Robert Bartko
Bild: imago/Ernst Wukits

Umbruch in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft - Potsdamer Robert Bartko tritt als Sportdirektor zurück

Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Eisschnellläufer bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea steht die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) vor einem Umbruch in der sportlichen Leitung.

"Ich sehe langfristig keine Möglichkeiten, die DESG wieder an die Weltspitze zu führen"

Am Rande des Weltcups im weißrussischen Minsk gaben sowohl Bundestrainer Jan van Veen als auch Sportdirektor Robert Bartko bekannt, ihre auslaufenden Verträge nicht verlängern zu wollen.

"Zwei Jahre habe ich mit viel Spaß und voller Energie für die DESG gearbeitet. Ich sehe aber langfristig keine Möglichkeiten, die DESG wieder an die Weltspitze zu führen", erklärte der Niederländer van Veen. "Ich habe große Zweifel, ob die notwendige Umstrukturierung, die meiner Meinung nach durchgeführt werden muss, von allen beteiligten Personen mitgetragen wird. Ich habe mich deswegen entschieden, meinen Vertrag mit der DESG nicht zu verlängern", so van Veen weiter.

Mit seiner Entscheidung kam der Niederländer offenbar seinem Rausschmiss zuvor. Für den kommenden Dienstag war ein klärendes Gespräch mit der DESG-Führung um Präsidentin Stefanie Teeuwen anberaumt.

Erwartungen nicht erfüllt

Ähnliches wollte möglicherweise auch der Potsdamer Robert Bartko verhindern. Der frühere Bahnrad-Olympiasieger stand nach den sportlich schlechten Leistungen ebenso auf der Kippe. Robert Bartko war seit Dezember 2014 Sportdirektor der DESG.

Das Duo hatte eine Neuausrichtung des Verbandes angestrebt, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen. Bei den Winterspielen von Pyeongchang im Februar war das deutsche Team - wie schon vier Jahre zuvor im russischen Sotschi - ohne Medaille geblieben.

Plätze drei und fünf für Pechstein

Beim Weltcup-Finale in Minsk hat Claudia Pechstein derweil in der Teamverfolgung gemeinsam mit der Berlinerin Michelle Uhrig und Gabriele Hirschbichler aus Inzell den dritten Platz belegt. Am Sonntag kam sie im Massenstart zudem auf Platz fünf ins Ziel.

Pechstein, die mit mittlerweile 46 Jahren als einzige deutsche Athletin in der Weltspitze zu finden ist, agiert schon lange außerhalb des Verbandes und bereitet sich in einer eigenen Trainingsgruppe auf die Wettkämpfe vor.

Sendung: rbb aktuell, 18.03.2018, 21.45 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren