Fussball, Herren, 2. Bundesliga, Saison 2017/2018 (5. Spieltag), Fortuna Düsseldorf - 1. FC Union Berlin, Marcel Sobottka (M., Fortuna Düsseldorf) erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torwart Jakob Busk (Quelle: Imago/ Matthias Koch)
Bild: imago sportfotodienst

2:3 in Düsseldorf - Last-Minute-Niederlage für Union Berlin

Es ist die erste Niederlage der Saison für Union Berlin, und die war ziemlich knapp. Bis kurz vor Ende führten die Eisernen mit 2:1. Doch dann gelang den Gastgebern die Wende - mit einem späten und einem sehr späten Treffer.

Der 1. FC Union Berlin hat in der 2. Fußball-Bundesliga die erste Saisonniederlage kassiert. Am fünften Spieltag unterlagen die Köpenicker knapp bei Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf mit 2:3 (0:1) und rutschten auf Tabellenplatz sechs ab. Der Siegtreffer für die Gastgeber gelang Florian Neuhaus in der Nachspielzeit (90.+1). Zuvor hatte Fortuna in dem bereits nach sicherem Verlierer ausgesehen, doch in der Schlussphase drehten die Rheinländer die Partie. Zunächst glich der eingewechselte Düsseldorfer Takashi Usami (84.) zum 2:2 aus, dann traf Neuhaus kurz vor dem Abpfiff.

Die Berliner gelten zwar als Aufstiegskandidat Nummer eins, doch die Mannschaft von Trainer Jens Keller ließ sich in den ersten 45 Minuten überrennen und fand nicht in die Zweikämpfe. In der 18. Minute hatte Marcel Sobottka die Gastgeber vor 26.341 Zuschauern in Führung gebracht - aus dem Gewühl heraus und abgefälscht. Zur Halbzeitpause hätten die Düsseldorfer höher führen können, doch es blieb zunächst beim 1:0.

Union kämpft sich zurück - Fortuna auch

Danach aber kämpften sich die Berliner mit läuferischem Einsatz und Härte ins Spiel. Häufig kamen die müder wirkenden Gastgeber nun einen Schritt zu spät, doch Union fehlte zunächst die Konsequenz im Ausspielen der Torchancen. Die Berliner drehten dann aber die Partie durch Damir Kreilachs verdienten Ausgleich per Kopf (68.) und das Eigentor von Kaan Ayhan (78.). Letzteres wurde provoziert durch eine scharfe Eingabe des Berliner Debütanten Atsuto Uchida. Der Japaner wurde 15 Minuten vor Spielende eingewechselt und sorgte in seinem ersten Pflichtspiel für die Köpenicker gleich für Unruhe im Fortuna-Strafraum.

Auf das Eigentor hin gab die Fortuna noch einmal Gas und schaffte die Wende im Spiel. Union fühlte sich nach dem Ausgleich zu sicher - und ließ den Fortuna-Siegtreffer zu, der nicht unhaltbar schien. Mit ihrem Sieg verteidigen die Düsseldorfer die Tabellenführung.

Keller: "Das tut uns weh"

Union-Trainer Jens Keller konnte am Sonntag den Ausfall von Angreifer Steven Skrzybski (Achillessehnenreizung) und Innenverteidiger Marc Torrejon (Wadenverletzung) nur halbwegs kompensieren. Dafür war Abwehrchef Toni Leistner nach überstandener Achillessehnenverletzung wieder dabei, konnte aber besonders in ersten Halbzeit viele Unsicherheiten in der Union-Defensive nicht verhindern.

Der Coach der Berliner klagte: "Das tut uns weh. In der ersten Hälfte waren wir nicht im Spiel. Wir hätten aber mit 1:0 durch Sebastian Polter in Führung gehen müssen. Nach der Pause hatten wir das Spiel im Griff." Auch Leistner haderte: "In der ersten Hälfte war Fortuna besser, in der zweiten wir. Deshalb ist es besonders ärgerlich, dass wir ohne Punkt nach Hause fahren."

Für Union war es das dritte Spiel in Serie gegen einen Tabellenführer. Zuvor hatten die Berliner Remis gegen den 1. FC Nürnberg (2:2) und Arminia Bielefeld (1:1) gespielt - und die Gegner so von der Tabellenspitze gestoßen.

Sendung: Abendschau, 10.92017, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Berliner Moritz Wagner (Nummer 13), Forward des NCAA-College-Basketballteams Michigan Wolverines, feiert den Halbfinalsieg im Big-Ten-Conference-Turnier über Michigan State am 4. März 2018 in New York City (Quelle: imago / Duncan Williams).
imago sportfotodienst

Erster Berliner Basketballer in der NBA - Wagner schwebt auf lila Wolken

Früher Prenzlauer Berg, bald Venice Beach: Moritz Wagner hat es in die glitzerndste Basketballliga der Welt geschafft. Die Los Angeles Lakers wählten den 21-Jährigen am Freitag in der ersten Runde des NBA Drafts. Seinen Ex-Trainer bei Alba überrascht das nicht. Von Sebastian Schneider