Hertha wird zum Kinderparadies
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Gratis-Tickets gegen Zuschauerrückgang - Kinder sollen jetzt die Hertha-Ränge auffüllen

Es ist kein Geheimnis, dass im Olympiastadion bei Hertha-Heimspielen oft gähnende Leere herrscht. Im Schnitt kamen in dieser Spielzeit 5.000 Zuschauer weniger zu den Heimauftritten, und kein Spiel war ausverkauft.

Gegen diese bittere Statistik geht die "alte Dame" nun vor – in der neuen Saison genießen Kinder bis 14 Jahren kostenlosen Eintritt. Hertha setzt verstärkt auf die Jugend und damit ist nicht der eigene Nachwuchs gemeint. "Die heutigen Kinder sollen die Herthaner von morgen werden. So eine Aktion gab es bisher noch nicht, wir probieren einfach mal etwas aus. Im besten Fall bewirkt es einen kleinen Durchbruch bei den Zuschauerzahlen. Je nach Ansetzung erhoffen wir uns dadurch ein paar tausend Besucher mehr“, sagte Herthas Geschäftsführer Ingo Schiller.

Nicht nur die Kleinen profitieren

Durch die Gratisaktion der Hertha sollen auch die Eltern ins Stadion gelockt werden. Die Ticket-Preise werden nach Attraktivität des Gegners angepasst. Schiller führte auf der Mitgliederversammlung aus: "Je nach Nachfrage werden wir die Preise bei 60 Prozent der Karten dynamisch anpassen." Gegen Spitzengegner wie Dortmund und Bayern gibt es keine reduzierten Tickets für Erwachsene – nur gegen "unattraktivere" Konkurrenten.  

Finanzielle Einbußen, die bei der Steigerung der Zuschauerzahlen durch Gratis-Tickets entstehen, will die Hertha durch neue Sponsoren und Partner auffangen.

Sendung: Inforadio, 16.05.2018, 12:15 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ich würde es mal mit richtigem Fußball und einem Fußballstadion versuchen.

  2. 1.

    jetzt spannt dieser Gääääähn-Verein auch noch die Kinder vor den Karren.

    Dass nicht mal die Spitzenspiele ausverkauft waren, spricht ja nun eine eindeutige Sprache. Das Problem ist nicht die Größe des Stadions, sondern die Attraktivität des Fußball, die Kreativität und Qualität der Fanszene, die Symphatie des Auftritts der Vereinsführung, die Identifikation der Stadt mit diesem Verein und vieles mehr, was nicht stimmt.

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