Ein Freistoß der Potsdamerin Gina Chmielinski schlägt im Tor des FC Bayern ein. (Quelle: imago/Koch)
Video: rbb UM6 | 12.11.2017 | Jörg Klawitter | Bild: imago/Koch

Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga - Turbine verpasst den Sieg

Im Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga haben sich Turbine Potsdam und der FC Bayern München 2:2 (0:1) getrennt. In einem spannenden Fußballspiel waren die Potsdamerinnen dem Sieg näher.

Dieses Spiel war Werbung für den Frauenfußball. Ein Duell auf Augenhöhe, Kampf, ein Traumtor  von Gina Chmielinski und Spannung bis zum Schluss bekamen rund 1900 Zuschauer im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion geboten. Turbine Potsdam hatte den deutschen Vizemeister FC Bayern München am Rande einer Niederlage. Das 2:2 (0:1) war für die Gäste schmeichelhaft, auch wenn die Bayern zweimal in Führung gelegen hatten.  

Melanie Behringer brachte die Gäste per Foulelfmeter bereits in der achten Minute in Führung. Zuvor war Turbine-Torhüterin Lisa Schmitz etwas übermotiviert aus ihrem Kasten geeilt und hatte Nicole Rolser von den Beinen geholt. Nach einem kurzen Durchschnaufen übernahmen die Potsdamerinnen das Kommando.

Zweikampf im Spiel der Frauen-Bundesliga zwischen Johanna Elsig vom 1. FFC Turbine Potsdam und Melanie Leupolz vom FC Bayern München (Quelle: imago/Matthias Koch)
| Bild: imago/Matthias Koch

Feuer in der Partie

Turbine war spielerisch überlegen und bekämpfte den Vizemeister hart aber fair, die Bayern ließen sich nichts gefallen. Hitzig wurde es kurz vor der Halbzeitpause, als ein Potsdamer Fan Johanna Elsig von der Tribüne aus verbal unterstützte. Die Verteidigerin war von der Bayern-Bank aus angegangen worden. Doch nicht nur in dieser Szene blieb alles im Rahmen.

Nach dem Seitenwechsel war Potsdam klar die bessere Mannschaft und glich in der 53. Minute durch einen Kopfball von Rahel Kiwic aus. Turbine drückte nun auf den Siegtreffer, musste aber aus dem Nichts das 1:2 durch Fridolina Rolfö (70.) hinnehmen. Wieder benötigte die Mannschaft von Matthias Rudolph nur kurz, um sich zu fangen.

In der Schlussphase wurde es hektisch: Verena Faißt senste Potsdams Stürmerin Svenja Huth auf dem Weg in den Strafraum um und sah Rot wegen Notbremse. Eine harte Entscheidung, denn Faißt hatte den Ball gespielt. Gina Chmielinski schlenzte den folgenden Freistoß mit rechts zunächst in die Mauer, nahm den Abpraller aber direkt mit links und traf sehenswert ins lange Eck (81.). Ein Traumtor!

In der Schlussphase kam die Heimelf noch mehrfach gefährlich vor das Tor der Bayern, verpasste aber den Siegtreffer. Turbine Potsdam verliert somit endgültig den Anschluss an die Tabellenspitze und steht nun nach sechs Unentschieden aus acht Partien in der Frauen-Bundesliga auf dem 6. Platz.

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