Claus-Dieter Wollitz, Trainer des Fußball-Regionalligisten FC Energie Cottbus (Quelle: imago/Bernd König)
Bild: imago sportfotodienst

Auswärtsspiel in Halberstadt - Energie Cottbus muss zum Papa vom Nils

Fünf Spiele, fünf Siege! Energie Cottbus ist in der Fußball-Regionalliga derzeit das Maß aller Dinge. Auf ein Ende ihrer Serie haben sie noch keine Lust - auch nicht am Sonntag in Halberstadt, wo ein alter Bekannter auf die Lausitzer wartet. Von Andreas Friebel

Beim Blick auf die Tabelle der Regionalliga Nordost könnte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz ganz entspannt sein. Fünf Punkte hat sein Team nach fünf Spieltagen bereits Vorsprung auf die Konkurrenten. Nur schaut der Coach nicht auf die Tabelle: "Das ist nicht wichtig für mich. Ich beschäftige mich nur mit dem aktuellen Spiel. Klar weiß ich, dass wir Erster bleiben, egal wie der Spieltag endet. Aber mehr auch nicht."

"Der Weg ist sehr weit"

Der aktuelle Gegner wird am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) Germania Halberstadt sein. Das Team aus dem Harz ist derzeit der beste Aufsteiger. Mit acht Punkten steht Halberstadt auf Platz sieben. Verantwortlich für den kleinen Höhenflug ist Trainer Andreas Petersen. Der Vater von Torjäger Nils, der über Cottbus den Sprung in die Bundesliga schaffte und über 30 Tore für die Lausitzer erzielte, ist sehr erfahren - und ein bisschen auch Energie-Fan. "Beim Absturz von Cottbus habe ich mitgelitten. Dieser Abstieg tut weh. Wir sind ja alles Ossis und halten zusammen. Energie ist zu wünschen, dass sie bald wieder in der 2. oder 3. Liga spielen. Doch der Weg ist sehr weit", sagte er in dieser Woche in einem Interview mit der "Lausitzer Rundschau" und fügte gleich noch an: "Gegen uns haben sie ja auch noch nicht gewonnen. Wir haben uns für Sonntag etwas vorgenommen."

"Halberstadt hat eine sehr erfahrene Truppe zusammen"

Das hatten sich aber auch alle anderen Teams vorgenommen, auf die Cottbus in dieser Saison bislang getroffen ist. Abgesehen vom letzten Heimspiel gegen Meuselwitz (1:0) gab es hohe Siege. Das Torverhältnis der Lausitzer beträgt aktuell 17:1.

"Halberstadt hat eine sehr erfahrene Truppe zusammen. Wir müssen uns auf ein Spiel mit viel Aggressivität und Zweikämpfen einstellen. Wichtig ist, das Spieltempo hoch zu halten und uns nicht von Nebensächlichkeiten ablenken zu lassen", so Wollitz.

Auch auf der gegnerischen Seite gab es schon Platzverweise

Mit Nebensächlichkeiten meint der Cottbuser Trainer kleine Provokationen auf dem Spielfeld. Die Gegner wissen, dass ein Foul oder eine Schwalbe für Unruhe sorgen können, um Energie aus dem Tritt kommen zu lassen. So flog Benjamin Förster Anfang August nach einem Revanchefoul vom Platz und fehlt seitdem der Mannschaft. Aber auch auf der gegnerischen Seite gab es schon Platzverweise. Bemerkenswert: Bei keinem Ligaspiel mit Cottbuser Beteiligung standen beim Schlusspfiff 22 Spieler auf dem Platz! Mal sehen wie es am Sonntag in Halberstadt laufen wird.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.09.2017, 16:00 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

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