Hertha BSC nach der Niederlage gegen Frankfurt (Bild: Jan Kuppert/imago)
Audio: Inforadio | 10.12.2017 | Jakob Rüger | Bild: Jan Kuppert/imago

Vor dem Spiel beim FC Augsburg - Hertha sucht nach mehr Geschwindigkeit

In Sachen FC Augsburg meint es die Statistik gut mit Hertha BSC. Seit mehr als drei Jahren warten die Bayern auf einen Treffer gegen die Berliner. Damit es am Sonntag so bleibt, hat Pal Dardai seine Leistungsträger zuletzt geschont. Von Jakob Rüger

587 Kilometer muss Hertha BSC zum Auswärtsspiel nach Augsburg zurücklegen. Doch in den letzten Jahren hat sich diese Tour nach Bayerisch-Schwaben stets gelohnt. Unter Pal Dardai sind die Berliner gegen den FC Augsburg nicht nur ungeschlagen, sondern sogar gänzlich ohne Gegentor. Doch das ist noch lange keine Garantie, warnt Herthas Abwehrchef Sebastian Langkamp vor dem Spiel am Sonntag. "Wir haben in Augsburg nie hoch gewinnen können, und das wird auch wieder so sein." Auch ihm ist nicht entgangen, dass der FC Augsburg die Überraschungsmannschaft der Liga ist. Mit einem Sieg würden die Fuggerstädter auf Tabellenplatz fünf springen.

Vielsprinter gegen Wenigsprinter

Der FCA steht defensiv kompakt und präsentiert sich als exzellente Kontermannschaft. Augsburg hat das Tempo, das Hertha so gern hätte. Kein Team absolviert mehr Sprints pro Partie als die Augsburger, während kein Team weniger sprintet als die Hertha. Fehlpässe im Spielaufbau sind daher ein Tabu für die Elf von Pal Dardai. Stattdessen fordert der Coach seine Mannschaft auf, "gut auf den Ball aufzupassen und nach vorne zu verteidigen". Damit das gelingt und mehr Geschwindigkeit ins Berliner Spiel kommt, könnte Dardai von seiner zuletzt erfolgreichen Doppelspitze Ibisevic und Selke abrücken.

Geschonte Leistungsträger

Doch auch auf körperliche und geistige Frische kommt es an. In der bedeutungslosen Europa-League-Partie gegen Östersund hat Dardai deshalb zuletzt nur eine B-Elf aufgestellt und seine Leistungsträger geschont. So will vor dem Jahresendspurt noch einmal alle Kräfte mobilisieren und in den letzten drei Spielen fleißig punkten, um genügend Abstand zum Tabellenkeller zu halten. Fabian Lustenberger jedenfalls macht sich keine Sorgen. "Wir fahren optimistisch nach Augsburg und werden in den letzten drei Spielen alles raushauen", verspricht der Schweizer. So ließe sich auch die 587 Kilometer lange Rückreise um einiges leichter ertragen.

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