Thorsten Mattuschka im Trikot seines Ex-Vereins 1. FC Union Berlin beim Hallenfußball-Turnier ehemaliger Fußballstars 2017 (Quelle: imago/Wells)
Video: rbb Aktuell | 14.01.2017 |Torsten Michels | Bild: imago/Wells

Hallenfußball: Legendenturnier - Icke, Tusche, Hammer-Ali

Thomas Häßler, Jörg "Hammer-Ali" Albertz, Thorsten Mattuschka. Beim Traditionsmasters am Samstag streifen Ex-Fußballprofis noch einmal das - mittlerweile eng gewordene - Trikot über. In den vergangenen Jahren bot das Turnier immer einen hohen Unterhaltungswert.

Unter den Trikots zeichnet sich mittlerweile das ein oder andere Bäuchlein ab, die Luft reicht gerade so für die 2x10 Minuten Spieldauer. Aber fußballerisch haben es die Altstars noch drauf. Und so ein Waschbärbauch ist in der Halle als Schwungmasse ohnehin eher ein Vorteil. Beim Legendenturnier, dem "Traditionsmasters" in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle, schauen am Samstag rund 8.000 Zuschauer den Ex-Profis beim Zaubern zu. Hertha BSC und der 1. FC Union treffen dabei auf interessante Gegner aus Deutschland und Schottland.

Auswärtige Mannschaften setzen dem Publikum zuliebe gerne auf Ex-Profis mit Berliner Vergangenheit. So tritt Borussia Mönchengladbach mit den Ex-Herthanern Voronin, Marx und Kluge an, für 1860 läuft der gebürtige Berliner Thomas "Icke" Häßler auf. Für "Ohs" und "Ahs" dürfte auch Jörg "the Hammer" Albertz mit den Glasgow Rangers sorgen. Der legendäre Gewaltschuss des "Hammer-Ali" dürfte mindestens eine Nummer zu wuchtig sein für ein Hallenturnier. Aber: Ali in der Max-Schmeling-Halle? Welcher Veranstalter verzichtet schon auf diesen Gag?

"Zaubermaus" Wosz ist auch dabei

Attraktiver Spielstil ohne übertriebenen Ehrgeiz und die gute Stimmung machen die Veranstaltung so beliebt. Edel-Techniker werden hier nicht streng bewacht oder schon beim ersten Gedanken an die Ballannahme weggeflext. Die Kicker wollen in erster Linie Spaß haben. Ballzauberer wie Dariusz Wosz (Hertha BSC) oder Icke Häßler (1860 München) packen hier Tricks aus, die sie sich zu ihrer aktiven Zeit im Wettbewerb oft verkneifen mussten. Ehemalige Bundesliga-Torjäger wie Martin Max (Schalke 04) oder Mike Hanke (Borussia Mönchengladbach) dürfen Defensivaufgaben schon mal ungestraft vernachlässigen. Lieber 7:6 verlieren als nur 0:0 spielen.

Legendär ist eine Serie von direkten Freistoß-Toren durch Thorsten Mattuschka aus dem Vorjahr (siehe Video oben im Titelbild). Eigentlich hätte keines davon zählen dürfen, da Freistöße in der Halle generell indirekt ausgeführt werden müssen. Aber die Proteste hielten sich in Grenzen, die Tore zählten alle.

Das Turnier beginnt um 16:30 Uhr, an der Tageskasse gibt es keine Karten mehr - die Veranstaltung ist ausverkauft.

Sendung: rbb Inforadio, 18:05 Uhr.

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