Eiskunstläufer Peter Liebers bei einer Kür
Bild: imago/Thomas Zimmermann

EM-Absage aus Verletzungsgründen - Berliner Eiskunstläufer Peter Liebers beendet Karriere

Der Berliner Eiskunstläufer Peter Liebers muss auf einen internationalen Abschlusswettkampf verzichten - und beendet seine Karriere. Einen Start bei den Europameisterschaften hat er nun verletzungsbedingt kurzfristig abgesagt.

Der Berliner Eiskunstläufer Peter Liebers hat seine Teilnahme an den Europameisterschaften in Moskau abgesagt. Der Olympia-Achte von Sotschi musste am Mittwoch kurz vor dem Wettbewerb wegen einer wieder aufgebrochenen Knieverletzung aufgeben.

Liebers beendet damit seine Karriere. Nachdem er sich nicht für die Olympischen Spiele in Südkorea qualifizieren konnte, wollte der 29-Jährige seinen Abschied bei dem internationalen Turnier geben.

"Ich habe alles probiert, es macht keinen Sinn", begründete Liebers die Entscheidung. Wegen der Verletzung war er in der vergangenen Woche noch mit Cortison-Spritzen behandelt worden. Vor dem Wettkampf versuchte der Teamarzt das Gelenk zu betäuben.

"Ich will mir hier keine Klatsche abholen"

"Der Körper muss mitspielen, und er hat sich einfach gewehrt", sagte Trainerin Viola Striegler,
die die schweren Verletzungen und Operationen ihres Schülers in den vergangenen Jahren nicht mehr gezählt hat: "Da gibt es einige Aufstellungen, aber es ist auch wieder einiges dazugekommen."

Nach einer Saison Pause wegen einer Hüftoperation hatte sich Liebers für das Ziel Olympia noch einmal gequält. Doch schon bei den Deutschen Meisterschaften im Dezember, als er den siebten Titel verpasste, war ihm anzumerken, dass er nur noch unter großen Anstrengungen lief. Sein Berliner Trainingskollege Paul Fentz ergatterte das einzige deutsche Ticket für die Winterspiele. Bei der EM wollte Liebers den Schlusspunkt unter seine Laufbahn setzen. Die Familie war extra mitgereist, um den Abschied von der Wettkampfbühne zu begleiten. "Ich will mir hier keine Klatsche abholen", sagte der enttäuschte Bundeswehrsoldat.

Sendung: Inforadio, 18.01.2018, 12.15 Uhr

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