Schlusssprint und Zentimeterentscheidung beim Sechstagerennen 2017. (Quelle: imago/Mario Stiehl)
Bild: imago/Mario Stiehl

Radrennen im Berliner Velodrom - Sechstagerennen will für Laien attraktiver werden

Vom 25. Januar an steht Berlin wieder sechs Tage lang im Zeichen des Bahnradsports: Das Sechstagerennen hält bei seiner 107. Auflage ein hochklassigen Starterfeld bereit - und einige Neuerungen. So soll die Veranstaltung vor allem für Laien attraktiver werden.

Das Berliner Sechstagerennen ist traditionell ein Zuschauermagnet - und ein echtes Phänomen. Dem bahnradaffinen, erfahrenen Fachpublikum sind Abläufe, Wettbewerbe und Gesamtstände zwar geläufig. Für neue Besucher kann die Veranstaltung jedoch schnell unübersichtlich werden. Dem wollen die Veranstalter entgegentreten, wie bereits in den vergangenen Jahren. Durch kleine Hilfestellungen sollen Laien näher an die prestigeträchtigen Six Days herangebracht werden.

Neben Erklärvideos zu den einzelnen Rennen, ausgetrahlt auf einem Videowürfel, werden die Fahrer erstmals mit LEDs ausgestattet sein, die in unterschiedlichen Farben leuchten. So sollen die Zuschauer besser verfolgen können, wer das aktuelle Rennen anführt und wer in der Gesamtwertung vorne liegt.

"Ich denke es wird den Zuschauern und Sportlern viel Spaß machen und eine riesige Veranstaltung werden", gibt sich Sechstagerennen-Geschäftsführer Valts Miltovics zuversichtlich. "Wie in den letzten Jahren wollen wir auch wieder die jüngeren Generationen begeistern."

Roger Kluge beim Sechstagerennen im Jahr 2016. (Quelle: imago/Mario Stiehl)
Roger Kluge rechnet sich beim Sechstagerennen einiges aus. | Bild: imago/Mario Stiehl

Prominente Starter: Legenden und aktuelle Stars

Neuerungen gibt es auch auf sportlicher Ebene. Zum ersten Mal sind im Damensprint auch die Olympiasiegerinnen Kristina Vogel und Miriam Welte am Start. Große Namen, auf die in den letzten Jahren verzichtet wurde. Doch wieso eigentlich? "Ich weiß es auch nicht genau", sagt Miltrovics. "Aber in diesem Jahr werden die Damen nicht übersehen."

Zum Auftakt des Sechstagerennens messen namhafte Ehemalige bei der sogenannten "Nacht der Legenden" ihre Kräfte in einem Ausscheidungs- und Punktefahren. Schon sicher mit dabei sind Olaf Ludwig, Jens Voigt, Kurt Betschart und andere. Mit dem sechsmaligen Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France, Erik Zabel, und Doppel-Olympiasieger Robert Bartko werde noch verhandelt.

Im Hauptwettbewerb wird es mit Sicherheit hoch hergehen. Es wird ein Zweikampf zwischen dem Cottbuser Roger Kluge, zusammen mit seinem Teamkollegen Theo Reinhardt, und dem belgischen Duo Kenny de Ketele und Moreno de Pauw erwartet. Für Roger Kluge steht fest: "Wir wollen um den Sieg mitfahren!"

Für den 31-Jährigen geht es erstmal nach Spanien ins Trainingslager. Worauf er sich bei den Six Days am meisten freue? "Ins Bett gehen nach den Rennen, nachts um zwei Uhr", antwortet er und schmunzelt. "Aber ich freue mich natürlich auch auf das grandiose Berliner Publikum."

Sendung: Inforadio, 12.01.2018, 18.15 Uhr

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