jährige?
    Und worauf stützen Sie Ihre Aussage, dass nur anfänglich die Zahl von Toten sich erhöhen würde? Gibt es dazu bereits verlässliche Studien? Oder verlassen Sie sich bei der Aussage auf Erfahrungswerte aus Ihrem sozialen Umfeld?

    Auf eine Kommentierung einer potentiellen Antwort Ihrerseits werde ich auch diesmal gerne verzichten, da ich nicht davon ausgehen kann, dass Ihre Argumente eine qualitative Änderung erfahren könnten.

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