Eisbären gegen Ingolstadt (Quelle: EIBNER/Oliver_Strisch/imago)
Bild: EIBNER/Oliver_Strisch/imago

0:5 in der Fremde - Eisbären Berlin verlieren deutlich in Ingolstadt

Vier Spiele in Folge sind die Eisbären auswärts gefordert - und die Berliner dürften nach der deutlichen Niederlage am Freitag schon reichlich Heimweh haben: Mit 0:5 gehen sie beim Außenseiter in Ingolstadt unter. Von Uri Zahavi

Das war deutlich: Mit 0:5 verlieren die Eisbären Berlin in Ingolstadt und erwischen bei den Schanzern einen gebrauchten Tag. Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren klar: Die Eisbären Berlin zu Gast beim ERC Ingolstadt und damit der Tabellendritte zu Gast beim Neunten. Vor der Partie mussten die Berliner einen kurzfristigen Ausfall hinnehmen: Center Mark Olver musste nach einem fiebrigen Infekt im Hotel bleiben und verpasste somit das Duell mit Bruder Darin, der seit dieser Saison bei den Ingolstädtern unter Vertrag steht. Außerdem fehlten den Hauptstädtern Florian Busch, Vincent Hessler und Sven Ziegler.

Die Partie begann temporeich. Unterbrechungen gab es kaum. Schon in  den ersten Minuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Die Gastgeber setzten sich früh im Eisbären-Drittel fest, Gäste-Goalie Petri Vehanen rückte immer wieder in den Fokus. Nach vier Minuten war aber auch der Finne im Tor der Hauptstädter machtlos. Es war eine bezeichnende Szene für die spektakuläre Anfangsphase: Nachdem Daniel Fischbuch auf der einen Seite nach einer feinen Kombination mit seinem Schussversuch scheiterte, konterten die Ingolstädter blitzschnell. Darin Olver legte quer auf Kael Mouillerat, der den Puck oben in die Maschen drosch.

Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Frei nach dem Motto "was die Ingolstädter können, das können wir schon lange", schnappte sich Blake Parlett einen Aufbaupass der Gastgeber und marschierte Richtung Tor – doch der Ingolstädter Keeper hatte die Fanghand schnell oben und konnte abwehren. Die Eisbären übernahmen im weiteren Verlauf des Drittels immer mehr die Kontrolle über die Partie und erspielten sich Chance um Chance - ein Tor für die Eisbären wollten im ersten Drittel aber nicht fallen.

Zerfahrenes zweites Drittel bringt die Vorentscheidung

Aufgrund zweier Zeitstrafen kurz vor Drittel-Ende starteten beide Teams in Unterzahl in den zweiten Durchgang. Die Eisbären erspielten sich kaum klare Möglichkeiten, die besten hatte Thomas Oppenheimer mit einem abgefälschten Schuss (27.). Nur eine Minute später klingelte es dann auf der Gegenseite. Darin Olver bekam auf halbrechter Position in aussichtsreicher Lage den Puck und hielt einfach mal drauf – das Spielgerät schlug im langen Eck ein. Vehanen, dem durch viel Verkehr vor seinem Kasten die Sicht versperrt wurde, war ohne Abwehrchance.

Auch nach dem zweiten Gegentreffer waren die Berliner um eine schnelle Antwort bemüht. Jonas Müller legte sich den Puck gut zurück und zog ab – traf aber nur die Latte. Der Vorteil der Ingolstädtern am Freitagabend: Sie waren extrem treffsicher. In der 34. Minute kam John Laliberte an den Puck und fackelte nicht lang – 3:0. In den verbleibenden Minuten des Drittels fokussierten sich beide Teams mehr auf physische Auseinandersetzungen als auf Eishockeyspielen.

Am Ende wird es deutlich

Die Eisbären gingen also mit einem deutlichen Rückstand in den finalen Abschnitt. Die Berliner machten zwar zunächst Druck und hatten auch diverse Torabschlüsse – nur gute Chancen sprangen dabei nicht wirklich heraus. Die Ingolstädter spielten souverän ihren Stiefel herunter, während die Berliner immer mehr verzweifelten. In der 54. Minute legten die Gastgeber dann noch einen Treffer nach. David Elsner spielte den Puck zentral zurück vor das Tor, Thomas Greilinger zog direkt ab und tunnelte den eingewechselten Eisbären-Keeper Marvin Cüpper. Nur drei Minuten später nahm das Elend seinen Lauf. Brett Olson traf zum 5:0-Endstand.

Insgesamt ein gebrauchter Tag für die Berliner. Zum ersten Mal in dieser Saison bleiben die Eisbären Berlin ohne eigenen Treffer. Die Hauptstädter bleiben dennoch auf einem gesicherten dritten Tabellenplatz. Für die Eisbären geht es bereits am kommenden Sonntag bei den Adlern Mannheim weiter.

 

Sendung: Inforadio, 12.01.2018, 22:15 Uhr

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