BFV Regio-Cup 2017, Manuel Marschel und Lukas Rehbein (Quelle: imago/Matthias Koch)
Bild: imago/Matthias Koch

"Regio-Cup" in der Max-Schmeling-Halle - Ohne Hertha is hier ganz schön was los

Berlins Fußballligen alle auf einem Haufen: Beim 40. Regio-Cup am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle prallen die Fußballwelten der Hauptstadt samt ihren Fankulturen aufeinander. Und alle sind dabei? Nicht ganz. Von Friedrich Rößler

Beim 40. Regio-Cup startet die VSG Altglienicke am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle als Titelverteidiger erst im dritten Vorrundenmatch und spielt gegen den Sechstligisten SFC Stern 1900. Im letzten Jahr hat der Regionalligist aus Treptow-Köpenick im Neun-Meter-Schießen den Titel gegen Hertha 03 Zehlendorf geholt. Der unterlegene Oberligist führte schon mit 3:1 in der Schlussphase des Spiels und konnte am Ende dann doch nicht den Pokal in die Luft stemmen - im Gegensatz zum Jahr davor, als die Zehlendorfer den 38. Regio-Cup gewannen.

Viktoria 1889, Berliner AK, Altglienicke und TeBe...

In zwei Gruppen treten am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle die Mannschaften ab 13 Uhr gegeneinander an. Gruppe A besteht aus der VSG Altglienicke, den Fünftligisten Hertha 06, Tennis Borussia Berlin und Hertha 03 Zehlendorf und dem SFC Stern 1900 aus der Berlin-Liga.
In Gruppe B tummeln sich die beiden Regionalligisten Viktoria 1889 und der Berliner AK, dazu zwei Oberligisten mit dem SV Lichtenberg 47 und dem SC Staaken. Die A-Junioren vom 1. FC Union Berlin komplettieren die Gruppe.

Nur eine Halbzeit und gleich Halbfinale

Die Regeln orientierend sich ganz klar an den Hallen-Fußball-Regeln. Gespielt wird eine Halbzeit von zehn Minuten mit vier Feldspielern und einem Torwart bei fliegenden Wechseln. Der Schlussmann darf seinen Torraum nur zur Abwehr des Gegners verlassen und bei Foulspielen bekommen die Übeltäter Gelb, zwei Minuten Zeitstrafe oder bei harten Verstößen Rot, drei Minuten Unterzahl und Turnierausschluss.


Der Sieger der Gruppe A spielt gegen den Gruppenzweiten aus Gruppe B im ersten Halbfinale, im zweiten der Erstplatzierte aus Gruppe B gegen den Zweiten aus Gruppe A. Beide Halbfinalsieger kämpfen dann im Endspiel 15 Minuten lang um den Pokal.

Vorbereitung und Präsentierteller

Der Regio-Cup dient für viele Berliner Fußball-Vereine als ideale Rückrunden-Vorbereitung und auch als Kräftemessen gegen den Lokalrivalen. Da in der Hauptstadt mit Hertha BSC nur ein Bundesligist, mit dem 1. FC Union Berlin nur ein Zweitligist und kein Dritt-Ligist vertreten ist, bietet das Hallen-Turnier einen wunderbaren Einblick in die Vielfalt des Hauptstadtfußballs und dient für viele Vereine auch als Präsentationsmöglichkeit vor einem großen Publikum. Denn obwohl die meisten Clubs unterklassig spielen, bringen sie eine treue Fangemeinde mit, die auch am Sonntag ihre Teams lautstark und bunt unterstützen werden.

Beitrag von Friedrich Rößler

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