Peter Pekarik von Hertha BSC bei einem spektakulären Kopfball gegen Östersunds FK (Quelle: imago/König)
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Remis in der Europa League gegen Östersunds FK - Hertha BSC: Abschied mit Anstand

Ein Remis zum Abschluss: Hertha BSC hat sich am Donnerstagabend 1:1 (0:0) von Östersunds FK getrennt. Mit einem starken Jonathan Klinsmann im Tor verabschiedeten sich die Berliner damit anständig aus der Europa League.

Hertha BSC beendet mit einem guten Spiel und einem 1:1 (0:0) gegen Östersunds FK aus Schweden das Abenteuer Europa League. Während die Gäste bereits für die Zwischenrunde qualifiziert waren und im Fernduell gegen Bilbao sogar noch um den Gruppensieg spielten, stand für Hertha das Ausscheiden aus dem Wettbewerb bereits seit der 2:3-Niederlage in Bilbao am vergangenen Spieltag fest.

So nutzte Trainer Pal Dardai die Partie für zahlreiche personelle Umstellungen. Im Vergleich zum vergangenen Wochenende (1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt) blieb lediglich Maximilian Mittelstädt in der Startelf. Jonathan Klinsmann durfte im Tor sein erstes Pflichtspiel als Profi bestreiten und bot eine bemerkenswerte Leistung. Am Gegentor war der 20-Jährige schuldlos, er strahlte Ruhe aus und hielt in der Schlussphase sogar einen Strafstoß von Tom Pettersson.

Peter Pekarik trug in Abwesenheit des Kapitäns Vedad Ibisevic (wurde geschont) die Spielführerbinde und erzielte passend zu dieser Rolle den 1:1- Endstand (61.). Auch Trainersohn Palko Dardai sorgte für Aufsehen: Bei seinem Startelfdebüt war der 18-Jährige im ersten Abschnitt der auffälligste Mann und gleich mehrfach gefährlich. Pech hatte Dardai Junior bei einem Lattenkracher (18.).

Hertha BSC-Torhüter Jonathan Klinsmann während des Heimspiels gegen Östersunds FK im Regen (Quelle: imago/Bildbyran)
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Schlechte Schwalbe - starker Klinsmann

Lediglich 15.686 Zuschauer sahen im Berliner Olympiastadion eine gute, weil locker aufspielende Hertha. Ihre Mannschaft kam im ersten Abschnitt zu zahlreiche Chancen, doch Haraguchi, Pekarik und mehrfach Dardai verpassten die Führung. Östersund wirkte seltsam passiv und ging in der 58. Minute eher unverdient in Front.

Das 0:1 durch Sotiris Papagiannopoulos fiel durch einen von Fabian Lustenberger abgefälschten Schuss. Nur wenig später glich Peter Pekarik aus (61.). Die vergebenen Chancen der ersten Hälfte hätten sich kurz vor dem Abpfiff beinahe noch gerächt, als Schiedsrichter Martins aus Portugal auf eine ganz schwache Schwalbe von Ken Sema hereinfiel. Elfmeter für Östersund! Doch Klinsmann parierte stark gegen Nouri und es blieb beim 1:1.

Hertha verabschiedet sich zwar anständig aus der Europa League, insgesamt verlief die Rückkehr auf die internationale Bühne aber enttäuschend.  Mit nur einem Sieg aus sechs Partien belegt die Alte Dame am Ende den letzten Tabellenplatz der Gruppe J.

Da sich der Berliner Bundesligist auch aus dem DFB-Pokalwettbewerb bereits verabschiedet hat, kann sich Hertha BSC nun auf die Mission Klassenerhalt konzentrieren. Am Sonntag (18 Uhr) geht es zum FC Augsburg.

Sendung: Inforadio, 07.12.2017, 23 Uhr

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ein weiteres Mal muss sich der deutsche Fußball nicht durch Hertha vertreten lassen.
    Gott sei Dank!

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