20.05.2018, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Handball, EHF-Pokal, Final Four, Finale, Saint-Raphael Var - Füchse Berlin in der GETEC Arena (Quelle: dpa/Kuppert)
Video: Abendschau | 20.05.2018 | Birgit Hofmann | Bild: dpa/Kuppert

28:25-Sieg gegen St. Raphael Var - Füchse gewinnen EHF-Pokal

Die Füchse Berlin haben zum zweiten Mal den EHF-Pokal gewonnen. Mit einer überzeugenden Teamleistung und einem glänzend aufgelegten Silvio Heinevetter bezwangen die Berliner den französischen Gegner St. Raphael Var mit 28:25.

Zum zweiten Mal nach 2015 haben die Füchse Berlin den EHF-Pokal gewonnen. In einer hart umkämpften Partie setzten sich die Berliner trotz vieler angeschlagener Spieler gegen den französischen Club St. Raphael Var mit 28:25 durch. Auffälligste Akteure bei den Berlinern waren Torhüter Silvio Heinevetter und Mattias Zachrisson mit neun Treffern.

Berliner verschlafen den Start

Die Franzosen sind für die Füchse kein unbekannter Gegner. Das Finale ist bereits das sechste Aufeinandertreffen in zwei Spielzeiten – schon drei Mal gingen die Füchse als Sieger hervor. Doch im Finale um den EHF-Cup erwischten zunächst die Franzosen den besseren Start. Nach sechs Minuten lagen die Berliner bereits mit 0:3 zurück, wenig später gelang Paul Drux endlich der erste Treffer für die Füchse.

Torhüter Heinevetter zeigt überragende Paraden

Mit diesem ersten Tor schienen auch die Füchse endlich im Spiel angekommen zu sein, denn sie dominierten nun die Partie. Vor allem Paul Drux übernahm Verantwortung und brachte die Berliner mit seinem dritten Tor erstmals in Führung.

Dank ihrer guten Defensivarbeit und einem stark aufspielenden Torhüter Silvio Heinevetter bauten die Berliner die Führung kontinuierlich aus. Heinevetter, der im Halbfinale einen schlechten Tag erwischt hatte und von Petr Stochl bestens vertreten wurde, glänzte im Finale durch überragende Paraden, wehrte insgesamt 17 Würfe ab und war einer der auffälligsten Füchse-Spieler. Doch auch die Franzosen gaben sich nicht geschlagen und kämpften sich wieder heran. Mit einer knappen 14:13-Führung ging es für die Füchse in die Kabine.

Füchse behalten in der Schlussphase die Nerven

Die zweite Halbzeit begann für die Berliner mit einem Doppelschlag, zwei weitere Treffer von Bjarki Ellison brachten die 18:14-Führung. Die Franzosen kämpften sich in den Schlussminuten noch einmal heran, aber die aufopferungsvoll kämpfenden Berliner gaben ihren Vorsprung nicht mehr her und sicherten sich nach 2015 ihren zweiten Europapokal-Sieg.

"Wir waren alle sehr müde, aber haben trotzdem alles gegeben und uns dafür belohnt", freute sich Fabian Wiede nach dem Sieg. Auch sein stark angeschlagener Mitspieler Paul Drux konnte die Schmerzen dank des Erfolges vergessen: "Wir haben gewonnen. Es hat Spaß gemacht und jetzt können wir einfach nur feiern."

Trainer Petkovic: "Ich kann meine Freude nicht beschreiben"

Nach der Partie wurde Hans Lindberg als erfolgreichster Torschütze des Wettbewerbs ausgezeichnet. "Ich kann meine Freude nicht beschreiben", sagte der stolze Trainer Velimir Petkovic über den Erfolg. "Das war das fünfte Spiel in zehn Tagen. Wir sind jetzt einfach alle unfassbar überwältigt", ergänzte Füchse-Manager Bob Hanning.

Den Europapokal-Sieg dürfen die Füchse jetzt ausgiebig feiern, doch schon am Donnerstag beginnt für die Berliner die Schlussphase in der Bundesliga, in der sie ihren dritten Tabellenplatz verteidigen wollen.

 

Sendung: Abendschau, 20.05.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 1.

    Was ist denn das bitte für ein "Heimatsender"? Die Füchse Berlin gewinnen den EHF-Pokal und die Pokalübergabe wird ausgeblendet für die xte Wiederholung eines "Geheimnisvollen Ortes". Da lobt man den rbb, dass er das Spiel spontan live bringt - und dann sowas. Ich finde das überhaupt nicht gut!

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