Die Mannschaft von Turbine Potsdam (Quelle: Screenshot rbb)
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Video: rbb UM6 | 22.08.2017 | Nikolaus Hillmann | Bild: Screenshot rbb

Vor Saisonbeginn - Turbine Potsdam startet mit bescheidenen Zielen

Viele Monate waren die Turbinen im vergangenen Jahr Spitzenreiter in der Bundesliga, am Ende wurden sie Dritte. Doch zwei Wochen vor dem Start der neuen Saison geben sich die Spielerinnen - trotz Verstärkung - noch zurückhaltend.

Zwei Wochen vor dem Beginn der neuen Saison stecken die Spielerinnen von Turbine Potsdam die Ziele nicht wirklich hoch. Egal, wen man fragt, die Antworten lauten fast identisch: "Wir versuchen eben im oberen Drittel dabei zu sein und so lange, wie möglich, oben dabei zu sein." - "Auf jeden Fall im oberen Drittel angreifen." -"Wir wollen definitiv im oberen Drittel landen."

Bei zwölf Mannschaften wäre das ein Platz unter den besten Vier. Ganz schön bescheiden für ein Team, das im Vorjahr sieben Spieltage vor Saisonende noch von der Spitze der Bundesliga-Tabelle grüßte. Doch auf der Zielgeraden der Saison ging der Mannschaft von Trainer Matthias Rudolph die Luft aus. Hinter Meister Wolfsburg und den Bayern aus München wurden sie Dritte.

Nationalspielerin Svenja Huth hofft daher nun auf eine "konstant gute Saison". "Wir hatten letzte Saison eine starke Hinrunde gespielt, in der Rückrunde hat’s dann ab und zu ein bisschen gehapert", bedauert sie.

Huth hat Muskelfaserriss auskuriert

Huth hat sich nach ihrem Muskelfaserriss bei der EM gut erholt. Sie traf zum Beispiel beim 1:1 im Testspiel gegen die Champions-League-Finalistinnen von Paris St. Germain. Jetzt heißt es  - nicht nur für die Stürmerin – konzentriert gegen Jena starten, gewinnen und die gute Form so lange wie möglich konservieren.

Matthias Rudolph hat aber noch einige Schwächen erkannt, die er bis zum ersten Ligaspiel abstellen möchte: "Es geht darum, in den letzten 14 Tagen noch die Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen zu verbessern, dass wir im Angriff auch ein bisschen beweglicher sind, dass wir zu mehr Torchancen kommen."

Neuzugänge überzeugen in der Vorbereitung

Wichtig ist natürlich auch die Integration der Neuzugänge. Echte Verstärkungen sind schon jetzt die schwedische Innenverteidigerin Amanda Ilestedt und die hoch talentierte Nina Ehegötz, die vom Absteiger Bayer Leverkusen an die Havel wechselte. Für die 17-jährige offensive Mittelfeldspielerin ist der Wechsel nach Potsdam eine echte Herausforerung: "Es macht Spaß mit denen zu trainieren zu dürfen und man merkt auch, dass das Niveau echt hoch ist, finde ich."

Auch die 24-jährige Ilestedt schwärmt von ihrem neuen Team: "Es war immer mein Traum, in der Bundesliga zu spielen und es ist einfach phantastisch, Turbine Potsdam repräsentieren zu dürfen. Ich hoffe der Mannschaft in den kommenden Spielzeiten dabei helfen zu können, alle Ziele zu erreichen." Sie sei überzeugt, dass Turbine Potsdam für ihre weitere Entwicklung genau der richtige Verein ist, so das neue Mitglied von Turbines Viererkette.

Spielerinnen von Turbine Potsdam beim Training. (Quelle: F. Roessler/rbb)
Noch zwei Wochen bis zum Start. | Bild: rbb/Friedrich Roessler

Zum Auftakt kommt Jena nach Potsdam

Am 3. September wird es im Karl-Liebknecht-Stadion um Punkte gehen. Der USV Jena, im Vorjahr Neunter der Bundesliga, kommt dabei als Außenseiter zum Saisonauftakt. Im Vorjahr konnte Turbine Hin- und Rückspiel gewinnen und auch diesmal soll ein Sieg her: "Wir wollen natürlich gewinnen" sagt Svenja Huth. Drei Punkte sollen bei dem Heimspiel im Karli rausspringen.

Ungewohnt wird allerdings der neue Anblick am Spielfeldrand sein. Die Turbinen sitzen in dieser Saison auf der vom Spielfeld gesehen linken Seite, statt wie seit Jahren auf der rechten. Die Gründe dafür seien intern, erklärten die Verantwortlichen. Ob die Mannschaft damit näher an den Fanblock rücken möchte? Oder ob es aus Aberglauben geschieht? Wie auch immer - auch in dieser Frage gilt die alte Fußballerweisheit: Es zählt, was auf dem Platz passiert, nicht daneben.

Sendung: rbb UM6, 22.08.2017, 18 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich wünsche den Turbine Mädels alles gute und eine tolle Saison.

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