Leon Goretzka (FC Schalke 04) gegen den Herthaner Marvin Plattenhardt (Quelle: imago/Eibner)
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Treffen der Tabellennachbarn - Hertha zeigt sich optimistisch - trotz Mittelmaß

Am Samstag heißt es im Olympiastadion: Zehnter gegen Neunter. Hertha BSC empfängt Schalke 04 und könnte mit einem Heimsieg aus dem Mittelfeld der Tabelle nach oben klettern. Auch wenn Platz Zehn durchaus dem eigenen Saisonziel entspricht. 

Statistiken und Pal Dardai werden wohl keine Freunde mehr. Ballbesitz, Torschüsse, Eckbälle: Vieles wird im Fußball erfasst, doch den Hertha-Coach interessieren letztlich nur Punkte und Tabellenplatz. Je zwei Siege und Niederlagen, dazu drei Unentschieden, den zehnten Platz und ein ausgeglichenes Torverhältnis weist das Tableau derzeit für Hertha BSC aus. Mehr Mittelmaß geht kaum. Dardai lässt keine Zweifel aufkommen, dass er damit zufrieden ist.  Denn nicht nur der Ungar hatte im Vorfeld der Saison befürchtet, dass die Dreifachbelastung aus Liga, Pokal und Europacup größere Opfer verlangt.

Jarstein ist wieder fit

Für Hertha stellt sich nun die Frage, wo es hingeht in den nächsten Wochen. Muss der Blick nach unten wandern oder erlaubt sich die "Alte Dame" die Aussicht in etwas sonnigere Tabellengefilde. Das Spiel gegen Schalke 04 am Samstag um 15:30 Uhr soll diesbezüglich schlauer machen. Auf Rune Jarstein wird Dardai in diesem richtungsweisenden Spiel bauen können. Der Norweger kam mit Kniebeschwerden von der Nationalmannschaft zurück und hat am Anfang der Woche pausiert. Doch mittlerweile ist der Stammkeeper wieder fit und fest für die Partie gegen Schalke eingeplant.

Selke vor dem Debüt

Anders verhält es sich mit Mathew Leckie. Der mit vier Treffern bislang erfolgreichste Hertha-Torschütze der Saison gewann zwar mit Australien in der WM-Qualifikation gegen Syrien, stieg aber etwas angeschlagen aus dem Flieger. Dardai wartet deswegen noch ab: "Nach langer Spielzeit und langer Reise hat er ein paar Blessuren, und dann müssen wir das abwarten, wie sich alles entwickelt." Etwas euphorischer äußerte sich der Trainer über einen anderen Sommerneuzugang. Denn Davie Selke steht kurz vor seiner Bundesligapremiere im Trikot der Hertha. Für einen 90-minütigen Einsatz wird es wohl noch nicht reichen, doch "als Joker würde er uns auch weiterbringen", meinte Dardai auf der Presskonferenz am Donnerstag.

Preetz kontert Kritik

Auch wenn es in der Bundesliga passabel läuft, kommt Hertha BSC international nur schwer in die Gänge. Nach der überraschenden Niederlage in Östersund wird sich die Mannschaft strecken müssen, um die Gruppenphase der Europa League zu überstehen. Weil neben Hertha auch der 1. FC Köln und die TSG Hoffenheim im Europacup bislang keine Bäume ausreißen konnten, mahnte Christian Seifert kürzlich zu etwas mehr Ernsthaftigkeit. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußballliga (DFL) äußerte im ZDF-Sportstudio, dass man die "die Europa League genauso wichtig nehmen" müsse wie die Bundesliga. Hertha-Manager Michael Preetz nimmt die Kritik gelassen. Es seien erst zwei Spiele gespielt und er gehe davon aus, dass es am nächsten Spieltag anders aussehe, so der 50-Jährige.

Sendung: Inforadio, 12.10.2017, 15:15 Uhr

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