Louis Marc Aubry von den Eisbären Berlin im Zweikampf mit Konrad Abeltshauser von Red Bull München (Quelle: imago/O.Behrendt)
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Video: Abendschau | 15.04.2018 | Jörg Hellwig | Bild: imago sportfotodienst

Erste Heimniederlage in den Playoffs - Eisbären verlieren zweites Final-Spiel gegen Red Bull München

Die Eisbären Berlin haben in der Finalserie der Deutschen Eishockey-Liga den Ausgleich kassiert. Zwei Tage nach dem Auswärtssieg beim EHC München verloren die Eisbären am Sonntag zu Hause gegen den Titelverteidiger mit 4:5.

Die Eisbären Berlin haben das zweite Spiel in der Finalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft verloren. Zwei Tage nach dem Auswärtssieg beim EHC München unterlagen die Hauptstädter am Sonntag zu Hause gegen den Titelverteidiger mit 4:5 (1:2,1:3,2:0). 

Bernd Römer spielt die Nationalhymne
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Fünf Jahre ist es her, dass die Eisbären zuletzt im Finale standen – und den Titel holten. Nach dem gewonnenen Auftakt warnten die Berliner vor zu viel Euphorie. "Wir werden sofort zurückkommen", hatte Münchens Coach und Ex-Eisbären-Trainer Don Jackson vor dem zweiten Aufeinandertreffen prophezeit.

Eisbären geraten in Unterzahl in Rückstand

Entsprechend entschlossen und effektiv präsentierten sich die Gäste. Eisbär Frank Hördler saß auf der Strafbank, als Brooks Macek (13.) nach einem No-look-Pass von von Aucoin zur Führung traf. Doch die Eisbären fanden eine schnelle Antwort. Ein Schuss von Sean Backman (14.) wurde von Münchens Hager ins Tor abgefälscht.

Die Eisbären erarbeiteten sich weitere Chancen, aber wieder einmal offenbarte sich die Schwachstelle der Berliner: das Überzahl-Spiel. Während sich der Rekordmeister schwer tat, seine personelle Überzahl effektiv auszuspielen, machten es die Münchner deutlich besser. Steve Pinizzotto (19.) brachte den Favoriten vor der Pause im Powerplay wieder in Führung.

Berlin rennt, München effizient

Die Berliner, die von Trainer Uwe Krupp im ersten Finalspiel perfekt auf den Gegner eingestellt wurden, ließen viele Chancen ungenutzt und machten es den Münchnern oft zu einfach. Nach einem schnellen Konter erhöhte Florian Kettemer (24.) auf 3:1, danach hatte Matsumoto (34.) viel Zeit, um Torwart Vehanen ungestört zu umkurven und die Führung auf drei Tore auszubauen.

Nick Petersen (38.) brachte die Eisbären wieder ran, als er zwischen Münchens Keeper Aus den Birken und dem Pfosten eine Lücke fand. Doch kurz vor Ende des Drittels traf Kastner (40.) erneut für München und Berlins Torwart Petri Vehanen war zum fünften Mal geschlagen.

Berliner Aufholjagd kommt zu spät

Der Finne beendete daraufhin seinen Arbeitstag, für ihn kam der junge Marvin Cüpper ins Tor. Und der hatte im Schlussabschnitt nur noch wenig zu tun.

Stattdessen waren die Berliner offensiv nun wieder präsenter. Sean Backman ließ die Hoffnung bei den Eisbären mit einer sehenswerten Einzelleistung noch einmal aufkeimen. Er setzte sich allein gegen die Münchner durch und setzte den Puck aus spitzem Winkel unter die Latte.

In den Schlussminuten gingen die Gastgeber volles Risiko und ließen ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers auf der Bank. Und tätsächlich erzielte Nick Petersen (60.) den Anschlusstreffer zum 4:5. In den letzten Sekunden bot sich für die Berliner sogar noch die Chance zum Ausgleich, aber die Aufholjagd kam zu spät. "Ein paar Minuten mehr und wir hätten vielleicht den Ausgleich gemacht", so Eisbären-Verteidiger Kai Wissmann.

Krupp: "Wir haben viele Fehler gemacht"

"Natürlich wollen wir immer gewinnen, wir haben aber viele Fehler gemacht. München war gut heute und hat sie ausgenutzt", fasste Uwe Krupp nach dem Spiel zusammen. Durch die Niederlage steht es in der Finalserie nun 1:1. Bereits am Mittwoch findet das dritte Spiel um 19.30 Uhr in München statt. Für den Titelgewinn sind im Best-of-Seven-Modus vier Siege notwendig.

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