Füchse-Spieler Hans Lindberg wirft auf das Göppinger Tor (Quelle: imago/Andreas Gora)
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Video: rbb UM6 | 15.04.2018 | Jonas Schützeberg | Bild: imago sportfotodienst

Handball-Bundesliga - Füchse Berlin deklassieren Göppingen

Die Füchse Berlin sind mit einem lockeren Heimsieg aus der Länderspielpause zurückgekehrt. Gegen Frisch Auf Göppingen kamen die Hauptstädter am Sonntag zu einem ungefährdeten 33:19-Erfolg.

Der Tabellenvierte der Handballbundesliga  aus der Hauptstadt und die Neuntplatzierten aus Göppingen kennen sich gut. Im vergangenen Jahr trafen beide Teams neben den Ligapartien auch im Finale des EHF-Cups, dem zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb aufeinander. Damals setzte es eine bittere 30:22-Niederlage für die Füchse. Das sollte trotz der weiterhin verletzungsbedingten Ausfälle der Rückraum-Spieler Paul Drux und Marko Kopljar in der Max-Schmeling-Halle besser werden.

Erste Halbzeit, wie im Rausch

Die Partie begann vielversprechend für die Füchse. Das Team von Trainer Velimir Petkovic machte den Eindruck, als hätte es keine großartige Lust auf einen Handball-Krimi an diesem Nachmittag. Als der in den Anfangsminuten sehr auffällige Fabian Wiede per sogenanntem "No-Look-Pass", also einem Zuspiel ohne in die Passrichtung zu schauen, spektakulär seinen Abwehrchef Gojun am Kreis fand und der erfolgreich zum 9:3 abschloss, musste man sich als Göppinger Fan bereits ernsthafte Sorgen um das eigene Team machen. Die Gastgeber waren in allen Belangen überlegen.

Fabian Wiede verteilte die Bälle präzise. Beispielsweise an Steffen Fäth: Der beste Füchse-Torschütze dieser Saison und seine Kollegen trafen nach Belieben und spielten die Gäste-Verteidigung phasenweise schwindelig. Nach 22 Minuten und bereits acht (!) Paraden von Füchse-Keeper Silvio Heinevetter, stand es 13:4 für die Berliner. Der Debakel-Alarm dürfte beim Göppinger Trainerteam spätestens zu diesem Zeitpunkt ausgelöst worden sein. Die Gäste waren harmlos und spielten schlampig. Zudem stand ein  sichtbar gut gelaunter Silvio Heinevetter im Berliner Tor, der herausragend parierte.

Die Offensiv-Spielzüge der Gastgeber wiederum wirkten oftmals wie in einem Trainingsspiel. Nicht nur, dass die überforderte Göppinger Defensive die Berliner Kreativköpfe gewähren ließ, dem Tabellenvierten gelang auch so gut wie alles. Zur Halbzeit stand es 17:6. Mit der elf-Tore-Führung im Rücken, konnte Füchse-Coach Petkovic schon ein paar taktische und personelle Tests für den Saisonendspurt durchführen.

Zweite Halbzeit: Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen

Die zweite Spielhälfte ist schnell zusammengefasst. Die Göppinger gaben sich größte Mühe, das sich anbahnende Fiasko in erträglichen Grenzen zu halten. Unterdessen waren die Füchse überhaupt nicht daran interessiert, in den Leerlauf zu schalten. Die Berliner spielten munter weiter nach vorne, kombinierten spielend leicht vor dem gegnerischen Kasten und trafen – immer wieder. Insgesamt 33 Mal in den 60 Spielminuten. Mit 33:19 deklassierten die Füchse Berlin die Gäste aus Göppingen letztendlich. Bester Werfer war Steffen Fäth mit sechs Toren. Die nächste Aufgabe wartet für die Berliner am kommenden Donnerstag beim THW Kiel.

 

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