Daumen Hoch: Claudia Pechstein hat die Olympia Norm erfüllt. Bild: imago/Sven Simon
Video: rbb Abendschau | 19.11.2017 | Stefan Frase | Bild: imago/Sven Simon

Olympia-Norm über 5.000 Meter gesichert - Claudia Pechstein ist noch lange nicht fertig

Sie ist die eine, die (fast) immer läuft: Claudia Pechstein hat beim Eisschnelllauf-Weltcup in Stavanger über 5.000 Meter wieder einmal die Konkurrenz deklassiert - und sich damit für die Winterspiele 2018 qualifiziert. Für die 45-jährige wird es die siebte Olympiateilnahme.

Sie konnte es selbst kaum fassen: "Wahnsinn, unglaublich, wirklich unfassbar", kommentierte Claudia Pechstein ihre eigene Leistung. Tatsächlich hatte die 45-jährige am Sonntagnachmittag im norwegischen Stavanger über 5.000 Meter eine kleine Sensation geschafft. Mit ihrem 33. Sieg im Weltcup sicherte sich die Berlinerin nicht nur souverän die Teilnahme an ihren siebten Olympischen Spielen, sondern ist plötzlich auf ihrer Lieblingsdistanz Mitfavoritin für Pyeongchang.

"Mein Runden-Plan war auf eine Zeit von 6:57 bis 7 Minuten ausgerichtet - irre, dass es nun sogar noch besser lief", meinte die Berlinerin, nachdem sie am Schlusstag von Stavanger über 5.000 Meter in 6:56,60 Minuten zum 112. Mal in ihrer Karriere auf das Weltcup-Podest gelaufen war. Nur drei Sekunden schneller war sie im Februar beim Gewinn von WM-Silber auf der Olympia-Bahn.

In 5.000 Metern nach Pyeongchang

Mit stabilen Rundenzeiten innerhalb von nur einer Sekunde legte Pechstein im dritten Paar die Zeit vor, die keine andere Konkurrentin mehr unterbieten konnte. "Natürlich habe ich danach noch etwas gebangt. Aber als dann Martina Sablikova auch nicht an die Zeit herankam, ist meine Hoffnung auf den Sieg gewachsen", schilderte Pechstein. Ihr letzter Weltcuperfolg war ihr - gleichfalls auf den 5.000 Metern - vor drei Jahren in Seoul gelungen.

Sotschi-Olympiasiegerin Sablikova aus Tschechien kam mit einer Zeit von knapp unter sieben Minuten ins Ziel und musste sich nach Rückenproblemen am Ende mit Platz drei hinter der zweitplatzierten Kanadierin Ivanie Blondin (6:57,34) zufrieden geben.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Selbstbewusstsein fällt nicht unter Doping. Wieder eine echte Spitzenleistung!

  2. 1.

    Gratulation. Vor dieser Frau kann man nur den Hut ziehen.

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