Braunschweigs Domi Kumbela (l) und Berlins Marc Torrejon kämpfen um den Ball. (Quelle: dpa/Peter Steffen)
Video: rbb um6 | 22.02.2018 | Guido Ringel | Bild: dpa/Peter Steffen

Der 1. FC Union vor Sandhausen - Union muss liefern

Union Berlin ist nach der Niederlage bei Eintracht Braunschweig wieder einmal in Zugzwang. Im Heimspiel gegen den Tabellenvierten SV Sandhausen brauchen die Hauptstädter unbedingt einen Dreier. Von Guido Ringel

Beim 1. FC Union Berlin ist Selbstkritik angesagt. Nach dem blamablen 0:1 zuletzt in Braunschweig zeigte sich Trainer Andre Hofschneider demütig. "Es fehlte an allem in Braunschweig, vor allem an der Laufbereitschaft", sagte der Coach am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Sandhausen am Samstag (13.00 Uhr). "Das muss anders werden, wir haben etwas gutzumachen".

Die Eisernen hatten am vergangenen Wochenende den Kredit verspielt, den sie sich nach dem Sieg gegen Tabellenführer Düsseldorf zuvor aufgebaut hatten. In Braunschweig zeigte das Team um Kapitän Felix Kroos eine unstrukturierte und unkonzentrierte Leistung. "Anschließend habe ich in viele fragende Gesichter geschaut", berichtete Trainer Andre Hofschneider von seinen Eindrücken in der Trainingswoche. Mancher hatte wohl gehofft, dass der Coach eine Antwort auf die Frage hätte, wie das passieren konnte.

Leistungen sind wechselhaft

Jetzt aber soll die Kehrtwende her, wieder einmal in dieser Zweitliga-Saison. Konstanz wäre wichtig, wenn der Weg in der Tabelle wieder nach oben führen soll. Bislang waren die Leistungen der Eisernen zu wechselhaft. "Unsere Qualität muss auch mal auf Dauer sichtbar werden, sonst ist es keine echte Qualität", so Hofschneider. "Wir müssen jetzt mal liefern – das sind wir den Fans schuldig".

Allerdings kommt mit Sandhausen (Tabellenplatz 4) nach Hofschneiders Worten ein "ekliger" Gegner, der kompakt stehe, viel laufe und als Team überzeuge. Dafür aber können die Unioner auf fast das gesamte Personal zurückgreifen – der Infekt, der große Teile der Mannschaft zuletzt im Griff hatte, ist so gut wie ausgestanden. Kapitän Felix Kroos wird nach abgelaufener Gelbsperre seine Position im zentralen Mittelfeld wieder einnehmen. Vor der Rückkehr in die Startelf steht zudem Offensivspieler Marcel Hartel, der in Braunschweig eingewechselt wurde. Fehlen wird dagegen Angreifer Akaki Gogia, der bei der Eintracht die fünfte Verwarnung sah.

Rund 19.000 Zuschauer erwartet der Klub zu diesem Heimspiel in Köpenick und die hoffen auf einen Stimmungs-Umschwung: Nur eins der letzten zehn Spiele hat Union gewonnen. Um die Saison noch zu retten, muss spätestens jetzt gegen Sandhausen endlich mal wieder ein Sieg her.

Sendung: Inforadio | 22.02.2028 | 17:20 Uhr  

Beitrag von Guido Ringel

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Von dem Verein, der nunmehr seiT Jahren recht beträchtliche Summen in das Unternehmen Aufstieg investiert, der zunehmend ungeduldig mit seinen Trainern wird, angefangen bei Neuhaus. Selbst wenn es in dieser Saison noch Platz drei werden sollte, ist das eigentlich unter den Möglichkeiten dieser Mannschaft.

  2. 2.

    Es läuft in dieser Saison überhaupt nicht rund.Die Mannschaft bekommt keine Konztanz auf den Rasen.
    Aber was läuft da seid Jahren falsch ???
    Die tabellarische Entwicklung ging seit dem Aufstieg immer nur in eine Richtung. Von welchem Verein reden Sie eigendlich?

  3. 1.

    Geld allein schießt halt keine Tore, irgendwas wird da seit Jahren gründlich falsch gemacht.

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