Ingo Schiller und Michael Preetz auf dem Podium lachend (Quelle: dpa)
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Bekanntgabe der Jahresbilanz 2016/2017 - Hertha BSC schreibt trotz Rekordumsatz rote Zahlen

Mit dem Rekordumsatz von 112,3 Millionen Euro hat Hertha BSC die Saison 2016/17 abgeschlossen. Das teilte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller nur wenige Stunden vor Beginn der Mitgliederversammlung in einem Pressegespräch mit.

Dieser Summe aus dem Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 stehen allerdings Ausgaben von 119,9 Millionen Euro gegenüber. Damit erwirtschaftete der Verein ein zwischenzeitliches Minus von 7,6 Millionen Euro. Die unausgeglichene Bilanz begründet Schiller mit Prämien, die der Verein nach dem Erreichen der Gruppenphase der Europa League auszahlen musste. Die Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb gehen ebenso wie die gesteigerten Erlöse aus dem neuen TV-Vertrag erst im nächsten Jahr in die Bilanz ein.

"Wir haben zum ersten Mal über 100 Millionen Euro Umsatz"

Mit Blick darauf zeigt sich Finanz-Geschäftsführer Schiller insgesamt aber zufrieden: "Wir haben zum ersten Mal über 100 Millionen Euro Umsatz und sind auf einem sehr guten Weg. In dieser Kombination ist das ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis."

Das Personal kostete den Verein 50,8 Millionen. Davon entfielen rund 44 Millionen auf die Lizenzspieler. Der Club ordnet sich damit in der Bundesliga im unteren Mittelfeld ein. Die Verbindlichkeiten von Hertha BSC stiegen insgesamt von 21,22 Millionen Euro im Vorjahr auf 37,54 Millionen. Allerdings verwies Finanz-Geschäftsführer im Gespräch auf über 18 Millionen, die der Verein noch aus Vorauszahlungen von Partnern und Transfereinnahmen erwartet. Als Beispiel nannte Schiller heute den Verkauf des US-amerikanischen Nationalspielers John Anthony Brooks an den VfL Wolfsburg. Dieser bringt Hertha bis zu 20 Millionen Euro ein.

2018 spült außerdem die Europa League zwischen sieben und acht Millionen Euro extra in die Vereinskasse. Sollte Berlin international erfolgreich spielen und die K.O.-Runde erreichen, könnte der Klub sogar mit zusätzlichen 1,2 Millionen Euro planen. Insgesamt prognostiziert Schiller für das kommende Jahr einen Umsatz von über 130 Millionen Euro.

Sendung: rbb um 6, 20.11.2017, 18.00 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Wenn man keine Ahnung hat, sollte man...
    Hertha könnte das selbst bei einem Gewinn von 15 Mio nicht alleine stemmen, natürlich wird das ganze privat finanziert, da hat Hertha nur geringen Anteil.
    Hoffen wir mal das es wirklich ein Neubau wird, weil wenn nur das Olympiastadion umgebaut wird, darf der Steuerzahler wieder mitbluten...

  2. 7.

    Also wenn ich einen Arsch voll Schulden hab gibt mir keine Bank der Welt Geld für einen Hausbau es sei denn ich habe Sicherheiten (Grundstücke z.B. ) aber die sehe ich bei Hertha nicht. Also woher soll das Geld denn kommen Lieber Herr Bilanzversteher selbst erwirtschaftet wird es ja nicht sein oder werden wieder ein paar Anteile an der KG verhöckert Fragen über Fragen

  3. 5.

    Ich frage ich mich wie man mit soviel Schulden noch einen Stadionneubau stemmen will sollen wir Berliner das mitfinanzieren dann fehlt das Geld wieder für all die kleinen Vereine in der Stadt

  4. 1.

    Eine Firma hätte schon längst Insolvenz an melden müssen.

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