Torsten Mattuschka und Karim Benyamina hatten Spaß beim Abschiedsspiel (Quelle: rbb)
Video: rbb aktuell | 02.09.2017 | Friedrich Rößler | Bild: rbb

Abschiedsspiel von Mattuschka und Benyamina beim 1. FC Union - Große Party und Torflut zum Abschied

Volksfest-Stimmung im Stadion An der Alten Försterei: Torsten Mattuschka und Karim Benyamina, zwei Legenden des 1. FC Union Berlin, riefen zum Abschiedsspiel und Fans und Freunde kamen. Ganz nebenbei fielen 18 Tore. 

Stimmungsvoll - das ist wohl das Wort, das die Abschieds-Party von Torsten Mattuschka und Karim Benyamina am treffendsten beschreibt. 473 Spiele haben die beiden unvergessenen Union-Ikonen für den Verein aus Köpenick bestritten. Obwohl Mattuschka, seit drei Jahren, und Benyamina, seit sechs Jahren, schon länger nicht mehr für die Eisernen aktiv sind, sollte es die endgültig letzte Partie noch einmal in sich haben. Präsident Dirk Zingler bezeichnete die beiden Identifikationsfiguren jünst als Wegbereiter für den jetzigen Erfolg des Vereins.

Und wie es sich für einen solchen Anlass gehört, ließen sich die Eisernen-Fans nicht lange bitten und schufen einen emotionalen Rahmen für das Aufeinandertreffen zwischen der aktuellen Mannschaft des 1. FC Union Berlin und Tusche, Karim und Freunden. 14.000 Fans brachten das Stadion An der Alten Försterei immer wieder zum Beben.

Anstoß um 17:22 Uhr - das hat was zu bedeuten

"Die Atmosphäre, das Stadion, die Fans: Das passt einfach zusammen", sagte Karim Benyamina. Mit den Rückennummern 17 und 22 liefen "Tusche" und Benyamina in ihrer Zeit für Union auf - logisch also, dass ihr Abschiedsspiel nur eine Anstoßzeit haben konnte. Um 17.22 Uhr sollte der Ball laufen, tat er aber nicht. Um 17.27 Uhr ging es dann wirklich los. Namhafte Ehemalige und Aktive, langjährige Freunde der beiden Protagonisten  standen auf dem Platz. Unter ihnen zum Beipsiel Eishockey-Eisbären-Legende Sven Felski, Jörg Heinrich, Ronny Nikol und Sören Brandy. Sogar Weltmeister und Borussia-Mönchengladbach-Kicker Christoph Kramer gab sich die Ehre.

Spektakulär ging es gleich zur Sache. Das 1:0 für Tusche, Karim und Freunde besorgte, wie sollte es auch anders sein, Torsten Mattuschka selbst - aber wie. Der 36-jährige, ehemalige Union-Kapitän und aktueller Spieler des VSG Atglienicke in der Regionalliga Nordost ließ die halbe gegnerische Abwehr stehen, umkurvte den Torwart und traf lässig mit der Hacke. Im Anschluss entwickelte sich ein munteres Spiel mit Toren hüben wie drüben. Die Fans fühlten sich prächtig unterhalten, was sie mit Sprechchören und Gesängen immer wieder zum Ausdruck brachten.

Benyamina und Mattuschka treffen

Für eines der großen Highlights sorgte, erneut, Torsten Mattuschka höchstpersönlich. In der 42. Minute gab es beim Stand von 4:2 für den 1. FC Union Berlin einen Freistoß aus aussichtsreicher Position für die Profis. Nach Absprachen und zwei Finten zirkelte Torsten Mattuschka den Ball schließlich selbst auf das eigene Tor - der Ball schlug im oberen Winkel unhaltbar ein. Das Gelächter auf und neben dem Platz war dementsprechend riesig. Mit 6:4 für Union ging es dann in die Halbzeit. Benyamina und Mattuschka nahmen sich viel Zeit für die Fans und schrieben fleißig Autogramme.

"Das ist natürlich geil, dass so viele zu uns kommen und uns noch mal spielen sehen wollen. Das ist Gänsehaut pur. Ich glaube es ist ein geiler Tag für alle", sagte "Tusche" in der Pause. "Das war uns wichtig, dass viele Tore fallen und es nicht zu ernst genommen wird. Und in der zweiten Halbzeit lassen wir es noch mal richtig krachen."

18 Tore fielen, gleich viele pro Team

Und die Protagonisten auf dem Platz hielten Wort. In der 62. Minute erzielte auch Karim Beynamina sein Tor zum zwischenzeitlichen 7:6. Bei den Profis von Union lief fast alles auf, was Rang und Namen hatte: Von Felix Kroos bis Neuzugang Akaki Gogia machten sich die Spieler einen großen Spaß aus der Veranstaltung.

Union-Keeper Jakob Busk hielt noch eine Überraschung bereit: Er wurde in der zweiten Halbzeit als Stürmer eingewechselt - mit einem Feldspielertrikot, wohlgemerkt. Das Spiel endete schlussendlich 9:9 - unentschieden. Nach dem Abpfiff ließen sich "Tusche" und Benyamina bei der offiziellen Veraschiedung noch mal ordentlich feiern.

 

Sendung: rbb aktuell, 2.9.2017, 21:45 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Das war gestern fantastisch. Im Bericht fehlt nur, dass unser Rekordtrainer Uwe Neuhaus zum Schluss von den Fans besonders gefeiert wurde. Das ist Union. Hoffentlich macht das große Geld das nicht eines Tages kaputt.

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