Ein Eigentor von Herthas Niklas Stark (vorn) entschied am 13.01.2018 die Partie gegen den VfB Stuttgart. (Quelle: dpa/Marijan Murat)
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Rückrundenauftakt in der Bundesliga - Hertha trifft nur ins eigene Tor

Hertha BSC hat sein erstes Spiel in der Rückrunde der Bundesliga beim VfB Stuttgart mit 0:1 verloren. Das Tor des Tages schoss ausgerechnet ein Berliner. Dabei waren die Blauweißen lange Zeit das bessere Team. Von Simon Wenzel

Hertha BSC hat einen Fehlstart in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga hingelegt. Beim VfB Stuttgart verlor das Team mit 0:1, das entscheidende Tor schoss ausgerechnet Niklas Stark - ein Berliner. 

Dabei war Hertha in einer schwungvollen ersten Halbzeit die überlegene Mannschaft und hätte durch Lazaro, Selke und Kalou durchaus in Führung gehen können. "Richtig gut gespielt" hat sein Team, fand Hertha-Trainer Pal Dardai bei der Pressekonferenz nach dem Spiel, musste aber auch einsehen: "Leider verloren, so ist die Fußball."

Salomon Kalou vergibt die größte Chance der ersten Halbzeit. Bild: imago/Ulmer
Die größte Chance für Hertha: Salomon Kalou (r.) köpft über das leere Tor. | Bild: imago sportfotodienst

Ein bisschen was klappt nicht

Und wenn wir schon bei Stammtischsprüchen sind, lohnt sich gleich noch einer: Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft, diese Weisheit aus dem Fußballalphabet wird am Samstag hochkonjunktur gehabt haben in den blau-weißen Fankneipen. Eine Führung für die Hertha wäre verdient gewesen vor der Pause.

"Ein bisschen was hat zusammengespielt in den entscheidenden Momenten", sagte Niklas Stark zu den Versuchen seiner Offensivkollegen: Mal war es ein bisschen Pech, wie beim Pfostenschuss von Valentino Lazaro (23. Minute), dann ein bisschen Unvermögen, als Salomon Kalou aus kurzer Distanz über das leere Tor köpfte (41. Minute).

Niklas Stark grätscht-lupft den Ball über seinen eigenen Torwart. Bild: imago/Pressefoto Baumann
Das Tor des Tages: Niklas Stark (vorne) grätscht-lupft den Ball über seinen eigenen Torwart. | Bild: imago/Pressefoto Baumann

Hertha trifft - ins eigene Tor

Ein "gutes Auswärtsspiel" hatte Pal Dardai trotzdem bis zur Halbzeit gesehen - da war er nicht der einzige. Stuttgart kam nur zweimal dem Berliner Tor nahe. Einmal köpfte Mario Gomez in der Anfangsphase am Tor vorbei (6. Minute), dann stand der Stürmer knapp im Abseits (33. Minute).

Kein gutes Spiel war es in den ersten 30 Minuten der zweiten Hälfte - weder vom Gast-, noch vom Heimteam. Keine einzige Chance gab es in dieser Zeit auf beiden Seiten, bis in der 78. Minute Mario Gomez und Niklas Stark in einen Zweikampf an der Kante des Berliner Strafraums stürmten. Gomez fiel, Stark grätschte und der Ball segelte in einer formvollendeten Bogenlampe über den entgeisterten Rune Jarstein im Tor der Berliner.  

Aufgeweckt von diesem 0:1 versuchten die Berliner zwar nochmal ein Tor auf der anderen Seite zu erzielen, doch die beste Chance vergab Mitchell Weiser kurz vor Schluss (89. Minute). "Deswegen fahren wir jetzt mit Null Punkten nach Hause, auch wenns vielleicht nicht verdient ist", analysierte der unglückliche Torschütze Niklas Stark.

Am kommenden Freitag empfängt Hertha im Olympiastadion Borussia Dortmund.

 

Sendung: rbb UM6, 13.01.2018

Beitrag von Simon Wenzel

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