Peyton Siva (Alba Berlin) gegen Galatasaray-Spieler (Quelle: Tilo Wiedensohler/imago)
Audio: Jakob Rüger | Bild: Tilo Wiedensohler/imago

Deutlicher Eurocup-Sieg - Alba Berlin fegt Galatasaray vom Parkett

Das war deutlich: Alba Berlin hat Galatasaray recht deutlich geschlagen. Die Berliner legten wuchtig los - und ließen kaum nach. In der Top16-Runde des Eurocups war es der erste Sieg für Alba. Am Ende durfte sogar ein 17-Jähriger debütieren und punkten.

Die Basketballer von Alba Berlin haben ihr Eurocup-Heimspiel gegen Galatasaray deutlich gewonnen. Die Berliner besiegten den türkischen Vertreter am Mittwochabend vor eigenem Publikum mit 95:62 (44:34). Es ist der zweithöchste Sieg der Alba-Europapokalgeschichte.

Beste Berliner Werfer vor 7.650 Zuschauern waren Luke Sikma mit 23 und Marius Grigonis mit 20 Punkten.

Alba hat in der Top16-Runde damit einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Das Auftaktspiel der Vierergruppe verlor man auf Gran Canaria deutlich mit 81:100. Nur die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Rebound-Probleme, aber gute Wurfquote

Alba startete hochkonzentriert in die Partie, spielte in den ersten Minuten überragend. Schnell führten die Gastgeber 16:3. Erst gegen Ende des ersten Viertels kam Galatasaray besser ins Spiel und die Partie wurde deutlich ausgeglichener. Die Berliner bekamen zusehends Probleme bei Rebounds. Dank einer guten Wurfquote nahmen die Albatrosse immerhin eine 44:34-Führung mit in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel starteten die Berliner hellwach. Mitte des dritten Viertels wuchs der Vorsprung beim 62:41 erstmalig auf über zwanzig Punkte an. Erst dann ließ die Mannschaft von Trainer Aíto Garcia Reneses nach, es schlichen sich erneut einige Unkonzentriertheiten ins Berliner Spiel. Nur konnten die Gäste daraus kein Kapital schlagen, vergaben vor allem zu viele Distanzwürfe. So ging Alba mit einer komfortablen 67:47-Führung ins letzte Viertel.

Im Schlussviertel ließen die Gastgeber dann nichts mehr anbrennen und der verunsichert wirkende türkische Spitzenklub erlebte ein regelrechtes Debakel. Bei Alba durfte am Ende sogar der erst 17-jährige Jonas Mattisseck seine ersten Eurocup-Minuten erleben.

Vor dem Spiel gab es erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Besucher der Arena am Ostbahnhof sollten Zeit für intensive Einlasskontrollen einplanen. Polizei, Verein und der Ordnungsdienst der Arena hatten das Sicherheitskonzept in enger Abstimmung erarbeitet.

Vor drei Jahren hatten Anhänger des türkischen Vereins in der Berliner Halle randaliert. Erst unter Polizeischutz konnte das Spiel stattfinden. Stühle flogen auf das Spielfeld, Kinder wurden in Sicherheit gebracht, Spieler flüchteten in die Kabinen.

Sendung: Inforadio, 11.01.18, 6.15 Uhr.

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