Die Eisbären-Spieler Nick Petersen und Micki du Pont jubeln nach einem Treffer, indem sie mit einer Faust abklatschen und grinsen
Bild: imago/Contrast

Spitzenspiel in München - Sechs Eisbären für ein "Hockey HALLEluja"

Mit 1.300 angereisten Fans im Rücken und einer Menge Selbstbewusstsein in der Brust: Die Eisbären Berlin wollen das Spitzenspiel der Deutschen Eishockey Liga beim EHC Red Bull München für sich entscheiden. Ein Gradmesser-Match. Von Stephanie Baczyk

Wer zum Auswärtsspiel fährt, muss zwangsläufig früh aufstehen. Gerade dann, wenn es von Berlin nach München geht. Aber solange man nicht alleine reist - alles halb so wild. So oder so ähnlich dürften die Gedankengänge von mehr als 700 Eisbären-Fans am Freitagmorgen am Berliner Hauptbahnhof ausgesehen haben, bevor ihr Sonderzug gen bayerische Hauptstadt losfuhr. Ihr Ziel: das Spitzenspiel ihres Eishockeyteams beim EHC Red Bull München.

Matchplan: Gut stehen und gute Entscheidungen treffen

Der Tabellenzweite der Deutschen Eishockey Liga trifft auf den Dritten. Es ist ein besonderes Match - die Münchner haben es in die Olympiahalle verlegt. Mal wieder. "Hockey HALLEluja" nennen die Gastgeber das Spektakel. 10.000 Zuschauer werden erwartet, darunter 1.300 aus Berlin. Ein heißer Tanz auf dem Eis. "Wir müssen schnell zur Scheibe, gute Entscheidungen treffen und in der Abwehr gut stehen", gibt Eisbären-Coach Uwe Krupp vor. "Den Druck, den Schwenningen ausgeübt hat - das wird München ähnlich machen."

Im Heimspiel gegen Schwenningen am Dienstag, das weiß Krupp, hat sein Team eine gute Leistung gezeigt. Sich im Verlauf der Partie gesteigert, aus einer kompakt stehenden Abwehr heraus agiert und vorne eiskalt die sich bietenden Chancen verwertet. "Und Petri Vehanen war wieder sehr gut", lobte der Trainer seinen Torwart nach dem Spiel. "Er hat in den entscheidenden Momenten die Saves gemacht."

Vehanen gut drauf, Hördler wieder da

Der Finne Vehanen ist dank seiner bestechenden Form mit verantwortlich für die aktuelle Tabellenplatzierung, eine wichtige Rolle spielt aber auch, dass die Berliner zurzeit nur zwei Verletzte zu beklagen haben. Klar, der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrspieler Danny Richmond schmerzt, aber der Rest des Teams ist in der Lage ihn zu kompensieren. Auch dass Nationalspieler Frank Hördler Ende des Jahres im Match gegen Düsseldorf sein Comeback feiern konnte, macht die Eisbären glücklich.

München, mit Ex-Eisbären-Coach Don Jackson auf der Trainerbank, ist ein Gradmesser. Der Gegner hat die letzten beiden Partien vor heimischer Kulisse für sich entscheiden können, unter anderem Tabellenführer Nürnberg geschlagen. Geht es aber nach den 1.300 anreisenden Berliner Fans, darf das "Hockey HALLEluja" am Abend in der Olympiahalle ruhig mit einem Sieg ihrer Mannschaft enden.

Sendung: Inforadio, 5.1.18., 22.15 Uhr

Beitrag von Stephanie Baczyk

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Leni Wildgrube während ihrer Siegerehrung bei den Youth Olympics. Bild: imago/Beautiful Sports
imago/Beautiful Sports

Potsdamer Stabhochspringerin - Leni Wildgrube will hoch hinaus

Mit ihrem Sieg bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires hat sich Leni Wildgrube vom SC Potsdam einen Namen gemacht. Doch Zeit, ihren Erfolg zu genießen, hat die 17-Jährige nicht. Stattdessen bereitet sie sich für höhere Aufgaben vor.