Steven Skrzybski vom 1.FC Union Berlin (BIld: imago sportfotodienst)
Bild: imago sportfotodienst

Nach Verlust des Stammplatzes - Unions Skrzybski droht mit Wechsel

Bei Union lief es durchwachsen in den vergangenen Wochen. Einer war besonders unzufrieden: Union-Idol Steven Skrzybski saß meistens auf der Bank. Nun droht das Urgestein dem Trainer offen mit einem Vereinswechsel.

Steven Skrzybski droht mit einem Wechsel in der Winterpause. "Wenn man der Meinung ist, dass ich der Mannschaft nicht mehr unbedingt weiterhelfen kann, muss man sich zusammensetzen. Dann ist es für beide Seiten vielleicht auch sinnvoller, wenn wir die Situation im Winter noch mal überdenken. Offensichtlich setzt der Trainer aktuell auf andere Spieler", sagte das Eigengewächs des 1. FC Union Berlin nach dem 3:3 gegen Darmstadt am Freitagabend. Im Interview mit dem rbb Inforadio bekräftigte der 25-Jährige seinen Standpunkt: "Es ist doch klar, dass ich mit der aktuellen Situation nicht zufrieden sein kann. Sonst wäre ich ein schlechter Sportler. Irgendwann gibt es immer die Entscheidung, wie es weitergeht. Mal fällt sie der Verein, mal der Spieler."

Nur noch Teilzeitkraft in den vergangenen zwei Monaten

Ende September verlor Unions "Fußballer des Jahres 2016/17" seinen Stammplatz im offensiven Mittelfeld an Akaki Gogia. Seitdem kam Skrzybski nur noch bei der 3:4-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim am vergangenen Wochenende über die volle Spielzeit zum Einsatz.

Obwohl Skrzybski in dem Spiel sogar zwei Tore erzielte, übte Trainer Jens Keller Kritik. "Der Trainer meinte, dass ich gegen Heidenheim ein schlechtes Spiel gemacht habe und dass er die anderen besser sieht. Das muss ich so auch akzeptieren, aber ich muss es nicht verstehen", kommentierte dies Skrzybski. Der Vertrag des langjährigen Unioners läuft noch bis Mitte 2020.

Schon als neunjähriger wechselt Skrzybski zu den Junioren von Union Berlin - und blieb dem Verein in den folgenden 16 Jahren bis heute treu.

Sendung: Inforadio, 25.11.2017, 15 Uhr  

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