Im Fanblock des SV Babelsberg wird am 28.04.2017 beim Spiel gegen den FC Energie Cottbus Pyrotechnik gezündet. (Quelle: imago/Björn Draws)
Bild: imago/Björn Draws

Verfahren gegen Energie Cottbus eingestellt - SV Babelsberg wehrt sich gegen Strafe nach Krawall-Derby

Fußball-Regionalligist SV Babelsberg wehrt sich weiter gegen eine Geldstrafe, die nach Krawallen bei einem Spiel gegen Energie Cottbus gegen die Potsdamer verhängt wurde.

Nachdem am Donnerstag die Strafe in Höhe von 5.000 Euro gegen Tabellenführer Energie aufgehoben wurde, forderte der SVB am Freitag ebenfalls eine Revidierung des Urteils. Der Nordostdeutsche Fußballverband messe mit "zweierlei Maß", heißt es in einem offenen Brief an DFB-Präsident Reinhard Grindel. Babelsberg wurde zu 7.000 Euro Strafe verurteilt.

Hitlergruß und "Nazischweine raus"-Rufe

Der DFB hatte zuvor angekündigt, die Entscheidung des NOFV zur Einstellung des Verfahrens zu überprüfen. Es gebe erhebliche Bedenken an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung des Verbandsgerichts, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Gegebenenfalls werde der Kontrollausschuss Revision beim DFB-Bundesgericht einlegen. "Rassismus und Diskriminierung haben im Fußball keinen Platz, und deshalb wäre es ein fatales Signal, wenn Vorfälle dieser Art ungeahndet bleiben würden", so Koch.

Bei dem Spiel im April hatten Vermummte aus dem Cottbuser Fanblock den Hitlergruß gezeigt. Babelsberg-Fans erwiderten dies mit "Nazischweine-raus!"-Rufen. Die Anhänger beider Teams zündeten zudem Pyrotechnik.

In einem weiteren Verfahren zu den Krawallen war Energie Cottbus zu einer Geldstrafe von 16.000 Euro verurteilt worden, weil Vermummte aus dem Cottbus-Block versucht hatten, den Platz zu stürmen.

Sendung: rbb aktuell, 12.01.2017, 21.45 Uhr

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