Der Hertha-Dampfer am Britzer Damm (Quelle: rbb/Rüger)
Video: Abendschau | 14.12.2017 | Freya Reiß | Bild: rbb/Rüger

Gründungsschiff zurück in Berlin - Die "Hertha" ist wieder in Treptow vertäut

Für Hertha-Fans ist es ein besonderer Moment: Die Hertha, das Gründungsschiff des Bundesligisten, ist nach langem Warten wieder in Berlin eingelaufen. Der Verein will den Dampfer wieder zum Fahrgastschiff machen.

In sechs Stunden von Wustermark nach Berlin-Treptow - das ist keine rekordverdächtige Geschwindigkeit, aber für einen über 130 Jahre alten Dampfer eine passable Leistung: Die Hertha, das legendäre Gründungsschiff des Bundesligisten Hertha BSC, ist zurück im Berliner Heimathafen.

Bei der Gründung des Fußballvereins 1892 soll der Dampfer eine entscheidende Rolle gespielt haben: Einer der vier Club-Initiatoren, Fritz Lindner, erinnerte sich an eine Dampferfahrt auf einem Schiff mit dem schönen Namen "Hertha" – und an einen schönen, blau-weißen Schornstein, den das Schiff hatte. Name und Vereinsfarben waren damit gekürt.

Um 7.30 Uhr legte der Dampfer am Donnerstagmorgen in Wustermark ab, fuhr über den Havelkanal, den Teltowkanal und die Spree bis nach Treptow. Die Ankunft war erst für den späten Nachmittag angekündigt, doch die Hertha war flotter unterwegs als gedacht. Bereits vor 13.30 Uhr erreichte sie ihren Liegeplatz vor rund 50 Fans und Schaulustigen im Hafen Rummelsburg.

Eigentlich sollte die Hertha bereits im Juli - genau zum 125. Geburtstag von Hertha BSC - in Berlin ankommen. Doch daraus wurde nichts: Das Berliner Wasser- und Schifffahrtsamt hatte dem Dampfer keine Fahrterlaubnis erteilt. Da das Schiff zuvor lange an Land gelegen hatte, wollte das Amt vor einer Erlaubnis die Schwimmfähigkeit der "Hertha" prüfen.  

Dampfer soll wieder Fahrgäste transportieren

Inzwischen liegt die Fahrterlaubnis vor und damit kann das Schiff in Treptow winterfest gemacht werden. In Zukunft soll es wieder als Fahrgastschiff unterwegs sein. Dafür allerdings fehlt noch die Zulassung. "Wir wollen die Winterzeit nutzen, um die Planungen mit den Wasserschutzämtern voranzutreiben", sagte Hertha-Vorstandsmitglied Ingmar Pering.

Schon bei der Überführung zeigten sich aber Schwierigkeiten: So sind derzeit aufgrund der Höhe des Schiffes viele Brücken für die "Hertha" nicht passierbar. "Deshalb wird es vielleicht Umbauten geben", kündigte Pering an. Eine Initiative um Pering hatte das Schiff mit Hilfe des Verkaufs von Aktien an Fans und Unterstützer am 1. Januar 2017 gekauft.

Herthas Reise nach Berlin

Sendung: rbb um 6, 14.12.2017, 18 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Schön....sowas hat nicht jeder!

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